Keine Saison 2020/21 im bayerischen Amateurfußball

FC Mühldorf: "Verstehen nicht, warum die Saison schon heute gestrichen wird"

Mühldorf - Keine Saison 2020/21 im Herren- und Frauenbereich im bayerischen Amateurfußball. Diese Nachricht sorgte am vergangenen Wochenende für Aufsehen und Diskussionen. Beinschuss.de hat beim Kreisklassisten FC Mühldorf nachgefragt, wie sie zu diesem Beschluss stehen.

Wie der Bayerische Fußball-Verband am Wochenende bekannt gab, wird es keine Saison 2020/21 im Erwachsenenbereich im bayerischen Amateurfußball geben. "Wir sehen die Absage der Saison zum jetzigen Zeitpunkt eher kritisch, insbesondere da eine verkürzte Saison 2020/2021 als gesetzt schien, als im April über die Fortführung/Abbruch der Saison abgestimmt wurde", sagt Robert Salzberger, 1. Vorsitzender des FC Mühldorfs.


"Ob die Entscheidung richtig oder falsch ist, wird sich zeigen"

Die Gründe, die für den BFV für den Ausfall der kommenden Saison gesprochen haben, sind, dass noch zu viele Spiele in der Liga und Pokal anstehen. Zudem sind noch Entscheidungsspiele um Auf- oder Abstieg am Ende zu absolvieren. Hinzu kommt, dass aufgrund der unterschiedlichen Wetterbedingungen in den Regionen nur bis Mitte November gespielt werden kann und Spiele unter der Woche nur die Ausnahme seien sollen. 

Warum der BFV bereits so früh den Ausfall der Spielzeit beschlossen hat, ist für den Kreisklassist nicht nachvollziehbar. "Ob die Entscheidung richtig oder falsch ist, wird sich zeigen. Falls eine zweite Welle der Corona-Pandemie kommt, dann kann sich die Entscheidung auch als goldrichtig erweisen, denn dann werden wir die Saison 2019/2020 erst im kommenden Frühjahr zu Ende spielen können", sagt Salzberger. "Da dies aber heute niemand sagen kann, verstehen wir nicht warum die Saison 2020/2021 schon heute gestrichen wird." 


"Pokalwettbewerb könnte die Motivation der Spieler und das Interesse der Zuschauer wecken"

Sollte die Saison 2019/20 früher beendet sein, soll kein Leerlauf stattfinden. Stattdessen soll es attraktive Zusatzangebote mit sportlichem Wert geben. Ob diese Modelle, die in den kommenden Wochen erarbeitet werden sollen, für den Kreisklassisten ausreichend seine könnten, lässt Salzberger offen: "Die Zusatzangebote sind noch nicht klar genug definiert, um das beurteilen zu können. Wir könnten uns aber schon vorstellen, dass man mit einem interessanten Pokalwettbewerb die Motivation der Spieler und das Interesse der Zuschauer wecken könnte."

Die Befürchtung, dass durch diese Entscheidung nun Spieler und Sponsoren den Verein verlassen könnten, teilt der FC-Vorsitzende nicht. "Aufgrund der langfristigen Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren fürchten wir hier wenig bis keine Einbußen. Auf der Spielerseite wird es davon abhängen, ob ein interessanter und spannender Wettkampfmodus für diese Zwischenphase gefunden wird", sagt Salzberger.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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