Siegtreffer beim Bundesligadebüt

Nach dem Last-Minute-Tor: Ist Zirkzee das neue Wunderkind beim FC Bayern?

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Joshua Zirkzee jubelt nach seinem Last-Minute-Siegtreffer gegen den SC Freiburg.

Freiburg/München - Joshua Zirkzee ist gerade einmal 18 Jahre alt und hat erst einen Bundesligaeinsatz vorzuweisen. Beim 3:1-Sieg des FC Bayern am Mittwochabend beim SC Freiburg erzielte er in der Nachspielzeit den Führungstreffer und ließ damit Spieler und Fans jubeln. Wir stellen den Jungspund des Rekordmeisters genauer vor.

Im Sommer 2017 entschied sich Joshua Zirkzee dazu, damals 16 Jahre alt, Feyenood Rotterdam zu verlassen und in die U17 des FC Bayern München zu wechseln. In seinem ersten Jahr in der Jugend des Rekordmeisters gelangen ihm 15 Tore in 16 Einsätzen in der U17-Bundesliga, dazu kommt ein Tor im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Borussia Dortmund. Zweimal durfte er sogar Erfahrung in der U19 sammeln. In der darauffolgenden Saison spielte er sowohl für die U19, als auch für die Reservemannschaft der Bayern in der Regionalliga. Mit vier Toren aus zehn Spielen hatte der Niederländer einen nicht unerheblichen Anteil am Aufstieg in die dritte Liga, in der Jugend gelangen ihm sogar zwölf Tore in nur 14 Einsätzen.


Erstes Profi-Tor gegen PSG

Wer Joshua Zirkzee auf Instagram folgt, der sieht in seinen "Stories" oft einen Teenager, der in seiner Freizeit gerne FIFA spielt oder mit seinen Kumpels Alphonso Davies und Chris Richards (FC Bayern II) die Basketballer der Münchner im Audi Dome unterstützt. Als er vergangene Saison nach seinem Traum gefragt wurde, antwortete er mit "Bundesligadebüt", darauf musste er aber noch bis zum Mittwoch warten. Immerhin: Im Sommer 2018 lief er das erste Mal für die Profis auf und erzielte direkt ein Tor gegen Paris Saint-Germain.


Siegtreffer mit dem ersten Ballkontakt

In dieser Saison war es dann endlich soweit: Nach 13 Spielen in der 3. Liga und fünf Spielen für die U19 - Zirkzee hatte mit vier Treffern in drei Spielen großen Anteil am Einzug der A-Jugend ins Youth League-Achtelfinale - durfte er bei den Profis mittrainieren. Hansi Flick zog ihn nach seiner Ernennung zum Cheftrainer zu den Profis hoch, genau wie Leon Dajaku, Sapreeth Singh und Oliver Batista Meier. Vergangene Woche feierte Zirkzee dann beim 3:1-Sieg gegen Tottenham sein Champions League-Debüt, am Mittwoch folgte sein erster Bundesligaeinsatz: Kurz vor Schluss wurde er beim Stand von 1:1 für Philippe Coutinho eingewechselt und traf prompt mit seinem ersten Ballkontakt zur Führung der Bayern. Trainer Hansi Flick war nach dem Spiel begeistert: "Er ist seit drei Wochen dabei, seine Entwicklung ist bemerkenswert. Heute hat er sich belohnt."

Damit hat sich der niederländische Juniorennationalspieler auf jeden Fall für weitere Einsätze empfohlen, seine Tore sprechen auf jeden Fall für sich. Doch ein Manko hat der Stürmer: Seine Disziplin. Bereits im U17-Finale 2018 flog er nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz, vergangene Saison sah er gegen Aschaffenburg die rote Karte und auch in der laufenden Spielzeit musste er das Spielfeld nach einer Undiszipliniertheit bereits vorzeitig verlassen. Trotz allem dürfte man die Nummer 35 des FC Bayern nun häufiger in der Bundesliga sehen.

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dg

Quelle: rosenheim24.de



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