FC Memmingen - TSV 1860 Rosenheim

Wahnsinn! Einsiedler rettet 1860 in der Nachspielzeit einen Punkt

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Großer Jubel beim TSV 1860 Rosenheim nach dem Last-Minute-Ausgleich von Markus Einsiedler.
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Memmingen - Dank einer starken Moral und eines Last-Minute-Treffers von Markus Einsiedler endete das Duell zwischen dem Tabellenfünften FC Memmingen und dem abstiegsbedrohten 1860 Rosenheim unentschieden. 

Dabei standen die Zeichen lange Zeit auf Heimsieg. Memmingen startete deutlich besser ins Spiel, doch wie auch die Gäste aus Rosenheim konnten sich die Schwaben keine hochkarätigen Chancen erspielen. So war es ein Standard, der die Gastgeber nach einer knappen halben Stunde in Führung brachte. Neuzugang Nicholas Helmbrecht brachte einen Freistoß von halblinks punktgenau auf den Kopf von Mario Jokic, der den Ball nur noch über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Marius Herzig verlängern musste (27.).

Doppelschlag bringt Memmingen in Führung

Nur zwei Minuten später wurde es richtig bitter für die Rosenheimer. Nach einem Fehler im Spielaufbau konnte erneut Helmbrecht von der linken Seite flanken, in der Mitte fand er Furkan Kircicek, der den Ball mit dem Fuß an Herzig vorbei ins lange Eck verlängerte (29.). Es dauerte bis kurz vor der Halbzeit, bis die Kasparetti-Elf den Schock verdaute. Linor Shabani setzte Danijel Majdancevic gut in Szene, der Memmingen-Keeper Martin Gruber mit einem Schuss aus circa zwölf Metern zu einer Glanzparade zwang (42.).

In der Pause musste der neue Cheftrainer Thomas Kasparetti die richtigen Worte gefunden haben, denn nach und nach kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Memmingen kam in der Folge nicht mehr so oft vor das Rosenheimer Tor und konzentrierte sich vor allem darauf, das Ergebnis vor eigenem Publikum zu verwalten. Doch auch 1860 hatte keine großen Chancen, weshalb ein Punkt von Minute zu Minute immer weiter in die Ferne rückte. Generell kam über 90 Minuten auf dem schwierig zu bespielenden Platz kein geordneter Spielfluss zustande und die Partie war gezeichnet von vielen Ballverlusten.

Rosenheim gleicht in den letzten zehn Minuten aus

In den letzten zehn Minuten bäumten sich die Rosenheimer aber nochmal mit aller Kraft auf und wurden belohnt. Eine wohl einstudierte Freistoßvariante über Räuber, Heiß und Einsiedler landete bei Majdancevic, der den Ball aus zehn Metern an Gruber vorbeistocherte (82.). Es folgte eine unglaublich spannende Schlussphase, in welcher die Sechziger wie so oft zeigten, dass man durchaus mit den großen Mannschaften mithalten kann. Pius Krätschmer schlug noch einmal eine Flanke von rechts in den Strafraum, wo Markus Einsiedler nur noch den Kopf hinhalten musste und zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich traf (90.+2).

Aufgrund des Garchinger Siegs in Burghausen bleibt der TSV 1860 Rosenheim trotzdem noch auf einem Relegationsplatz, hat aber - wie gegen Schweinfurt, Wacker oder die Bayern - erneut gegen eine Spitzenmannschaft gepunktet. Weiter geht's für die Sechziger am kommenden Samstag, wenn um 14 Uhr der SV Heimstetten im Jahnstadion gastiert.

Das komplette Spiel Re-live

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dg

Quelle: rosenheim24.de

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