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Ergebnisse der ARD-Recherche

Schwarzgeld im Amateurfußball: A-Klassen-Spieler in Bayern kassieren etwa 600 Euro

Amateurfußball
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Im deutschen Amateurfußball gibt es nach Recherchen der ARD ein massives Finanzproblem mit Barzahlungen.

Im deutschen Amateurfußball fließen jährlich etwa 500 Millionen Euro Schwarzgeld. Das ergab eine Recherche der ARD und CORRECTIV. Dabei werden in Bayern selbst Spieler aus der A-Klasse gut bezahlt. Das sind die Ergebnisse der Online-Umfrage:

Wie eine Recherche der ARD ergeben hat, kassieren die Amateurfußballer in Deutschland rund 100 Millionen Euro pro Monat, hochgerechnet auf ein Jahr wären das mehr als eine Milliarde Euro. Davon soll aber rund 500 Millionen Euro Schwarzgeld sein.

60.2 Prozent der Spieler haben bereits einmal oder häufiger Geld erhalten

Mehr als 10.000 Fußballerinnen und Fußballer nahmen an der einer Online-Umfrage im „CrowdNewsroom“ von CORRECTIV teil, aus der die Ergebnisse anschließend hochgerechnet wurden. Erstmals kann also im Detail aufgezeigt werden, wie das Geld im Amateurfußball gezahlt wird.

Von den 8.085 männlichen Spielern zwischen 18 und 39 Jahren, die an der Umfrage teilnahmen, gaben 60.2 Prozent an, dass sie einmal oder häufiger Geld für das Spielen im Amateurverein erhalten. Dies beinhaltet einen Festbetrag pro Monat, aber auch eine Punkt- und Siegprämie. 36.9 Prozent gabe an, dass sie im Monat Oktober bezahlt wurden.

Die Spieler werden auch mit Sachwerten oder Dienstleistungen entlohnt. Das gaben 18.2 Prozent an. Dies sind beispielsweise Autos, Nebenjobs oder Baugrundstücke. Auch 170 Frauen haben an der Umfrage teilgenommen. Sie gaben indes an, dass Bezahlung im Frauenfußball selten eine Rolle spielt.

9.4 Prozent der A-Klassen-Spieler in Bayern werden bezahlt

Aber auch in den unteren Liegen kommt es vor, dass die Spieler für ihre Leistungen Geld erhalten. So liegt das mittlere Einkommen (Median) aus der fünfthöchsten Spielklasse bei 500 Euro. Auch ein Beispiel in Bayern zeigt die Ausmaße.

606 Euro kassieren die Spieler laut der Umfrage im Schnitt in der A-Klasse, in dieser Liga werden 9,4 Prozent der Akteure bezahlt. Bayerische Spieler erhalten auf Kreisebene ein höheres Gehalt als im Bundesdurchschnitt, wie der BR berichtet. Erst ab der Landesliga und darüber liegt der Freistaat darunter.

Die ARD-Dokumentation „Wenn das Geld im Umschlag kommt“, in der die Bezahlkultur im Amateurfußball aufgezeigt wird, wurde am Mittwochabend ausgestrahlt.

ma

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