TuS Raubling - ESV Freilassing 2:0

Bezirksliga Hammer - Raubling schlägt Freilassing

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Grenzenloser Jubel in Raubling. Sieg über Freilassing.
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Raubling - Was für eine dicke Überraschung in der Bezirksliga Ost. Der abstiegsbedrohte TuS Raubling hat am Freitagabend den souveränen Spitzenreiter ESV Freilassing mit 2:0 (0:0) geschlagen.

In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer im Inntalstadion ein eher behäbiges Spiel, das nur schleppend in Gang kam. Die Freilassinger waren zwar gleich von Beginn an klar überlegen, konnten ihre Dominanz jedoch nicht in Tormöglichkeiten ummünzen. Die Raublinger hingegen präsentierten sich äußerst vorsichtig und abwartend, standen extrem tief und attackierten gegen den Ball erst ab der Mittellinie. Nach vorne agierten sie ausschließlich mit langen steilen Bällen, die allerdings die zwei auf sich allein gestellten Sturmspitzen meistens nicht erreichten.

Der Tabellenführer blieb viel zu passiv und zeigte zu wenig Kreativität in der Offensive. Die Raublinger hingegen verrichteten ihre Arbeit sehr effektiv, standen solide in der Defensive und verschoben konzentriert. Das reichte aus, um die Eisenbahner nie in Schwung kommen zu lassen. Freilassing fand schlichtweg keine Lösungen. So sprangen bis auf zwei, drei bestenfalls Halbchancen auch keinerlei Möglichkeiten für die Grenzstädter heraus.

Viel Stückwerk und zwei Chancen aus dem Nichts

Service:

In der 28. Spielminute dann aus dem Nichts die Riesenchance für den TuS: Eine verunglückte Kopfballabwehr der Freilassinger Abwehr geriet zur perfekten Vorlage für die Gastgeber. Der Ball segelte parallel zum Fünfer und fand dort den mutterseelenallein stehenden Lukas Schöffel. Dessen Kopfball konnte Stefan Schönberger im Kasten der Gäste jedoch im letzten Moment entschärfen.

Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dann auch die einzige richtige Chance für den ESV: Nach einer hoch in den Sechzehner geschlagenen Flanke herrschte Verwirrung, Christian Niederstrasser köpfte, TuS-Torwart Maximilian Wunderlich kam nicht richtig an den Ball, die Kugel landete irgendwie bei Emre Ispiroglu. Sein Schuss wurde jedoch gerade noch geblockt. Somit ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Wenig Veränderung in Halbzeit Zwei

Die zweite Hälfte präsentierte sich über weite Strecken fast wie eine Kopie der ersten. Lediglich die Torgelegenheiten häuften sich ein wenig. Jedoch meistens nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach Standards.

In der 51. Minute stieg Michael Mayer nach einer Deiter-Ecke von links am Höchsten. Sein Kopfball in die linke untere Ecke sprang an den Pfosten und klatschte ins Feld zurück. Das hätte die glückliche Führung für den Tabellenführer sein können.

Raubling in den entscheidenden Momenten effektiver

Nach einer Stunde dann wie in der ersten Halbzeit urplötzlich Raubling mit einer einzigen Möglichkeit. Und die nutzten sie auch gleich: Mathias "Motte" Katotzka zog einen Freißstoß aus dreißig Metern halbrechter Position einfach mal direkt aufs Tor. Sein Strahl flog an Freund und Feind vorbei und schlug im linken unteren Eck ein (58.). 1:0 für Raubling.

Zehn Minuten später wieder Freilassing: Erneut war es Deiter, der eine Ecke von links hereinbrachte. Diesmal kam Niederstrasser zum Kopfball. Die Kugel verfehlte auch hier die lange Ecke denkbar knapp (68).

Die Sensation ist perfekt

Wenig später war es endgültig vorbei mit der Freilassinger Herrlichkeit. Nach einem Foulspiel kurz hinter der Mittellinie sah ESV-Abwehr-Ass Fabio Hopf die zweite Gelbe Karte und musste vom Feld (81.). Als auch noch Tormaschine Albert Deiter die gute Möglichkeit zum Ausgleich auf Vorlage von Alexander Triller aus dreizehn Metern freistehend liegen ließ, weil er nicht genügend Druck hinter den Ball bekam, waren eigentlich alle Messen gelesen (85.).

Nur die wackeren Raublinger hatten noch nicht ganz genug. Gegen nun völlig aufgerückte Eisenbahner fuhren sie den einzigen wirklichen Konter des Spiels. Julian Boddeutsch wurde steil geschickt, ging auf und davon, umkurvte auch den letzten Abwehrspieler und schob mit traumwandlerischer Sicherheit unhaltbar zum 2:0 Endstand ein (95.). Der TuS hatte tatsächlich die Sensation geschafft.

Quelle: rosenheim24.de

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