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„Entschung ist lange gereift und wohl überlegt“

Nach fast sieben Jahren: Bernhard Slawinski gibt Münchner Kreis-Vorsitz ab

Bernhard Slawinski tritt nach fast sieben Jahren an der Spitze des Fußball-Kreises München zurück.
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Bernhard Slawinski tritt nach fast sieben Jahren an der Spitze des Fußball-Kreises München zurück.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Bernhard Slawinski stand sieben Jahre lang an der Spitze des Fußball-Kreises München, jetzt muss er diese Aufgabe abgeben. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich nicht einfach so aus dem Staub mache“, sagt der 54-Jährige. Mit Frank Ludewig hat Slawinski seinen eigenen Nachfolger bereits vorgeschlagen.

München - Bernhard Slawinski wird sein Amt an der Spitze des Fußball-Kreises München nach fast sieben Jahren aus zeitlichen Gründen aufgeben. „Für mich war immer klar, dass diese Periode als Kreis-Vorsitzender und -Spielleiter meine letzte sein wird. Ich gehe diesen vorzeitigen Schritt schweren Herzens, aber angesichts meiner großen beruflichen Verpflichtungen ist es eine Entscheidung der Vernunft, die in dieser für alle schwierigen Zeit lange gereift und auch wohl überlegt ist“, sagte der 54-Jährige bei einem Online-Seminar mit den Münchner Klubs, bei dem auch der neue, beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) angestellte und von der Stadt München mitfinanzierte Münchner Fußball-Koordinator Florian Ächter vorgestellt worden ist.

Slawinski schlägt Frank Ludewig als seinen Nachfolger vor

„Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich nicht einfach so aus dem Staub mache, dafür fühle ich mich dem Fußball viel zu sehr verbunden. Ich habe die vergangenen Monate, in denen der Ball pandemiebedingt nicht rollen konnte und in denen auch ich gesundheitliche Probleme durch das Virus hatte, ausgiebig genutzt, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Mit Frank Ludewig schlage ich den Gremien eine Person für meine Nachfolge vor, die wie ich ein Funktionärs-Quereinsteiger ist und seine fußballerischen Wurzeln als Verantwortlicher im Verein hat. Er verkörpert die Ideale an der viel zitierten Basis und vertritt diese auch. Und für mich steht außer Frage, dass ich diesen Übergang entsprechend begleiten, Frank einarbeiten und bei Fragen zur Seite stehen werde“, sagte Slawinski.

„Die Nachricht ist natürlich nicht schön“

Seit Monaten steht auch der oberbayerische Bezirks-Vorsitzende und BFV-Vizepräsident Robert Schraudner mit Bernhard Slawinski im Austausch und hat den personellen Umbruch eng begleitet. „Die Nachricht ist natürlich nicht schön, denn wir verlieren mit Bernhard einen wertvollen Menschen, der im alles andere als einfachen Münchner Ballungszentrum mit ganz viel Herzblut Großes für den Amateurfußball bewerkstelligt hat – alleine, wenn ich an sein herausragendes und rastloses Engagement bei der Integration ausländischer Mitbürger*innen durch den Fußball denke, wird er an vielen Stellen vermisst werden. Letztlich aber ist Bernhard keiner, der halbe Sachen macht, sondern seine persönliche Situation einzuschätzen vermag und konsequent handelt. Umso wichtiger ist es, dass er mit Frank Ludewig einen Nachfolger zur Berufung vorgeschlagen hat, von dem wir alle überzeugt sind, dass er den Fußball-Kreis München in eine gute Zukunft führen wird“, sagte Robert Schraudner.

„Haltet mehr zusammen denn je“

Satzungsgemäß muss Bernhard Slawinski nun seinen Rücktritt erklären und Frank Ludewig bis zu den Wahlen am nächsten Kreistag im Frühjahr 2022 vom BFV-Präsidium in das Amt berufen werden – der wohl vorbereitete Stabwechsel im Fußball-Kreis München könnte demnach bereits im März 2021 vollzogen werden. „Das sind Formalitäten, die ich natürlich auch erfüllen werde“, sagte Slawinski beim Online-Treffen mit den Münchner Vereinsvertretern: „Viel wichtiger aber ist es mir, es Euch als erste mitzuteilen und auch klar sowie ehrlich zu sagen, was mich zu diesem Schritt bewogen hat.“ Slawinski verabschiedete sich auf die ihn so charakterisierende Art: „Nicht nur für die Zeit, wenn der Ball wieder über unsere Fußballplätze rollen darf, habe ich abschließend noch einen großen Wunsch. Haltet mehr zusammen denn je, die kommende Zeit wird mit Teamgeist und Fairplay viel leichter zu bewältigen sein.“

Ludewig: „Bernhard interlässt große und tiefe Spuren“

Sein designierter Nachfolger Frank Ludewig ist Rechtsanwalt und Steuerberater, der 50 Jahre alte Familienvater hat einen Sohn und ist Mitglied bei der DJK Pasing und dem ESV München. Während der gebürtige Stuttgarter bis dato noch keine Funktion beim BFV bekleidet hat, war er bei seinem Heimatverein im Westen der Landeshauptstadt bereits Jugendleiter und Vorstand. „Bernhard hat mich schon vor geraumer Zeit angesprochen, wobei mir seinerzeit nicht klar war, was er vorhatte. Wir haben ganz viele Gespräche geführt und immer mehr festgestellt, dass wir in vielen Bereichen ähnlich ticken und gleiche Vorstellungen davon haben, was es bedeutet, Amateurfußball in und um München zu gestalten. Letztendlich war es dann aber für mich doch überraschend, als mir Bernhard Anfang Januar eröffnete, er habe während seiner krankheitsbedingten Auszeit entschieden, so schnell wie möglich aufzuhören. Dass ich für ihn einspringe, war schnell klar. Als Vorstand und Jugendleiter habe ich persönlich Bernhard als einen Menschen kennengelernt, der immer uns Vereine und unsere Bedürfnisse im Blick hatte. Für möglichst alle stets das Bestmögliche zu erreichen, war sein Antrieb und das soll auch meiner sein. Natürlich weiß ich, dass Bernhard große und tiefe Spuren hinterlässt, aber er hat mir klar zu verstehen gegeben, dass ich mit Vereinen und Kreis-Funktionären meinen eigenen Weg gehen soll. Ich bin sehr froh, dass ich ihn in der Zeit des Übergangs an meiner Seite weiß.“

Pressemitteilung Bayerischer Fußball-Verband

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