FC Memmingen - TSV Buchbach

Buchbachs Trainer Raupach: „Die lange Fahrt hat sich gelohnt“

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Ärgerte sich noch am nächsten Tag über seine vergebene Chance aus der Anfangsphase: Christian Brucia.

Memmingen - Im Herbst sammeln die Eichhörnchen Nüsse und Fußball-Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, sollten Punkte horten – das hat der TSV Buchbach am Freitagabend mit einem 1:1 in Memmingen erfolgreich gemacht. „Wir sind im grünen Bereich, aber es ist schon noch ein langer Weg“, sagt Trainer Markus Raupach vor dem letzten Vorrundenspiel der Fußball-Regionalliga Bayern am Freitag gegen den TSV 1860 Rosenheim.

Mit 23 Punkten liegen die Rot-Weißen aktuell acht Punkte vor der Abstiegszone, angesichts der großen personellen Probleme war Raupach mit dem Punktgewinn in Memmingen zufrieden: „Die weite Fahrt hat sich gelohnt, für unsere Ausgangssituation war das 1:1 gut.“ Freilich hätte sich der Coach noch mehr gefreut, wenn seine Truppe dreifach gepunktet hätte: „Die erste Halbzeit war wirklich gut von uns, nach der Pause war das Spiel ausgeglichen, aber in der letzten Viertelstunde hat Memmingen brutal viel Druck gemacht, da hatten wir dann Glück, dass wir wenigsten den einen Punkt mitnehmen konnten.

„Da stehe ich nach einer Minute vor dem leeren Tor und mach das Ding nicht“, konnte sich Christian Brucia auch tags darauf seinen Fehlschuss noch nicht erklären, als er wenige Sekunden nach Spielbeginn von Aleks Petrovic perfekt in Szene gesetzt wurde. Trotz der zahlreichen Ausfälle gaben die Rot-Weißen auf tiefem Boden ganz klar den Takt an und hatten durch Petrovic (17.) und Selcuk Cinar (40.) weitere sehr gute Möglichkeiten.

Petrovic erzielt seinen 70. Regionalligatreffer

Ende des ersten und Anfang des zweiten Durchgangs meldeten sich auch die Hausherren zwei Mal durch Ensar Skrijeli zu Wort, doch in der 72. Minute gelang den Rot-Weißen tatsächlich der Führungstreffer durch Petrovic, der nach einer abgewehrten Ecke und einer Flanke von Samed Bahar mit einem Kopfball-Aufsetzer erfolgreich war. „Wir wollten ja unbedingt mal wieder ein Tor nach einem eingeübten Standard erzielen, das war wirklich klasse gemacht, auch wenn Ali in dieser Situation nicht der klassische Zielspieler ist.“ Egal, für den Rekordspieler der Liga war es bei seinem 247. Einsatz sein 70. Treffer, damit liegt er in der ewigen Torjägerliste auf Rang zwei hinter dem Schweinfurter Adam Jabiri (75.). Fast wäre fünf Minuten später der zweite Buchbacher Treffer fällig gewesen, doch Thommy Breu traf nach Zuspiel von Petrovic aus spitzem Winkel nur das Außennetz, ehe Marco Greisel im Gegenzug am Pfosten scheiterte.

„Leider konnten wir nach dem 1:0 nicht mehr nachlegen, Memmingen hat eine junge und sehr dynamische Mannschaft, die sich dann mit aller Macht gegen die Niederlage gestemmt hat“, so Raupach, dessen Offensivspieler kaum mehr für Entlastung sorgen konnten: „Unser Spiel ist gerade für die Flügelspieler extrem intensiv, da muss man eh den Hut ziehen, wie sie das machen. Auf diesen Positionen hatten wir auf der Bank aber fast keine Möglichkeiten, um noch frische Kräfte zu bringen.“

Schließlich war es Natsuhiko Watanabe, der in der 83. Minute den Ausgleich erzielte, als er nach starkem Zuspiel in die Schnittstelle noch Daniel Maus umkurvte und zum 1:1 einschob. Ehe der Buchbacher Punktgewinn feststand musste Maus noch einen gefährlichen Schuss von Skrijeli aus kurzer Distanz abwehren – ein wichtiger Teilerfolg, auch wenn die Rot-Weißen nun zum dritten Mal in Folge ohne Sieg geblieben sind.

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Pressemitteilung TSV Buchbach (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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