Schwarze Waldkraiburg-Serie hält auch gegen Ottobrunn an

Auch sein drittes Heimspiel innerhalb der letzten acht Tage konnte der VfL nicht gewinnen. Wieder reichte es nur zu einem 1:1. Die Gäste vom TSV Ottobrunn gingen nach einer halben Stunde durch einen verwandelten Foulelfmeter in Führung. Obwohl die Hausherren mehr vom Spiel hatten, dauerte es fast eine Stunde bis der Ausgleich fiel. Mathi Szczukas missglückte Flanke senkte sich unhaltbar ins lange Eck. Danach drängte der VfL zwar auf den Sieg, aber es kam nichts zählbares mehr dabei heraus. In der Nachspielzeit hätten die Münchener Vorstädter noch fast den Siegtreffer erzielt, was aber dem Spielverlauf nicht entsprochen hätte. Zwei Punkte aus drei Heimspielen ist definitiv zu wenig. Die Luft nach unten wird nun immer dünner.

Trotz gutem Fußballwetter, bei Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad, fanden nur 150 Zuschauer den Weg ins Jahnstadion. Coach Markus Gibis nahm nur geringfügige Änderungen zum Dienstagspiel vor. Jure Loboda saß zunächst nur auf der Bank, kam aber schon nach wenigen Minuten für Lukas Gaier, der sich ohne Fremdeinwirkung verletzte. Der VfL war von Beginn an bemüht, das Spiel zu machen und hatte in der achten Minute seine erste Möglichkeit. Nach einem Zuspiel von Loboda kam Mathi Szczuka im 16er zum Schuss, zog den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Kurz drauf versuchte es der agilste Mann der Gäste, Stefan Deuter, mit einem Schuss von der Strafraumkante, doch Doman Bozjak hatte kein Problem den Ball abzufangen.  Der VfL im Anschluss mit den höheren Spielanteilen, aber eine wirkliche Torchance konnte nicht heraus gespielt werden. Nach einem Freistoß des TSV war der Ball eigentlich schon geklärt, doch Deuter spitzelte noch einmal dazwischen, flankte in den Strafraum zu seinem Teamkollegen Andy Huber. Der war im Zweikampf mit Wahid Alemi, als Raimi Stuiber ein wenig ungestüm zur Hilfe kam. Huber ging zu Boden und Schiedsrichter Christian Maier zeigte auf den Punkt. Michael Huber trat an, verlud Bozjak und brachte den TSV 1:0 in Führung (31.). Zwei Minuten später hatte der VfL die Möglichkeit zum schnellen Ausgleich. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld heraus ging der Routinier Gerry Kukucska auf den Gästetorhüter zu, legte sich aber den Ball zu weit vor, so dass Franz Hadler klären konnte. Kurz vor der Pause noch ein Kopfball von Manuel Kraus, nach einer schönen Flanke von Liviu Pantea, doch auch er scheiterte.

Nach dem Wechsel zunächst die Gäste mit einem Freistoß, der aber nichts einbrachte. Im Gegenzug versuchte es Patti Keri mit einem Schuss aus 16 Metern, doch er zielte über das Tor. Nach knapp einer Stunde verlor Alemi im Spielaufbau den Ball an Huber, der passte auf Kilian Hanika, der den Ball aber aus bester Position verzog. Dann mal ein schneller Spielzug des VfL. Über zwei, drei Stationen kam das Leder zum aufgerückten Verteidiger Mathi Szczuka. Dem rutsche beim Flankenversuch der Ball über den Spann und senkte sich zum Erstaunen aller ins lange Eck. Damit hatte er wohl selbst nicht gerechnet, doch der Ball lag im Netz und der verdiente Ausgleich war gefallen (59.). Fünf Minuten später brachte Jure Loboda keinen richtigen Druck mehr hinter seinem Kopfball, nachdem sich Liviu Pantea schön durchsetzte und an den Fünfmeterraum flankte. Die Industriestädter waren fortan die spielbestimmende Mannschaft, kamen zu mehreren Eckbällen, aber wirklich zwingende Torchancen konnten sie sich nicht erspielen gegen die gut organisierte Ottobrunner Viererkette. Die Gäste hatten auch nur lediglich eine Chance durch einen Freistoß des Torschützen, bei dem aber Doman Bozjak kein Problem hatte. Fünf Minuten vor dem Ende versuchte es dann Jure Loboda noch einmal, doch er scheiterte erneut. In den letzten Sekunden wurde es dann noch einmal spannend. Freistoß für den VfL, Raimi Stuiober schlug die Kugel weit in den 16er. Die Ottobrunner konnten klären, starteten einen blitzschnellen Konter und plötzlich hatte Andy Huber sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, doch er traf das Tor nicht. Das hätte auch dem Spielverlauf nicht entsprochen.

Wieder konnte der VfL, wie bereits am Dienstagabend, nur einen Punkt holen. Nach dem 3:0 Sieg des TSV Kastl gegen unseren nächsten Gegner ESV Freilassing, wird die Luft zu den Abstiegsplätzen immer dünner. Noch ist der VfL zwei Punkte entfernt, aber die Konkurrenten haben ein Spiel weniger bestritten. Vielleicht gelingt der Gibis-Truppe ja die Überraschung gegen die angeschlagenen Eisenbahnnern. (güm)

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bezirksliga Ost

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare