Was passiert bei einem Saisonabbruch?

Bruckmühler Aufstieg dank Quotientenregel? Forstinning erwägt rechtliche Schritte

Charly Kunze im Trikot des SV Bruckmhül
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Bei einem Saisonabbruch würde der SV Bruckmühl dank der Quotientenregel aufsteigen. Der Tabellenzweite VfB Forstinning würde leer ausgehen.

Bruckmühl/Forstinning - Die anhaltende Spielpause aufgrund der Corona-Krise hat immer noch kein Ende in Sicht. Ein pandemiebedingter Abbruch der Saison und somit auch die Entscheidung durch die Quotientenregel rückt immer näher. Der SV Bruckmühl wäre dabei Nutznießer der Regelung, der VfB Forstinning würde leer ausgehen.

Deshalb erwägt man im Forstinninger Lager bereits rechtliche Schritte, das berichtet die Ebersberger Zeitung. Der Abteilungsleiter des VfB, Thomas Herndl, fühlt sich ungerecht behandelt: „Das ist nicht gerecht, zumal wir die Rückrundentabelle anführen, ein schwächelndes Bruckmühl zuletzt zuhause besiegt haben und voll im Flow mit den Verstärkungen im Winter noch alle Möglichkeiten hatten, im Minimum über die Relegation in die Landesliga zu kommen“, so Herndl gegenüber der Ebersberger Zeitung.

Bruckmühl dank besserem Quotienten in die Landesliga?

In der Tat gewann der VfB im November 2019 mit 2:1 gegen den SV Bruckmühl und steht in der Tabelle nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenführer, der allerdings auch noch ein Spiel mehr zu absolvieren hat. Wie der BFV vor kurzem beschloss, würde man ein Meinungsbild der Vereine zum Saisonabbruch einholen, sollte bis zum 3. Mai kein geregelter Trainingsbetrieb stattfinden können. Dann greift die Quotientenregel und die erreichte Punktzahl wird durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt. Der SV Bruckmühl (2,14) würde dann die Saison auf dem ersten Platz beenden, Forstinning (2,00) bleibt auf Platz zwei. Da der BFV wohl auf Relegationsspiele verzichten will, geht der VfB also leer aus.

Forstinning erwägt rechtliche Schritte

Wie sich der VfB Forstinning entscheiden wird, weiß man noch nicht: „Stand heute kann ich nicht sagen, wie wir abstimmen würden. In diesem Fall würden wir uns auch erst die Meinung des Spielerrates einholen“, so der Abteilungsleiter gegenüber der Ebersberger Zeitung. Und über einen möglichen Aufstieg des SV Bruckmühl sagt Herndl: „Darüber, ob wir den Rechtsweg in diesem Fall einschlagen wollen, sind wir noch unschlüssig.“

dg

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