Drama um Emmering - Majdancevic schießt 1860 zum Titel

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Der TSV 1860 Rosenheim hat den Titel

Um ein Haar hätte der TSV Emmering am Freitagabend die Sensation geschafft und den Sparkassenpokal gewonnen. Doch dann kam Danijel Majdancevic, erzielte drei Tore und sicherte seinem TSV 1860 Rosenheim den Titel.

Um ein Haar hätte der TSV Emmering am Freitagabend die Sensation geschafft und den Sparkassenpokal gewonnen. Doch dann kam Danijel Majdancevic, erzielte drei Tore und sicherte seinem TSV 1860 Rosenheim den Titel. Mit 3:2 siegte der Bayernligist in einem dramatischen Endspiel und wurde letztlich seiner Favoritenrolle gerecht.

Aus der Gaborhalle berichten Tobias Ruf und Manuel Bonke

Als die Finalpaarung TSV 1860 Rosenheim -TSV Emmering feststand, wurde auf den Tribünen der prall gefüllten Gaborhalle nur noch über die Höhe des 60er-Sieges diskutiert.

Doch was sich in den anschließenden 15 Minuten abspielte, war der pure Hallenwahnsinn mit einem dramatischen Ende.

Majdancevic bringt 1860 in Front

Der Underdog aus der Kreisklasse begann forsch und hatte gleich zwei gute Einschussmöglichkeiten. Doch 1860 blieb cool und ging durch Majdancevics ersten Treffer in Front.

Emmering ließ sich davon nicht beeindrucken und glich unter tosendem Applaus der Zuschauer durch Dominik Lohmaier zum 1:1 aus.

Breu bringt die Halle zum Beben

Als Christian Breu mit einer feinen Einzelleistung den Kreisklassisten sogar in Führung brachte, glich die Gaborhalle einem Tollhaus.

Vom Publikum beflügelt hatte die Mannschaft von Ernst Hablowetz zwei Großchancen auf die Vorentscheidung. Doch der starke 1860-Keeper Mario Stockenreiter konnte parieren und ebnete so den Weg für die Majdancevic-Gala.

Cleverness macht den Unterschied

Der 1860-Angreifer ist ein ausgewiesener Hallenspezialist, spätestens seit diesem denkwürdigen Endspiel ist das auch allen klar.

Gut fünf Minuten vor dem Ende glich der 27-Jährige zum 2:2 aus, um wenige Augenblicke später das entscheidende Tor zu erzielen.

Emmering durfte in der Schlussminute noch am Ausgleich schnuppern, musste sich aber letztlich der agbezockteren Mannschaft geschlagen geben.

"Das ist schwer in Worte zu fassen"

"Was heute hier passiert ist, ist schwer in Worte zu fassen. Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs, sie haben ein großartiges Turnier gespielt", sagte ein trotz der Finalniederlage begeisterter Hablowetz.

Dass dieser Stolz berechtigt ist, zeigte die Reaktion des Publikums. Der TSV Emmering wurde wie ein Sieger gefeiert und hat mit seinem couragierten und sympathsichen Auftreten für ein spektakuläres Ende eines bis dato eher nüchternen Sparkassenpokals gesorgt.

Kolbermoor enttäuscht

Denn der Titelverteidiger aus Kolbermoor musste bereits in der Gruppenphase die Segel streichen. Der Bezirksligist fand zu keiner Zeit in sein gewohnt sicheres Hallenspiel, unterlag in der Gruppe A dem TSV 1860 mit 0:2 und kam gegen Raubling nicht über ein 1:1 heraus.

Raubling trotzte im Eröffnungsspiel dem späteren Titelträger ein 0:0 ab und qualifizierte sich so fürs Halbfinale. In diesem musste sich die Siegmund-Elf dem TSV Emmering geschlagen geben. Raubling beendet das Turnier auf einem letztlich versöhnlichen dritten Rang.

Prien: Keine Chance im Halbfinale

Diesen erreichte der Bezirksligist durch ein 2:0 im Spiel um Platz Drei gegen den TuS Prien, der sich in Gruppe B als punkt- und torgleicher Zweiter hinter Emmering (ein Neun-Meter-Schießen ermittelte den Gruppensieger) für das Halbfinale qualifiziert hatte.

In diesem war Prien gegen 1860 chancenlos, die Mannschaft von Klaus Seidel siegte mit 5:1.

Den fünften Platz sicherte sich Kolbermoor mit einem 4:3 gegen den ASV Happing. Der Ausrichter der Finalrunde war als krasser Außenseiter an den Start gegangen und verkaufte sich phasenweise teuer.

"Rumpelfußball, Rumpelfußball, hey, hey"

Unter dem an der Beinschuss-Prognose angelehnten Schlachtruf "Rumpelfußball, Rumpelfußball, hey, hey", wurden die sympathsichen Happinger von ihren Fans getragen, mussten sich aber letztlich mit dem sechsten Platz begnügen.

Unter dem Strich bleibt eine erneut gelungene Veranstaltung, die die Zuschauer aus dem Spielkreis an allen Turniertagen in Massen in die Gaborhalle lockte.

Und unter dem Strich bleibt auch ein überragender Danijel Majdnacevic und der absolute Sieger der Herzen. Und der kommt aus Emmering.

Bester Spieler des Turniers: Christoph Kirchlechner (TSV Emmering)

Bester Torwart: Bernhard Sasjadvolk (TuS Raubling)

Quelle: rosenheim24.de

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