Heimstetten zweimal vom Punkt erfolgreich

Kuriose Duplizität der Ereignisse: Wie schon im Hinspiel haben im Regionalliga-Treffen zwischen dem SV Heimstetten und dem FC Memmingen zwei Elfmeter die Begegnung entschieden. Der gravierende Unterschied allerdings: Die Memminger hatten damals zwei Strafstöße ausgelassen und mit 0:2 verloren. Diesmal bekam Heimstetten als Gastgeber die Elfer zugesprochen, verwandelte beide und gewann deshalb mit 2:1 (1:0).

Richtig angefressen war hinterher das Memminger Trainerduo Robert Manz/Thomas Reinhardt. Der Start ins Fußballjahr 2014 hatten sich beide beim Kellerkind grundlegend anders vorgestellt, zumal der eigene letzte Test beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau (0:2) vielversprechend verlaufen war. Abgesehen von den durchaus ansprechenden ersten 20 Minuten war von diesem Schwung nicht mehr viel zu spüren. Heimstetten kreuzte plötzliche einige Male gefährlich im FCM-Strafraum auf. In der 26. Minute fiel Sammy Ammari im Zweikampf gegen Verteidiger Raffael Friedrich. Der Elfmeterpfiff war trotz aller Memminger Proteste wohl eine Konzessionsentscheidung von Schiedsrichter Michael Völk, dessen Pfeife kurz zuvor stumm geblieben war, als Ammari schon mal im Sechzehn-Meter-Raum lag.

Ähnlich war die Konstellation nach der Pause. In der 58. Minute zeigte Völk erneut auf dem Elfmeter-Punkt als Jonas Meichelböck gegen Bernd Häfele zu Werke ging. Zuvor hatte sich Heimstettens agiler Neuzugang Slaven Jokic (u.a. Stuttgarter Kickers, SpVgg Unterhaching) heftig beschwert, dass ein vermeintliches Foulspiel gegen ihn nicht auch schon geahndet wurde.

Auf eine Diskussion, ob die Strafstöße nun berechtigt waren oder nicht, ließ sich Reinhardt hinterher nicht ein: „Wir haben die Ordnung verloren und dann kam es zu Szenen im Strafraum, die man pfeifen kann oder nicht. Aber irgendwann hat der Schiri das Grätschen halt gepfiffen. Da waren wir selbst schuld.“ Der eingewechselte Steffen Friedrich sorgte mit dem Anschlusstreffer durch einen direkt verwandelten Freistoß noch für hektische Schlussminuten, der Ausgleich gelangl aber nicht mehr. „Einen Punkt hätten wir gerne mitgenommen, aber wir haben uns den heute auch nicht verdient“, lautete Reinhardts nüchterndes Fazit, „die ganze Mannschaft hat enttäuscht. Keine Lufthoheit, verlorene Zweikämpfe – damit passierten hinten Fehler und nach vorne ging, abgesehen von Möglichkeiten von Matthias Jocham kurz vor der Pause und einem fast gelungenen Konter nach dem Wechsel, nicht allzu viel.

Nach dem Fehlstart bei einem Abstiegskandidaten geht es nun für den FCM nächsten Samstag zum amtierenden Meister TSV 1860 München II. Reinhardt kündigte dazu bereits Umstellungen an: „Nach so einer Leistung müssen wir schon über die eine oder andere Änderung nachdenken. Es hilft uns nichts, wenn wir ein paar gute Vorbereitungsspiele haben und dann im ersten Punktspiel nicht überzeugen“.

Pressemeldung FC Memmingen

Quelle: rosenheim24.de

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