TSV 1860 Rosenheim - SpVgg Greuther Fürth II 1:1

Sechziger zeigen Moral, verpassen aber Big Points gegen Fürth

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Tat dem Offensivspiel sichtlich gut und traf zum 1:1 für die Rosenheimer: Danijel Majdancevic.
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Rosenheim - Der TSV 1860 Rosenheim muss weiterhin auf einen Dreier unter Neu-Coach Thomas Kasparetti warten. Das 1:1-Remis gegen einen direkten Konkurrenten um den Abstieg könnte bei den nun folgenden Aufgaben vielleicht etwas zu wenig gewesen sein.

Die Rosenheim hatten in der vierten Spielminute die erste vorsichtige Annäherung. TSV-Angreifer Danijel Majdancevic,der bei der knappen 1:0-Niederlage beim 1. FC Schweinfurt letzte Woche wegen einer Gelbsperre fehlte, zog aus 28 Metern mal ab. Sein Schuss war jedoch zu harmlos und eine leichte Aufgabe für SpVgg Keeper-Schaffran.

Die kleinen Kleeblätter, die mit Roberto Hilbert und Daniel Adlung zwei ehemalige Profis in ihren eigenen Reihen haben, kamen zwei Minuten später zu ihrem ersten Abschluss. Ex-Löwe Daniel Adlung, bekam eine perfekte Ablage, von knapp 25 Metern zog dieser ab und hämmerte das Leder in den dritten Stock. Die Gäste aus Fürth mussten bereits in der 12. Minute zum ersten Mal wechseln. Für den verletzten Tom Schulz kam Kreativmann Peter Jost. 

In der Folgezeit übernahmen die Hausherren ein wenig das Zepter und kamen zu zwei weiteren Möglichkeiten. Die Sechziger starteten einen schönen Vortrag über rechts. Danijel Majdancevic wurde geschickt und flankte über den langen Pfosten hinaus. Der eingelaufene Maxi Mayerl nahm den Ball aus 15 Metern volley mit vollem Risiko, der Ball rutschte ab und ging weit am linken Pfosten vorbei - Schade, das wäre sonst ein Traumtor geworden. 

In der 17. Spielminute hatte dann Markus Einsiedler die große Möglichkeit zur Führung. Matthias Heiß spielte super durch auf die rechte Seite zu Danijel Majdancevic, der dem Offensivspiel der Rosenheimer sichtlich gut tat, Majdancevic tanzte seinen Gegenspieler in seiner unnachahmlichen Art und Weise aus und flanke auf den kurzen Pfosten. Dort kam Markus Einsiedler aus fünf Metern mit dem Scheitel an den Ball. Die Kugel streichte knapp am langen Pfosten vorbei. 

Danach egalisierten sich die beiden Equipen allerdings und das spielerische Niveau nahm ein wenig ab. Was man den Spielern aber nicht vorwerfen konnte war, dass sie nicht mit vollem Einsatz dabei waren. Jeder Zweikampf wurde angenommen und um jeden Meter gekämpft. Nach einer halben Stunde Spielzeit kam es dann doch wieder zu einer Chance und das hätte die Führung für die Fürther bedeuten können. Nach einer Ecke von rechts wurde der Ball zu kurz abgewehrt. Der Ball ging zu Egson Gashi auf halbrechts, der sofort aus 12 Metern abzog und nur den rechten Außenpfosten traf - Glück für die Hausherren in dieser Situation. Viel mehr nennenswerte Aktionen gab es im ersten Abschnitt nicht mehr.

Die Rothosen kamen richtig gut aus den Katakomben und hatten bereits nach 60 Sekunden ihren ersten Abschluss. Nach einer Kopfballabwehr der Kleeblätter landete der Ball auf halblinks. Dort zog Maxi Mayerl sofort aus 26 Metern ab. Der Ball rutschte ihm aber erneut über den Rist und ging weit am linken Pfosten vorbei, zwar eine unglückliche Aktion, allerdings merkte man den Rosenheimer nun deutlich an, dass sie diese drei Punkte in der Heimat behalten wollten.

Die Rosenheimer gaben ordentlich Gas, konnten sich aber gegen die dicht stehende Fürther Abwehr nicht entscheidend durchsetzen. Die zündende Idee oder der geniale Pass fehlte immer wieder. Die Gäste standen weiterhin tief und lauerten auf Konter und genau so einer führte in der 61. Minute zur Führung für die Gäste. Ein weiter Ball aus der Fürther Spielhälfte landet bei Tim Danhof, der zögert nicht lange und lupfte den Ball aus 16 Metern wunderschön über den herausgekommenen Marius Herzig zur Fürther Führung ins Netz.

Die Oberbayern hatten nur vier Minuten später die perfekte Antwort parat. Maxi Mayerl hob den Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum. Dort bekam Korbi Linner den Ball nicht unter Kontrolle. Danijel Majdancevic trat seinem Teamkollegen zur Seite, reagierte am schnellsten und beförderte das Leder aus sechs Metern zum Ausgleich ins Gehäuse. Natürlich ein Auftrieb für die Rosenheimer, die jetzt weiter marschierten und auf das zweite Tor drängten. Die Gäste blieben aber weiterhin stabil in ihrer Abwehrformation und konnten immer wieder klären.

Die letzten zehn Minuten waren angebrochen, als die Hausherren ihre nächste Möglichkeit hatten. Eine Ecke von rechts von Ludwig Räuber landete punktgenau auf den Kopf von Matthias Heiß, dessen Kopfball zentral aus acht Metern endete genau in den Armen von Leon Schaffran. Eine riesen Möglichkeit für den eigentlich kopfballstarken Heiß auf 2:1 zu stellen. Fünf Minuten drauf hatten Markus Einsiedler die letzte Möglichkeit für die Rosenheimer. Nach einer Flanke von Heiß ging Einsiedler zum Kopfball hoch, jedoch kam er im vollen Lauf aus zehn Metern nicht ganz hinter den Ball und setzte die Kugel neben den linken Pfosten.

In den letzten Spielminuten ging es dann nochmals richtig heiß her. In der 90. Spielminute sah Ex-Profi Daniel Adlung die Rote. Nachdem auf Freistoß für Fürth kurz vor der Mittellinie entschieden wurde, kam es zu einem Gerangel zwischen den Spielern und offenbar zu einer Tätlichkeit von Daniel Adlung gegen Philipp Mayer.

Doch das sollte noch nicht der Schlusspunkt sein, denn fast hätten sich die Rosenheimer noch das 1:2 gefangen. Nach einem Patzer von Ludwig Räuber ging Tim Danhof auf rechts ab. Er flankte stark in den Strafraum. Dort klärte Philipp Maier in höchster Not vor dem einschussbereiten Fürther, womit die Begegnung endete und die Rosenheimer weiterhin auf einen Sieg in der Frühjahrsrunde warten müssen. Immerhin schob sich der TSV auf einen Relegationsplatz, da der SV Heimstetten in der 90+1. Spielminute den Treffer zur 1:2-Niederlage gegen Nürnberg hinnehmen musste. 

Quelle: rosenheim24.de

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