Günter Kern war bereits bei sieben Proficlubs tätig

Hertha BSC entlässt Labbadia - auch ein Trainer aus Berchtesgaden muss gehen

Günter Kern war von 2017 bis 2019 beim VfL Wolsburg erst als Rehatrainer dann als Athletiktrainer tätig.
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Günter Kern war von 2017 bis 2019 beim VfL Wolsburg erst als Rehatrainer dann als Athletiktrainer tätig.

Hertha BSC trennte sich aufgrund der bislang verkorksten Saison von seinem Trainer Bruno Labbadia. Dabei musste auch der gebürtige Berchtesgadener Günter Kern gehen, der unter Labbadia Athletiktrainer war. Der 62-Jährige war bereits bei sieben Proficlubs als Trainer tätig.

Berlin - Der Bundesligist Hertha BSC hat zuletzt viel Geld in die Hand genommen und wollte eigentlich in das internationale Geschäft einziehen. Doch nach 18. Spieltagen rangieren die Berliner auf dem 14. Tabellenplatz und stecken damit mitten im Abstiegskampf. Nur zwei Punkte trennt den Hauptstadtklub vom ersten Abstiegs-Relegationsplatz.


Kern war von April bis Januar Athletiktrainer bei der Hertha

Nun zogen die Berliner die Reißleine und trennten sich von Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz. Auch Günter Kern, geboren in Berchtesgaden und bis dahin Athletiktrainer bei der Hertha, musste gehen.


Konditionstrainer Günter Kern (l.), Trainer Armin Veh und Masseur Jörg Drill (r.) waren gemeinsam beim VfL Wolfsburg tätig.

„Wir wollen einen neuen Impuls setzen“, so Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Hertha. Der 62-Jährige kam erst im April des vergangenen Jahres zusammen mit Cheftrainer Labbadia zur alten Dame, nach knapp einem dreiviertel Jahr ist nun wieder Schluss. Nachfolger von Labbadia bei der Hertha wird der ehemalige Trainer Pal Dardai. Die Geschäfte von Michael Preetz übernimmt der Ex-Profi Arne Friedrich.

Die Karriere des Berchtesgadeners Günter Kern

Günter Kern ist in Berchtesgaden geboren und arbeitete bereits bei mehreren Proficlubs. Der 62-Jährige war Fitnesstrainer beim VfB Stuttgart, beim Hamburger SV und beim VfL Wolsburg. Bei den Wölfen war Kern zudem von 2017 bis 2019 erst als Rehatrainer und dann als Athletiktrainer angestellt. Zudem war er bei Eintracht Frankfurt Konditionstrainer.

Trainer Armin Veh (M) bei einem Training des VfL Wolsburg mit seinen Assistenten Achim Sarstedt (l) und Günter Kern.

Der gebürtiger Berchtesgadener stand auch bei ausländischen Clubs unter Vertag. So war er jeweils Konditionstrainer bei Olympique Marseille und Cerezo Osaka in Japan. 2002 eröffnete Kern in München ein Schnelligkeits-Zentrum. Der 62-Jährige ist der Bruder von Werner Kern, der in den Siebzigern sechs Jahre lang Co-Trainer beim FC Bayern München und anschließend Chefcoach des 1. FC Nürnberg in der 1. Bundesliga war.

ma

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