PM: Burghausen erwartet heute um 19 Uhr Aufsteiger Rain

Nach Derbypleite: Wiedergutmachung beim SV Wacker angesagt

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Lukas Aigner, der zuletzt angeschlagen war, wird heute wohl wieder mit von der Partie sein.

Burghausen - Beim Heimspielauftakt des SV Wacker Burghausen ist gleich Wiedergutmachung angesagt. Wenn Aufsteiger TSV Rain, der via Relegation in die Fußball-Regionalliga Bayern zurückgekehrt ist und deswegen erst jetzt einsteigt, am heutigen Freitag um 19 Uhr in der Wacker-Arena seine Visitenkarten abgibt, stehen die Gastgeber nach der 2:4-Auftaktpleite in Rosenheim schon etwas unter Erfolgsdruck.

Der Auftritt seiner Mannschaft hat Trainer Wolfgang Schellenberg ganz und gar nicht gefallen, gegen Rain soll der Dritte der Vorsaison ein ganz anders Gesicht zeigen. Zum einen werden wohl die zuletzt angeschlagen Kevin Hingerl und Lukas Aigner wieder mit von der Partie sein, zum anderen sollte sich der eingewechselte Julien Richter nachhaltig für einen Startelf-Einsatz empfohlen haben. 

Wer für Richter aus dem Team fallen würde, ist natürlich eine spannende Frage. Auch Christoph Maier war ja in Rosenheim nach der Pause ein belebendes Element. Bis auf Marius Duhnke und Thomas Winklbauer hat Schellenberg alle Mann zur Verfügung, angesichts der kommenden englischen Woche - mit dem Auswärtsspiel am Dienstag in Schweinfurt - ist Rotation ohnehin eine Möglichkeit etwas Kräfte zu schonen.

Noch interessanter ist freilich die Wahl Schellenbergs auf der Torhüter-Position: Gibt der Coach dem jungen Ludwig Zech die Möglichkeit sein wahres Können zu zeigen, oder bekommt der routinierte Egon Weber seine Chance. Ein zweischneidiges Schwert, denn patzt Zech erneut, dürfte seine Stellung im Kader nachhaltig beschädigt sein, nimmt ihn Schellenberg gleich aus der Schusslinie, so gilt Ähnliches. Das Risiko, dass der erfahrene Weber, der in Buchbach sein Können auf Regionalliga-Niveau einige Male unter Beweis gestellt hat, mit Nervosität zu kämpfen hat, ist zwar deutlich geringer, aber tendenziell wird wohl Schellenberg dem Ex-Löwen, für den ja Raif Husic weichen musste, eine zweite Chance geben.

Unabhängig von der Torhüterfrage muss sich die gesamte Mannschaft deutlich steigern und insbesondere die Fehler im Abwehrverhalten und bei den Standardsituation abstellen. Dass sie dazu in der Lage ist, hat sie ja in der abgelaufenen Spielzeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Gegner TSV Rain, dem seit 1976 kein Sieg mehr gegen Wacker gelungen ist, war zuletzt im November 2015 in Burghausen zu Gast und musste damals nach Treffern von Christoph Schulz und Benjamin Kindsvater eine 1:2-Niederlage einstecken. Aus der Startelf von damals sind bei Wacker neben Schulz nur die verletzten Duhnke und Daniel Hofstetter übrig geblieben. Muhamed Subasic und Hingerl waren im November 2015 nicht einsatzfähig. 

Prognosen über die Leistungsfähigkeit des Aufsteigers, der als Bayernliga-Vizemeister hinter Türkgücü München ins Ziel kam und sich in der zweiten Relegationsrunde gegen die DJK Gebenbach durchsetzen konnte, sind schwer zu treffen. In der Vorbereitung absolvierte die Mannschaft des neuen Cheftrainers Alex Käs – mit 26 Jahren übrigens der mit Abstand jüngste Coach der Regionalliga Bayern – insgesamt sieben Vorbereitungsspiele mit einer Bilanz von drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.

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MB.

Quelle: rosenheim24.de

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