Rosenheimer Sechziger vor dem Match in Illertissen

1860 Rosenheim: Mit Euphorie und dem letzten Tropfen zum FVI

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Nach dem Highlight gegen den TSV 1860 München sind die Rosenheimer Sechziger euphorisiert und weiter motiviert.

Rosenheim - Das große Highlight gegen die Löwen ist vorüber, nun steht für den TSV 1860 Rosenheim im letzten Spiel vor der verdienten Winterpause eine schwere Auswärtspartie beim FV Illertissen bevor. Wenn es denn die äußeren Bedingungen im Allgäu zulassen.

Die Heimelf belegt mit aktuell 36 Punkten einen hervorragenden sechsten Tabellenplatz. Am letzten Wochenende konnten Kapitän Moritz Nebel und Co. in Buchbach ein 2:2 Unentschieden holen. Trotz 60-minütiger Unterzahl - Benedikt Krug wurde auf Grund einer Notbremse vom Platz gestellt und daraufhin für zwei Begegnungen gesperrt – konnten die Schützlinge von Trainer Ilija Aracic zweimal einen Rückstand ausgleichen. Diese Wahnsinns- Leistung unterstreicht einmal mehr die hohe Qualität im Kader sowie eine tolle Moral der Schwaben.

Illertissen brutal heimstark - Strobl setzt auf den letzten Tropfen im Tank

Die Bilanz von 21 geholten Zählern im heimischen Stadion zeigt zudem, welche Mammut- Aufgabe da die Innstädter zu bewältigen haben. In den insgesamt bisherigen 22 Partien gingen die Illertissener lediglich viermal als Verlierer vom Feld, seltener hat bis dato keine Mannschaft der Liga verloren. Mit Angreifer Alexander Nollenberger steht zudem ein äußerst treffsicherer Schütze im Kader der Gastgeber, der Torjäger zählt mit bisher elf erzielten Buden zu den besten Goalgettern der Liga. Also, recht viel größer und schwieriger könnte die Herausforderung für die Rosenheimer gar nicht sein.

„Natürlich wissen wir welch schwere Aufgabe uns da bevor steht, vor allem mental nach so einem Highlight wie dem Spiel gegen 1860 München. Aber meine Jungs sind nochmal richtig heiss und wollen auch in der letzten Begegnung im Jahr 2017 alles rauspressen und den letzten Tropfen aus dem Tank holen. Wir möchten unbedingt was Zählbares holen und mit einem positiven Erlebnis in die Pause gehen!“, so Gästetrainer Tobias Strobl.

Räuber verletzt, Einsiedler fraglich - Majdancevic macht sich keine Sorgen

In Illertissen wird jedoch Ludwig „Wiggerl“ Räuber fehlen, er hat sich im Spiel gegen die Münchener Löwen eine Zerrung geholt. Auch der Einsatz des leicht angeschlagenen Markus Einsiedler ist fraglich. Ansonsten können Tobi Strobl und Robert Mayer auf denselben Kader wie zuletzt setzen.

Auch der beste Torschütze im Team der Rothemden, Danijel Majdancevic (9 Tore), brennt auf seinen Einsatz und weitere Treffer für die Rothemden: „Wir wollen die Euphorie und das Selbstvertrauen aus dem Spiel gegen 1860 München mitnehmen und punkten, möglichst natürlich dreifach. Sicherlich ist Illertissen eine bärenstarke Mannschaft, die bisher auch eine überragende Saison spielt, aber wir brauchen uns nicht verstecken, nichts ist unmöglich. Unsere fabelhafte Saison bis dato möchten wir krönen und uns mit einem guten Ergebnis in die Winterpause verabschieden!“, so der sympathische Knipser der Sechziger.

FVI ist ein harter Brocken - letzte Saison gelang 1860 der Auswärtssieg

Die aktuell 31 erzielten Punkte und Tabellenplatz acht wollen Captain Matze Heiss und seine Mann also unbedingt noch weiter verbessern. Jedoch wird dies, wenn man der Statistik sowie dem bisherigen Saisonverlauf verfolgt, bei den heimstarken Schwaben sicherlich kein Zuckerschlecken.

Wie unangenehm der FV Illertissen zu bespielen ist, mussten die Strobl-Schützlinge bereits in der Vorrunde am fünften Spieltag erleben. Dort konnte man gerade eben so ein 1:1 im heimischen Jahnstadion erzielen. Jedoch feierten die Rothemden in der letzten Saison in Illertissen sogar einen 3:2 Auswärtssieg, es ist also tatsächlich alles drin.

