Skandal bei EM-Quali

Nach Rassismusvorfällen: UEFA vor Anklage gegen Bulgarien

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Die Partie zwischen Bulgarien und England musst zweimal aufgrund von rassistischen Äußerungen unterbrochen werden.

Die europäische Fußball-Union UEFA wartet noch eine offizielle Mitteilung ihrer Disziplinarkommission ab, um dann wohl, wie erwartet, Anklage gegen den bulgarischen Fußballverband zu erheben. Das teilte die UEFA am Dienstag, den 15. Oktober, mit.

Beim 6:0-Sieg der Engländer im EM-Qualifikationsspiel in Bulgarien hatten am Montagabend bulgarische Fans erneut für rassistische Entgleisungen gesorgt sowie unter anderem den Hitlergruß gezeigt. Das Spiel stand nach zwei Unterbrechungen kurz vor dem Abbruch.


Die Partie, in der Englands Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne diskreditiert wurde, wurde bereits vor teilweise leeren Rängen ausgetragen, weil bulgarische Fans schon im Spiel gegen den Kosovo im Juni durch rassistische Äußerungen negativ aufgefallen waren.

England kurz vor der Qualifikation

Jetzt droht den Bulgaren laut UEFA-Disziplinarreglement ein Geisterspiel ohne Zuschauer und eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Die Strafe könnte aber noch höher ausfallen, weil bereits beim EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien am 17. November 3000 Plätze leer bleiben müssen. Denn auch im Hinspiel am 10. Juni in Prag hatten bulgarische Fans für rassistische Zwischenfälle gesorgt.


Die "Three Lions" führten das Spiel trotzdem zu Ende und gewannen klar mit 6:0. Marcus Rashford (7.) brachte sein Team früh in Führung, Ross Barkley (20., 32.) und Raheem Sterling (45.+4) stellten noch vor der Halbzeit auf 4:0. Sterlings zweiter Treffer (69.) und Harry Kanes Tor zum 6:0 (85.) machten den Schlusspunkt. 

Damit steht England kurz vor der Qualifikation zur EM 2020, mit 15 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate auf dem ersten Platz der Gruppe A und hat - zwei Spieltage vor Schluss - vier Punkte Vorsprung auf Kosovo.

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dg (mit Material der dpa)

Quelle: rosenheim24.de

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