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1860 gibt 2:0-Führung gegen Aschaffenburg aus der Hand

Gelb-Rot als Knackpunkt! 60er kassieren in 90+5. Minute den Ausgleich

Sah eine starke Leistung seiner Jungs, die nicht ganz zum Sieg reichte: TSV-Coach Ognjen Zaric.
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Sah eine starke Leistung seiner Jungs, die nicht ganz zum Sieg reichte: TSV-Coach Ognjen Zaric.

Rosenheim - Dieses Spiel hatte alles zu bieten, was ein Fußballspiel ausmacht. Dabei sahen die Sechziger aus Rosenheim nach einer überaus überzeugenden ersten Hälfte schon wie der sichere Sieger aus. In Unterzahl mussten die Rosenheimer den Ausgleich mit der letzten Aktion des Spiels hinnehmen.

Die Rosenheimer waren von Beginn an richtig stark in der Begegnung und waren das klar bessere Team. Den ersten Abschluss konnten die Sechziger in der sechsten Minute verbuchen. Leopold Krüger brachte den Ball von der rechten Grundlinie auf den kurzen Pfosten. Hier kam Andrijan Bosnjak mit dem Kopf an die Kugel und setzte diese aus fünf Metern knapp neben den Pfosten. Erster Hochkaräter für die Gastgeber, die weiter auf die Tube drückten. Und zu weiteren Chancen kamen, so auch in der 18. Minute.

Von der rechten Seite brachte Pius Krätschmer die Kugel auf das Gehäuse. Gäste-Keeper Peter Neuberger ging auf Nummer sicher und lenkte den Ball über die Latte. Die Hausherren waren im ersten Spielabschnitt die klar bessere Mannschaft und hatten deutlich mehr Spielanteile. Aschaffenburg kam nur sehr schwer in die Gänge, weshalb das 1:0 in der 31. Minute folgerichtig war. Einmal mehr war es Markus Einsiedler, der zur Rosenheimer Führung einknipste.

Von links flankte Andrija Bosnjak in die Mitte. Markus Einsiedler kam hier an den Ball und drückte diesen mit Hilfe des rechten Pfostens über die Linie. In einer sehr fairen Partie gab es nur eine gelbe Karte im ersten Spielabschnitt, die Andrija Bosnjak in der 34. Spielminute sah. Diese Karte sollte im zweiten Abschnitt noch wichtig werden. Bevor es jedoch in die zweite Hälfte ging, konnten die Sechziger auf 2:0 erhöhen. Von der rechten Grundlinie steckte Ludwig Räuber das Spielgerät an den Fünfmeterraum, dort stand Leopold Krüger goldrichtig und schob aus sechs Metern ins Gehäuse. Die 44. Minute war gespielt. Eine starke erste Hälfte der Hausherren.

Die zweite Hälfte sollte dann ganz anders verlaufen als der erste Spielabschnitt. Knackpunkt dafür war die schnelle gelb-rote Karte von Andrija Bosnjak, der in der 51. Spielminute nach einem harten Einsteigen am gegnerischen Strafraum gegen Daniel Cheron die Gelb-Rote sah. Jedoch waren es die Rosenheimer, die in Unterzahl zur nächsten großen Chance der Begegnung kamen. Omer Jahic zog aus 15 Metern in halblinker Position ab, doch Peter Neuberger lenkte die Kugel mit einer fantastischen Flugeinlage zur Ecke, die nichts einbrachte. 

Doch danach übernahmen die Gäste aus Aschaffenburg das Kommando. Nur drei Minuten nach der Chance von Jahic, konnte die Viktoria ihre Überzahl in Ertrag ummünzen. Die 62. Minute war gespielt als Pasqual Verkamp im Strafraum zu Fall kam und Schiedsrichter Berg sofort auf Elfmeter entschied. Eine sehr fragwürdige Entscheidung, war es doch ein handelsüblicher Zweikampf an der Torauslinie zwischen Jahic und Pasqual Verkamp, der den Ball ohnehin nicht mehr erreicht hätte. Björn Schnitzer nahm sich der Sache an und hob den Ball links oben ins Eck. Keine Chance für Rosenheim-Keeper Stockenreiter. In der 73. Minute zielte Aschaffenburgs Schnitzer zu genau. Aus knapp 20 Metern in zentraler Position nagelte Björn Schnitzer die Kugel an den rechten Pfosten. 

Das Spiel wurde immer intensiver. Aschaffenburg drängte auf den Ausgleich, aber Rosenheim stand defensiv noch diszipliniert und gut. Das Spielgeschehen verlagerte sich zwar in die Hälfte der Hausherren, jedoch wurden die Aschaffenburger nicht richtig zwingend. Bis zur 90+5. Minute! Dann sollte er doch fallen, der bittere Ausgleich aus Sicht der Rosenheimer. Eine Einzelaktion von Aschaffenburgs Spielmacher Daniele Toch musste herhalten. Toch hob den Ball vom linken Strafraumeck unhaltbar ins lange Eck. Ein starker Treffer, der die letzte Szene der Begegnung darstellen sollte. 

Ein bitteres Unentschieden aus Sicht der Rosenheimer, die bis zur Gelb-Roten das klar spielbestimmende Team waren und sich durch einen Sieg weiter von den Abstiegsrängen distanziert hätten. Als nächstes muss der TSV 1860 Rosenheim zum Kellerkind FC Augsburg II, der gegen den TSV Buchbach eine klare 4:0-Niederlage einstecken musste. 

Stimmen zum Spiel: 

Jochen Seitz (Trainer SV Viktoria Aschaffenburg): "In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz und haben keinen Zweikampf gewonnen. Zudem haben wir Markus Einsiedler überhaupt nicht in den Griff bekommen. In der Pause haben wir umgestellt, zudem hat uns der Platzverweis in die Karten gespielt. Wir haben dann Rosenheim eingeschnürt, aber unter dem Strich war es ein glücklicher Punkt für uns." 

Ogi Zaric (Trainer TSV 1860 Rosenheim): "Klar überwiegt kurz nach dem Spiel die Enttäuschung. Die erste Halbzeit war allerdings die beste Halbzeit meiner Mannschaft in dieser Saison. Wir wollten dann nach der Pause genauso weiter machen, haben uns allerdings bei der Gelbroten Karte nicht clever verhalten. Es fällt mir schwer, zum Elfmeter und zum 2:2, wo ich vorher ein Foul gesehen habe, etwas zu sagen. Es war auf alle Fälle eine sehr schwache Schiedsrichterleistung."

Das Spiel in der Statistik: 

TSV 1860 Rosenheim - SV Viktoria Aschaffenburg 2:2 (2:0) T

SV 1860 Rosenheim: Stockenreiter - Krätschmer, Lenz, Heiß, C. Wallner - Tobias, Räuber - Jahic (71. Mayerl), Einsiedler (90.+3 Merdan), Krüger (71. Neumeier) - Bosnjak - Trainer: Zaric. 

SV Viktoria Aschaffenburg: Neuberger - Zehnder (78. Fritsch), Dähn, Boutakhrit, Ech Chad (46. Verkamp), Cheron - Grünewald (59. Toch), Verkaj - Beinenz, Schnitzer - Harrer - Trainer: Seitz. Schiedsrichter: Berg (Landshut). 

Tore: 1:0 (31.) Einsiedler, 2:0 (44.) Krüger, 2:1 (64.) Schnitzer (Foulelfmeter), 2:2 (90.+5) Toch. 

Gelb: Krätschmer, Räuber / - Gelbrot: Bosnjak (51./wiederholtes Foulspiel) 

Zuschauer: 330. 

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