Hochzufriedene Rosenheimer präsentieren sich glänzend

Mit den bisher gezeigten Saisonleistungen können die Verantwortlichen, Trainer, Spieler und Fans des TSV 1860 Rosenheim wahrlich zufrieden sein. Nicht nur die erreichte Punktzahl ist bemerkenswert, sondern auch die Art und Weise mit welcher fußballerischen Finesse die Zähler zumeist eingefahren wurden ist bewundernswert. Dafür konnte man sich schon mehrfach das Lob vieler Gegner einheimsen -  man hat sich mit seiner Art Fußball zu spielen mittlerweile großen Respekt erarbeitet.

Ihren Teil zum Gelingen haben beim Fußballfest des vergangenen Wocheendes in Rosenheim unzählige freiwillige Helfer. Diesen möchten vor allem die Sportler noch einmal ein gesondertes ob aussprechen. Aber natürlich dürfen auch die Verantwortlichen, die hinter diesem großartigen Löwen-Event die Zügel in der Hand hielten, nicht vergessen werden. Die Abteilungsleitung um Franz Höhensteiger, Nico Foltin und Sandro Sacco kannten in den letzten Wochen die Begriffe „Freizeit“ und „Familie“ nur noch vom Hörensagen. Jede freie Minute wurde in die Vorbereitungen zum Löwenspiel gesteckt. Das Ergebnis war, wie man von allen Seiten hören konnte, nahezu perfekt. Das Spektakel war wirklich eine tolle Werbung für den Viertligisten!

So sieht der FV Illertissen Begegnung und Gegner:

Mit dem Tabellenachten 1860 Rosenheim empfängt Regionalligist FV Illertissen im letzten Spiel des Jahres einen Gegner, der nur schwer einzuschätzen ist. Der hat nämlich vergangenes Wochenende den Löwen beim 1:1 einen Punkt abgeknöpft, hatte zuvor aber mit 2:6 in Nürnberg und 0:3 bei Schalding-Heining ordentliche Schlappen kassiert.

So gesehen, weiß man eigentlich nie so genau, wie man bei den Oberbayern dran ist. Die Mannschaft beweist zwischendurch immer wieder, dass sie Potential hat, um dann wieder dem Gegner das Feld zu überlassen.

In der Vorrunde trennten sich beide Mannschaften unentschieden, doch diesmal streben die Illertisser drei Punkte an. Sie haben seit Wochen eine tolle Serie hingelegt, sind seit 11 Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am 16. September.

Dass diese Serie weiterhin Bestand hat, da wird der ehrgeizige Trainer der Rosenheimer Tobias Strobl(30) etwas dagegen haben. Er ist bekannt für seine akribische Arbeit und Beobachter sehen ihn vielleicht schon bald im Profibereich tätig. Er hat es geschafft, die Rosenheimer spielerisch und taktisch zu verbessern. Immerhin hatte er den Verlust eines seiner Torjäger, Sascha Marinkovic, der nach Burghausen wechselte, zu kompensieren. Doch er hat mit Danijel Majdancevic immer noch einen Torjäger in seinen Reihen. Er erzielte bisher 9 Treffer, wird unterstützt vom Ex-Unterhachinger Markus Einsiedler(4 Tore).

Ihnen wird das Hauptaugenmerk der Illertisser Defensive gelten. Die muß allerdings schon wieder umgebaut werden, denn Benedikt Krug fehlt wegen seiner Rotsperre. Da auch Kapitän Manuel Strahler wegen seiner Knochenentzündung nach wie vor nicht zur Verfügung steht, wird wohl Allrounder Antonio Pangallo in die Bresche springen. „Der kann das“, ist sich Trainer Ilija Aracic sicher: „Insgesamt wissen wir aber, dass mit Rosenheim ein sehr unbequemer Gegner kommt. Wenn es uns diesmal gelingt, unsere Tormöglichkeiten besser zu nutzen, dann wäre ein Sieg möglich. Das hat uns bei den letzten Heimspielen, als wir wirklich gut spielten, ein wenig gefehlt.“

Man wolle auf jeden Fall das Jahr ungeschlagen beenden, heißt der Vorsatz des Illertisser Trainers. Mit einem Sieg ließe sich anschließend bei der Jahresfeier auch leichter feiern und in die Winterpause gehen. Jedoch plagen den Illertisser Trainer Torwartsorgen. Felix Kielkopf wird wegen seiner Handverletzung noch länger fehlen, Janik Schilder konnte wegen seiner muskulären Probleme diese Tage noch gar nicht trainieren. Da mit Kim Anders ein weiterer Torhüter schon seit vielen Wochen ausfällt, könnte es sein, dass der junge Tizian Fendt (19)zu seinem Debüt kommt.

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Pressemitteilungen TSV 1860 Rosenheim & FV Illertissen

Quelle: rosenheim24.de

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