Beinschuss-Direkt: Kein Platz für Schönspieler und Egoisten!

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Matthias Pongratz (Mitte) ist ein akribischer und engagierter Arbeiter

Matthias Pongratz, neuer Trainer beim Bayernligisten Sportbund Rosenheim, gibt im Interview der Woche zu verstehen, was er von seinem Team erwartet, welche Gründe er hatte, das Sportbund-Angebot anzunehmen und was ihm im Fußball so gar nicht passt.

Matthias Pongratz, neuer Trainer beim Bayernligisten Sportbund Rosenheim, ist der heutige Gesprächspartner bei Beinschuss-Direkt. Der Fußballehrer gibt im Interview der Woche zu verstehen, was er von seinem Team erwartet, welche Gründe er hatte, das Sportbund-Angebot anzunehmen und was ihm im Fußball so gar nicht passt.   beinschuss.de: Matthias, du bist seit knapp einer Woche Trainer beim Sportbund. Wie sind die ersten Tage gelaufen?

Matthias Pongratz: Es waren intensive Tage, weil alles sehr schnell gehen musste. Es blieb nicht viel Zeit, um mir ein Bild von der Situation zu machen und um geeignete Maßnahmen zu treffen. Kompliment an die Spieler, die alle neuen Vorgaben im Spiel gegen Dachau auf dem Platz hervorragend umgesetzt haben.

Wie konnte der Verein dich letztlich überzeugen, das Amt anzutreten?   Pongratz: Der Sportbund befindet sich in einer schwierigen sportlichen Situation. Es ist eine Hersausforderung für mich, gemeinsam mit den Spielern den Klassenerhalt in der Bayernliga zu schaffen. Für mich ist es auch sehr reizvoll, nach dem TSV Buchbach und 1860 Rosenheim jetzt auch den dritten höherklassigen Verein in unserer Region zu trainieren und kennenzulernen. Ich freue mich darauf, mit den Verantwortlichen und Spielern des Sportbund zusammenzuarbeiten. Hast du den Bayernliga-Fußball in Rosenheim nach deinem Rücktritt bei 1860 weiter verfolgt, oder musst du die Liga ganz neu kennenlernen?   Pongratz: Die Bayernliga Süd ist mit der eingleisigen Bayernliga nicht mehr vergleichbar. Aber ganz neu kennenlernen muss ich die Liga nicht. Die halbe Dachauer Mannschaft besteht zum Beispiel aus Akteuren, dich ich aus der damaligen Zeit kenne.Noch 3 Wochen bis zur Winterpause, der Sportbund steckt im Abstiegskampf. Bleibt da überhaupt Zeit für eine Kennenlernphase?    Pongratz: Ich denke, wir haben uns schon jetzt recht gut kennengelernt. Nach vielen Gesprächen mit den Spielern habe ich einen sehr positiven Eindruck. Sie sind vom Charakter her einwandfrei. Sie wissen auch schon recht genau, worauf ich wert lege und können mir in den zwei verbleibenden Wochen zeigen, dass ich nach der Winterpause im Abstiegskampf auf sie bauen kann. Apropos. Die Pause dauert über drei Monate. Hast du schon konkrete Pläne für die Winterpause?  Pongratz: Nein, ich habe Pläne, wie wir in den nächsten zwei Spielen noch punkten können. Das wird schwer genug! Ab Ende Januar werden wir uns dann bestmöglich auf die letzten 13 Endspiele vorbereiten, um unser großes Ziel zu erreichen.Die Mannschaft hat in der bisherigen Saison viele Auf- und Abs durchlebt. Wie kriegt man Konstanz in eine solche Mannschaft?   Pongratz: Indem man möglichst viele Spiele gewinnt! Aber im Ernst: Erfolg im Fußball ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Fleiß und Arbeit. Als Trainer muss man das vorleben. Aber entscheidend ist immer noch die Mannschaft, denn die Punkte werden auf dem Platz geholt.Erzähl uns mehr vom Trainer Matthias Pongratz. Hast du eine klare Spielphilosophie? Oder passt du dich den Gegebenheiten an?   Pongratz: Glaubst du, dass es einen Trainer gibt, der keine Spielphilosophie hat? Meine vermittle ich meinen Spielern, nicht unbedingt der Presse. Nur so viel: Ich mag gute und effektive Fußballer, keine Schönspieler. Ich mag Mannschaftsspieler, keine Egoisten. Und meine Lieblingsspieler sind die, die ihren Mann stehen, wenn es eng wird.Wo willst du die Mannschaft am Saisonende spielerisch haben und welcher Tabellenplatz soll am Ende auf der Habenseite stehen?   Pongratz: Ein Blick auf die Tabelle dürfte diese Frage beantworten. Der Tabellenplatz ist mir egal. Das einzige, was für mich zählt, ist am Ende der Klassenerhalt in der Bayernliga.

Quelle: rosenheim24.de

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