Von wegen jüngster Torschütze aller Zeiten...

Fußball-Betrüger schummelt sich 12 Jahre jünger - und verrät sich selbst

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Gourav Mukhi ist in Wahrheit gar kein "Wunderkind" des Fußballs...

Neu-Dehli/Jamshedpur - Von wegen "Wunderkind": Gourav Mukhi, angeblich 16 Jahre alt, erzielte im Oktober ein Tor in der Indian Super League und galt damit als jüngster Torschütze aller Zeiten in der indischen Profiliga. Doch in Wahrheit ist alles ganz anders:

Denn inzwischen hat sich herausgestellt, dass Mukhi bei seinem Alter ein "klein wenig" nachgeholfen hat. Bei seiner Vertragsunterzeichnung im September beim Erstligisten FC Jamshedpur behauptete er, im Jahr 2002 geboren zu sein. Knapp einen Monat später traf Mukhi bei seinem insgesamt dritten Liga-Einsatz gegen Bengaluru, wie die Bild-Zeitung berichtet, und galt damit als jüngster Torschütze aller Zeiten in der Indian Super League. Sein Teamkollege war unter anderem Ex-Premier-League-Star Tim Cahill, seines Zeichens auch langjähriger Nationalspieler Australiens. Die beiden gaben nach Mukhis großem Auftritt sogar gemeinsam ein Interview.

Doch seinen "Titel" ist Mukhi nun los. Wie Sky Italia berichtet, soll ihn ein ehemaliger Jugendtrainer beim indischen Verband verpetzt haben. Dazu soll sich der Spieler selbst in einem Interview verplappert haben, so dass letztlich heraus kam, dass der kleine Betrüger in Wahrheit wohl schon 28 Jahre alt ist.

Und auch der Traum vom Profi-Fußball ist für Mukhi damit erstmal vorbei: Der indische Verband (AIFF) reagierte nach dem Vorfall, entzog ihm seinen Spielerpass und verhängte eine sechsmonatige Sperre, wie auch ein Post auf Twitter belegt. Er dürfe erst wieder spielen, wenn endgültig geklärt sei, wie alt er wirklich ist, hieß es.

Besonders kurios: Unser Freund Mukhi hat in seiner Karriere wohl nicht nur einmal ordentlich geschummelt. Indische Medien berichteten, dass er vor drei Jahren bei einem Qualifikationsturnier für die U17-Weltmeisterschaft aus der indischen Mannschaft geflogen ist, weil er ein falsches Alter angegeben hatte. Dabei war der Bursche in einem Qualifikationsspiel bei einem 8:3-Sieg bester Mann auf dem Platz und hatte fünf Tore erzielt. Beim Fußballverband war der Vorfall danach anscheinend jedoch rasch in Vergessenheit geraten...

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