Drittligist vermeldete erst am Dienstag die Vertrags-Verlängerung

Vertrags-Streit bei Türkgücü: Sarerer will weg – Verfahren vor dem Arbeitsgericht

Olympiastadion in München.
+
Am Samstag trifft Türkgücü München im Olympiastadion auf den MSV Duisburg.

Eigentlich schien alles in trockenen Tüchern, nachdem Türkgücü München den Vertrag von Sercan Sararer um ein weiteres Jahr dank einer Option im Vertrag verlängert hat. Doch der 31-Jährige will die Münchner verlassen. Jetzt droht Türkgücü eine Schlammschlacht, denn es läuft bereits ein Verfahren beim Amtsgericht.

München - Jetzt sorgt ein neues Thema für Aufsehen bei Türkgücü München. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, habe der Drittligist eine Option im Vertrag von Sercan Sararer gezogen, sodass der offensive Mittelfeldspieler noch ein weiteres Jahr bei den Münchnern bleibt. „Der Kontrakt des 31-Jährigen verlängert sich um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2022“, teilt der Klub mit.

„Sararer wird in der nächsten Saison nicht für Türkgücü München spielen“

Doch offenbar sieht das der Spieler anders. Sein Berater Michael Ruhnau widersprach nämlich der Pressemeldung von Türkgücü. „Sercan Sararer wird in der nächsten Saison nicht für Türkgücü München spielen“, sagte Ruhnau gegenüber dem Kicker und hat dabei offenbar den Bayerischen Fußball-Verband hinter sich, der die „Registrierung von Sercan für die nächste Saison abgelehnt“ hat.

Denn die im Vertrag verankerte Klausel zur Vertragsverlängerung konnte nur der Klub, nicht aber der Spieler ziehen. Dabei handelt es um eine einseitige Option, die steit Jahren nicht mehr gültig ist.

Kothny: „Es läuft bereits ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht“

Nun meldet sich aber auch Türkgücü zu Wort. „Das Bestreben von Türkgücü München ist es weiterhin, Sercan Sararer auch in der kommenden Saison zu halten. Das Arbeitspapier des Spielers, das die Option inkludiert, wurde bei Schließung des Vertrages mit Sercan und seinem damaligen Berater mehrfach ausgehandelt“, erklärt Geschäftsführer Max Kothny. „Nachdem die Gegenseite bereits vor der Optionsziehung juristische Schritte eingeleitet hat, haben auch wir unsere juristischen Berater beiseite geholt und es läuft bereits ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht.“

Mit Sararer, der mit der SpVgg Greuther Fürth und dem VfB Stuttgart in der Bundesliga spielte, würde Türkgücü München ihren besten Akteur verlieren. In 28 Spielen für den Aufsteiger erzielte der 31-Jährige zehn Treffer und ist der Top-Scorer des Teams.

ma

Kommentare