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Klartext: Hey Funktionäre - So geht Relegation

Beinschuss-Redakteur Tobias Ruf lässt in dieser Woche die Relegation Revue passieren. Es könnte dabei alles so einfach und gerecht sein!

Wir alle fiebern am Ende einer langen Saison den Spielen der Relegation entgegen. Aufstieg, Jubel, Abstieg, Tränen Ratlosigkeit. . . wenn sich Releganten duellieren, ist alles geboten, was den Fußball so einzigartig macht.

Doch wer sagt eigentlich, dass diese emotionale Achterbahn über mehrere Wochen fahren muss? Müssen die Vereine tatsächlich vier oder gar sechs Spiele bestreiten, um Klarheit über die künftige Saison zu haben?

Dies ist nicht nur eine immense physische und mentale Belastung für alle Beteiligten, sondern auch ein klarer Nachteil gegenüber der Konkurrenz.

Wenn ich Tabellenzweiter werde, also frei nach Roman Weidenfeller "a grandios Saison gespielt habe", gehe ich in die Aufstiegsrelegation. Gelingt mir der Sprung in die höhere Liga nicht, habe ich vier Spiele mehr in den Knochen und entsprechend weniger Zeit, mich auf die neue Saison vorzubereiten.

Damit werde ich also für eine gute Saison bestraft!

Doch es geht auch anders. Wer miterlebt hat, wie der SV Schloßberg-Stephanskirchen in die Kreisliga aufgestiegen ist, hat ein Paradebeispiel dafür gesehen, wie Relegation wirklich geht.

Zwei Relegationsrunden mit insgesamt zwei Spielen auf neutralem Platz, hohem physischen Niveau, mit vielen Zuschauern und knisternder Atmopshäre.

Liebe Funktionäre, so geht Relegation. Da braucht es kein wochenlanges hin und her.

Wird Zeit, dass sich die Herren hinter den Schreibtischen mal intensiver mit den Bedürfnissen der Vereine auseinandersetzen, statt die Saison auf Teufel komm raus bis ins schier Endlose zu verlängern.

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