"Wir müssen uns in kleinen Schritten vorwärts wagen"

Wie geht es mit der Saison weiter? TSV Peterskirchen bezieht Stellung

+
Der Abteilungsleiter des Kreisligisten ist für die Fortsetzung der angebrochenen Saison.

Tacherting - Der Spielbetrieb ruht bis auf Weiteres im bayerischen Amateurfußball. Beinschuss.de hat beim Tabellenvierten der Kreisliga TSV Peterskirchen nachgefragt, ob die Saison zu Ende gespielt oder abgebrochen werden sollte.

Wie geht es weiter mit der Saison im Amateurfußball? Der Deutsche Fußballbund und der Bayerische Fußball-Verband haben mit einer Änderung der Spielordnung den Weg geebnet, dass die Spielzeit über den 30. Juni hinaus verlängert wird. BFV-Präsident Rainer Koch plädiert aktuell dazu, die Saison zu Ende zu spielen. Beinschuss.de hat bei Florian Otten, Abteilungsleiter des TSV Peterskirchen, nachgefragt, wie er zur aktuellen Diskussion steht.


Hallo Herr Otten, wie stehen Sie zu der Entscheidung, dass die Saison zu Ende gebracht wird?

Florian Otten: "Positiv. Wenn man irgendwann weiterspielen kann, dann sollte man auch die "angebrochene" Saison zunächst fertig spielen. Alle Beteiligten haben viel Zeit und Energie in ihre Leistungen die letzten Monate gesteckt, das Erreichte oder nicht Erreichte sollte schon noch was zählen. Egal ob eine Mannschaft nun weit vorne, im Mittelfeld oder im Abstiegskampf steckt. Ob die neue Saison dann erst verspätet, verkürzt oder gar nicht stattfinden kann, sollte zum jetzigen Zeitpunkt zweitrangig sein. Möglicherweise braucht es am Übergang Amateurfußball zu Profifußball Einzelfallentscheidungen, sollten die Profis deutlich früher in die neue Saison starten können."


Wäre ein Abbruch der Saison für Sie auch eine Lösung?

Otten: "Ein Abbruch sollte nur dann eine Lösung sein, wenn die Verzahnung der Spielpläne Amateurfußball zu Profifußball gar nicht mehr gelingt. Ich denke, wir haben da schon noch ein paar Wochen und Monate Zeit."

Der Bayerische Fußball-Verband gab am Donnerstag bekannt, dass in Bayern keine Geisterspiele im Amateurfußball stattfinden werden. Begrüßen Sie die Entscheidung?

Otten: "Geisterspiele hätten ein Anfang sein können. Nicht sehr attraktiv, aber zumindest rollt der Ball und die Jungs sind weg von der Playstation (lacht)."

Wie beurteilen Sie das Krisenmanagement des BFV?

Otten: "Der BFV kann letztlich auch nur auf das reagieren, was politisch vorgegeben wird. Weder die Politik noch der BFV waren in einer vergleichbaren Situation, das ist für alle Neuland. Von daher maßen wir uns nicht an, darüber zu urteilen. Ich wüsste nicht, was der BFV die letzten Wochen besser oder schlechter hätte machen können. Da müssen wir uns alle gemeinsam in kleinen Schritten langsam vorwärts wagen."

Danke für das Interview.

ma

Quelle: rosenheim24.de




Kommentare