"Unerklärlich" - Böse Klatsche trotz 2:0-Führung

Aus Bad Aibling berichtet Tobias Ruf

Das ist ein herber Rückschlag im Abstiegskampf der Bayernliga Süd. Der TSV 1860 Rosenheim hat gegen das Schlusslicht von der SpVgg Unterhaching II trotz einer 2:0-Führung eine herbe Niederlage kassiert.

Die Rothosen, die zuvor vier Spiele ungeschlagen waren und zuletzt sogar zwei Siege in Folge einfuhren, unterlagen im Jahnstadion von Bad Aibling mit 2:5 (2:0) und zeigten am Sonntagnachmittag zwei völlig verschiedene Gesichter.

1860 begann engagiert und ging nach nur fünf Minuten durch Goalgetter Slaven Jokic in führung. Nicholas Helmbrecht setzte sich auf der linken Seite durch und bediente den Mittelstürmer mustergültig. Jokic schob in bester Torjäger-Manier aus kurzer Disatnz ein.

"Das macht mich ratlos"

Die Gäste ließen nicht locker, drängten weiter auf das Tor der SpVgg und hatten Gegner und Partie unter Kontrolle. Nach 36 Minuten köpfte Markus Einsiedler eine Helmbrecht-Ecke zum 2:0 für Rosenheim ins Tor, der dritte Sieg in Folge schien beschlossene Sache.

Dann allerdings brach die Mannschaft von Patrick Peltram komplett ein und gab die sicher geglaubten Punkte leichtfertig aus den Händen. "Ich kann mir das nicht erklären. Wie wir so ein Spiel auf diese Art und Weise verlieren, das macht mich ratlos", sagte der Coach im Anschluss an die Partie im Gespräch mit beinschuss.de.

Auch wenn eine Erklärung angesicht des eklatanten Einbruchs in der zweiten Halbzeit schwerfällt, die Ursachen sind schnell gefunden. Es mangelte den Sechzigern an Aggressivität, Konzentration und Präzision. Der TSV bekam vor allem im Mittelfeld keinen Zugriff mehr auf das Spiel, leistete sich viele schnelle Ballverluste und ließ sich all zu häufig von den temporeichen Angriffen der Hausherren überrumpeln.

Schorpp wird zum Unglücksraben

Hinzu kamen eine große Portion Pech und ein unsicherer Torwart Patrick Schorpp, der nach guten Leistungen in den vergangenen Wochen einen rabenschwarzen Tag erwischte. Das 1:2 ging klar auf die Kappe des Rosenheimer Schlussmannes, der einen Hachinger Kopfball bereits in den Händen hatte, die Kugel ihm aber über die Torlinie wieder aus den Händen rutschte.

Dieses unnötige Gegentor war der endgültige Wachmacher für ein Hachinger Team, das mit Sage und Schreibe elf !!! Profis aus der Drittliga-Mannschaft an den Start gegangen war.

Die SpVgg erhöhte von Minute zu Minute den Druck und glich in der 70. Minute durch Stefan Haas aus. Der Sturmlauf der Hausherren ging nahtlos weiter, 1860 war völlig von der Rolle und konnte der SpVgg nichts mehr entgegensetzen. Nur fünf Minuten nach dem Ausgelich brachte Jimmy Morton die Gastgeber in Führung, Marius Duhnke (80.) legte wenige Augenblicke später nach.

Freistoß-Tor aus über 40 Metern

Für den kröneneden Abschluss aus Hachinger Sicht sorgte kurz vor Spielende ernuet Haas, als er einen Freistoß von der Mittellinie über den indisponierten Schorpp zum 5:2-Endstand in die Maschen hob.

Mit der Niederlage hat der TSV den Sprung auf den Relegationsplatz verpasst, zum Ende der Hinrunde steht 60 Rosenheim weiter auf einem direkten Abstiegsplatz.

Quelle: rosenheim24.de

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