SVK: Auf nach München und richtig nachlegen

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Das nächste Spiel ist immer das wichtigste, diese Binsenweisheit trifft umso mehr auf die Situation des Fußball-Landesligisten SV Kirchanschöring, denn nach dem bemerkenswerten 4:0-Sieg im Topspiel über den starken FC Deisenhofen ist dieser Erfolg nur wirklich etwas Wert wenn die Männer von der Ache jetzt nachlegen. Und das wollen sie auch am Sonntag um 14:45 Uhr bei TürkGücu Ataspor München in der Bezirkssportanlage in der Fehwiesener Straße in Berg am Laim, der Heimspielstätte der Münchener, die zuletzt alles andere als eine uneinehmbare Festung darstellte. Ziemlich genau drei Monate liegt der letzte Erfolg zu Hause saisonübergreifend zurück, in dieser Spielzeit gab's für die Türken ohnehin nur einen Sieg gegen den FC Ismaning zu feiern. Da steht der SVK als Zweiter mit vier Spielen ohne Niederlage und zwei überzeugenden Siegen im Gepäck weitaus besser da und genau das hat man sich vorgenommen an der Ache. Die zuletzt gezeigte Konstanz und Stabilität auch gegen Ataspor abzurufen, dann stehen die Chancen schon mal sehr gut.

Verzichten müssen die Gelb-Schwarzen dabei auf den gesperrten Sebastian Leitmeier, der die Strafe nach seiner vermeintlichen Tätlichkeit aus dem Deisenhofen Spiel absitzt. Nach dem SPiel am Sonntag darf "Leiti" auch wieder mitwirken, das Sportgericht sprach die milde Strafe von einem Spiel aus. Trotzdem wird sich der Torjäger ärgern dieses Match zu verpassen schließlich traf er gegen Deisenhofen, der Treffer hätte ihm sicher Aufschwung gegeben, denn so richtig auf 100 % ist "Leiti" noch nicht, wobei man sich bei seiner Qualität keine Sorgen machen muss; das kommt noch, da ist man sich sicher in "Anschöring". Derweil müssen andere treffen und das klappte zuletzt gut. Stephan Schmidhuber, Christian Heinrich und vor allem Alois Strasser bewies zuletzt, dass auch er Tore machen kann. Zwei Stück erzielte Strasser in den letzten drei Partien.   Mölzl in komfortabler Position   Und auch Thaddäus Jell, zeigte sich zuletzt als Torschütze, wobei er eher für eine weiter Qualität im Kirchanschöringer Team steht. Nachdem er im Auftaktspiel 90 MInuten ran durfte, musste er im Match darauf gegen Hallbergmoos über die gesamte Dauer zusehen, im Training gab der defenisve Mittelfeldmann aber stets Gas und wurde dafür belohnt. Die letzten vier Partien absolvierte er über die volle Distanz, er wird so wohl auch gegen TürkAtaspor wieder mit Patrick Mölzl das Zentrum besetzen. Egal wen die Coaches bisher einsetzten, ein enormer Leistungsabfall war nicht zu beobachten, der Kader scheint also gerüstet zu sein um auch knifflige Aufgaben zu lösen und vor allem, und das zeigt sich auch in dieser Saison: Um sich gezielt auf den Gegner einzustellen, dafür bietet der variabel besetzte Kader ebenso die Möglichkeit. So wird am Sonntag erstmalig Max Vogl wieder im Kader sein, wobei seine Einsatzchancen wohl eher gering sind, nachdem die Offensivabteilung um Heinrich, Schmidhuber, Strasser und Manuel Omelanowsky zuletzt überzeugte.   Omelanowsky gilt übrigens als heißtester Kandidat den Platz von "Leiti" zu besetzen, das heißt dass er entweder ganz vorne spielen könnte, auf der "Zehn" oder auf Außen geht und dafür ein anderer in die Spitze rückt. "Schmidi" wäre als Haudegen und ebenso torgefährlicher Mann sicher eine Option. Man darf sich also überraschen lassen, welchen Plan und welche Elf Patrick Mölzl und sein Trainergespann Stephan Schmidhuber, Dominik Hausner und Torspielertrainer Thomas Zimmermann aus dem Hut zaubern wird. Der eher unbeliebte Anstoßtag Sonntag sorgt zwar für keine große Freude, allerdings kann der SVK so zusehen was die Konkurrenz in den Vortagen abliefert und auch wenn es noch früh in der Saison ist, so weit oben zu stehen fühlt sich für jeden Fußballer wunderbar an, weshalb man alles versuchen wird auf "Anschöringer" Seite dieses Gefühl aufrecht zu erhalten.   Er wird spielen und siegen wollen   In Berg am Laim gegen TürkGücü ist zwar eine unangenehme Aufgabe, doch die Mannschaft wirkt stabil und gut gerüstet ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Dahingehend wird Patrick Mölzl seine Männer schon eichen, Motivationsspritzen braucht er selbst übrigens nicht. Mölzls Vater Erhan Önal dürfte Fachmännern ein Begriff sein: Er war der erste Fußballprofi mit migrantischer Abstammung aus der Türkei. Vor seinem Wechsel zu den FC Bayern Amateuren, von denen er aus in die Profimannschaft schaffte und später auch im Europapokal der Landesmeister Erfahrung sammelte, kickte Önal beim SV TürkGücü Ataspor München. Letztes Jahr konnte sein Sohn Patrick verletzungsbedingt nicht witwirken. Am Sonntag kann er, und er wird siegen wollen...   Pressemitteilung SV Kirchanschöring

Quelle: rosenheim24.de

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