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Vorerst nur im Berchtesgadener Land

Verschärfte Corona-Regeln für Fußballer: „3G“ für Spieler, Zuschauer und Schiedsrichter

So war es im im Juli 2020: Die Ostermünchner Auswechselspieler mit Masen auf der Bank.
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So war es im im Juli 2020: Die Ostermünchner Auswechselspieler mit Masken auf der Bank.

Bei Spielen müssen alle Beteiligten – Spieler, Trainer, Schiedsrichter und alle Zuschauer – geimpft, genesen oder negativ getestet sein („3G“). Die verschärften Corona-Regeln für den Amateurfußball gelten vorerst nur im Berchtesgadener Land.

Rosenheim/Mühldorf/Berchtesgaden – Die Corona-Pandemie lässt die heimischen Amateurfußballer auch in der neuen Saison nicht los. Der Landkreis Berchtesgadener Land erreichte zu Wochenbeginn den dritten Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 je 100.000 Einwohner; deshalb treten dort verschärfte Regeln in Kraft.

Unparteiische können ausgetauscht werden

Für die Fußballer bedeutet das ab sofort: Bei Spielen müssen alle Beteiligten – Spieler, Trainer, Schiedsrichter und alle Zuschauer – geimpft, genesen oder negativ getestet sein („3G“). Kreisspielleiter Hans Mayer (Waging), der knapp außerhalb der Landkreisgrenzen wohnt, hat die Mannschaften in den betroffenen Spielklassen schon informiert. Unparteiische, die Bedenken hätten, dort Spiele zu leiten, könnten ausgetauscht werden, hat Schiedsrichter-Obmann Sepp Kurzmeier (Ramerberg) angekündigt.

Die Regelung gilt so lange, bis die Inzidenz zwischen Laufen, Bad Reichenhall und Berchtesgaden sieben Tage lang unter 50 liegt. Für Mannschaften aus dem Berchtesgadener Land, die auswärts in einem anderen Landkreis antreten, gelten die Beschränkungen nicht. Die anderen vier Landkreise, die zum Kreis Inn/Salzach gehören, sind von kritischen Inzidenzzahlen noch weit entfernt, liegen zum Teil unter 10.

Tattenhausen muss aussetzen

Der einzige bekannte Corona-Fall im heimischen Fußball-Kreis betrifft eine Mannschaft aus dem Landkreis Rosenheim. Beim SV Tattenhausen haben sich mehr als ein Dutzend Spieler infiziert; das Rosenheimer Gesundheitsamt verhängte deshalb eine Trainings- und Spielsperre, die zunächst bis Mittwoch (4. August) gilt. Danach muss neu getestet werden. Das Auftaktspiel der zweiten Mannschaft wurde verlegt, das Kreisklassen-Team hatte am ersten Spieltag ohnehin frei. Weil die Zeit von den Tests bis zum nächsten Wochenende zu knapp ist, wurden aber auch die nächsten beiden Spiele in der „englischen Woche“ (in Kolbermoor und gegen Croatia Rosenheim) verlegt.

Behörde hat die gesamte Mannschaft außer Gefecht gesetzt

Dabei hatte der SVT noch „Glück im Unglück“, dass die Behörde die gesamte Mannschaft außer Gefecht gesetzt hat. Denn der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat vor der Saison einen „Corona-Paragrafen“ in die Spielordnung eingefügt. Wer mindestens noch 13 einsatzfähige Spieler aufbieten kann, die in einem der letzten vier Punktspiele auf dem Spielberichtsbogen standen, muss antreten, sonst verliert er am grünen Tisch.

Vor dem ersten Spiel der Saison ist die Spielberechtigungsliste maßgeblich, auf der oft 25 Spieler und mehr stehen.

Nicht einsatzfähig ist, wer in Quarantäne ist oder einen positiven PCR- oder Schnelltest vorweist. Reine Corona-Verdachtsfälle, wie sie in der vergangenen Saison reihenweise für Spielausfälle gesorgt hatten, werden nicht mehr anerkannt. Sind weniger als 13 Spieler einsatzfähig, werden die fälligen Spiele verlegt.

TV Aiglsbach zum Zuschauen verdammt

In der Landesliga Südost war deshalb der TV Aiglsbach am Wochenende zum Zuschauen verdammt. Die Landesliga-Premiere des SSV Eggenfelden gegen den Mitaufsteiger aus der Hallertau wurde vertagt. Beim FC Mainburg war ein Corona-Fall entdeckt worden, gegen den die zweite Mannschaft der Aiglsbacher zuvor in der Kreisklasse gespielt hatte. Am Dienstag sollte der TVA in Holzkirchen antreten.

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