Vorschau: SV Schalding-Heining - SV Wacker Burghausen

Wacker Burghausen reist zum Derby nach Passau

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Sollte nach kurzer Trainingspause fürs Derby in Schalding fit sein: Christoph Maier.

Passau - Gewetzte Messer, Schaum vor dem Mund und ein Blutdruck kurz vorm Platzen – wenn der SV Wacker Burghausen am Freitag um 18.30 Uhr beim SV Schalding-Heining antritt, ist davon im Vorfeld beim ehemaligen Zweitligisten wenig zu spüren. Die Duelle mit dem südostbayerischen Rivalen haben weiterhin ihren besonderen Reiz, die Brisanz der Anfangsjahre, als der „große SV Wacker Burghausen und der kleine SV Schalding-Heining“ aufeinandergetroffen sind, gibt es nach nunmehr zehn Regionalligaduellen mit wechselnden Siegern in der Form nicht mehr.

Der Rivalität ist längst ein eher freundschaftliches Verhältnis gewichen. „Auf dem Platz wird es schon zur Sache gehen, das ist ja auch richtig, aber auf Funktionärsebene überwiegt die Wiedersehensfreude“, sagt Burghausens Teammanager Karl-Heinz-Fenk, der Schaldings Sportlichem Leiter Markus Clemens eine „top Arbeit“ attestiert: „Mein Freund Markus macht da in Schalding einen Riesenjob. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen. Mittlerweile spielen wir ja praktisch jede Winter- und Sommervorbereitung gegeneinander, wie auch kürzlich anlässlich unseres Trainingslagers in Bad Birnbach. Das sind einfach auch kurze Wege, das geht völlig unkompliziert.“

Fenk kontert Steindl: "Alle Saisonspiele sind wichtig"

Grundsätzlich sind Fenk Mannschaften wie Schalding, Buchbach oder Rosenheim in der Liga deutlich lieber als beispielsweise Aschaffenburg oder Schweinfurt, die von der geographischen Lage einfach nicht so attraktiv sind. Die Derbys sind halt deutlich weniger zeitaufwändig, sind interessanter, bringen deswegen mehr Zuschauer und sparen bei den Auswärtsfahrten Kosten. Aber auch wenn sich Stadtoberhaupt Hans Steindl über Derbysiege besonders freut, sagt Fenk: „Einen besonderen Fokus legen wir nicht auf die Derbys, alle 34 Saisonspiele sind wichtig.“

Nach dem ersten Dreier der Saison hofft Fenk jetzt darauf, dass der Derby-Charakter der Partie auch bei den Wacker-Fans wieder zieht: „Die Unterstützung gegen Heimstetten war brutal gut und war für die junge Mannschaft absolut wichtig, deswegen hoffen wir natürlich, dass uns viele Fans nach Schalding begleiten und Stimmung für uns machen. Von der Schaldinger 1:4-Niederlage in Fürth lassen wir uns nicht blenden, wir haben das Spiel analysiert und die Schaldinger Qualitäten schon gesehen.“

Weber wird wieder im Tor stehen

Wie beim 3:0 gegen den SV Heimstetten dürfte erneut Egon Weber im Wacker-Tor stehen. „Er hat sehr viel Präsenz gezeigt und seinen Kasten sauber gehalten“, lobt Fenk den ehemaligen Buchbacher nach dem ersten Saisonspiel ohne Gegentreffer. Ein Indiz dafür, dass Weber den Vorzug erhalten könnte, ist der Einsatz von Konkurrent Ludwig Zech beim kurzfristig für Dienstag anberaumten Testspiel gegen Al Dhafra FC in Bad Göggingen. Außer Zech, Lukas Mazagg und Eymen Brahim setzte das Trainerteam um Wolfgang Schellenberg ausschließlich Spieler der U19 gegen den Club aus Abu Dhabi ein, der sich am Ende mit 3:1 durchsetzen konnte.

Die Stammformation, aus der Christoph Buchner (Bandscheibe) und Marius Duhnke (Sprunggelenk) weiter fehlen, wurde für die Partie im Passauer Westen geschont. Muhamed Subasic und Christoph Maier mussten zwar nach der Belastung mit der englischen Woche kurzzeitig mit dem Training aussetzen, sollten aber das Abschlusstraining am Donnerstag wieder voll mitmachen. Insofern hat Schellenberg bis auf die Langzeitverletzten alle Mann an Bord.

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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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