PM: 1:2 gegen Memmingen – Schellenberg attackiert Schiedsrichter Berg

Wacker für schwache Leistung in Memmingen bestraft

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Erwischte nicht seinen besten Tag: Lukas Aigner.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen ist am achten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern für eine schwache Leistung gegen das bisherige Schlusslicht FC Memmingen mit einer 1:2-Niederlage bestraft worden. Trainer Wolfgang Schellenberg übte nach der Partie Kritik an seiner Mannschaft, schoss sich aber auch auf Schiedsrichter Thomas Berg ein: „Der Schiedsrichter war auf dem Niveau meiner Mannschaft, eher sogar drunter.“

Der SVW-Coach warf Berg vor, seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit einen Foulelfmeter an Felix Bachschmid verwehrt zu haben: „Es ist ja bekannt, wenn Schiedsrichter Berg in Burghausen pfeift, dass es unruhig wird. Und es war uns auch klar, dass wir von ihm keinen Elfmeter bekommen.“ Überdies attackierte Schellenberg auch Memmingens Co-Trainer Kevin Siegfanz: „Das ist einfach unsportlich, ständig Gelbe Karten zu fordern, das hat Schiedsrichter Berg auch noch in die Karten gespielt.“

Unterm Strich waren aber weder Berg noch Siegfanz dafür verantwortlich, dass Burghausen nach vorne kaum Druck entwickeln konnte. Die Mannschaft wirkte von Anfang an etwas pomadig. Dass nicht alle Spieler auf der Höhe ihres Leistungsvermögens gewesen seien, machte Schellenberg auch an der englischen Woche und den schwülwarmen Temperaturen fest. Nur: Auch Memmingen hatte die gleichen Bedingungen, wobei deren Trainer Uwe Wegmann erklärte: „Wir haben uns mit dem Pokalsieg in Wasserburg Selbstvertrauen geholt und waren von der ersten Minute an gut im Spiel.“

Auf Seiten der Gastgeber konnte sich Keeper Egon Weber einige Male auszeichnen, ehe er sein erstes Gegentor im Wacker-Trikot hinnehmen musste. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fuhr Memmingen nach einem weiten Ball einen Konter über Marco Nickel, der den mitgelaufenen Marco Greisel ideal bediente, so dass der Mittelfeldspieler den Ball nur noch über die Linie schieben musste.

Auch nach dem Seitenwechsel ging bei Wacker wenig zusammen und dann unterlief auch noch Lukas Aigner in der 62. Minute ein folgenschwerer Lapsus: Seine Kopfball-Rückgabe geriet zu kurz, Nickel, der früh für den an der Schulter verletzten Ex-Burghauser Fatjon Celani gekommen war, roch den Braten und köpfte über dem herauslaufenden Weber ein. Nach dem Anschlusstreffer durch Andrija Bosnjak, der eine Flanke von Denis Ade aus sechs Metern unhaltbar unter die Latte köpfen konnte (80.), avancierte Aigner in der 93. Minute erneut zum Pechvogel: Keeper Martin Gruber kam an eine weite Flanke von Ade nicht ran, doch Aigner setzte den Ball am langen Pfosten ins Seitenaus.

SV Wacker Burghausen: Weber – Scheidl, Hingerl, Aigner, Nicklas – Brahim (38. Bosnjak), Ade, Stingl, Bachschmid (74. Lange) – Richter, Ammari (54. Gracic). Trainer: Schellenberg.

FC Memmingen: Gruber – L. Kelmendi, Sirch, A. Kelmendi, Jokic – Rietzler – Watanabe (89. Remiger), Kücük, Greisel (90. + 3 Ender), Morou – Celani (17. Nickel). Trainer: Wegmann.

Tore: 0:1 Greisel (45. + 1), 0:2 Nickel (62.), 1:2 Bosnjak (80.)

Schiedsrichter: Berg (Landshut)

Zuschauer: 717

Gelb: Hingerl, Bachschmid, Bosnjak, Lange, Scheidl – Watanabe, Jokic, A. Kelmendi

MB.

Quelle: rosenheim24.de

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