PM: TSV Nördlingen - SV Kirchanschöring

Verrückt! Ersatzkeeper Zmugg triff und beschert Anschöring Punkt

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Verrückt! Ersatztorwart Zmugg (Nr. 5) traf zur zwischenzeitlichen Führung für den SVK.

Nördlingen/Kirchanschöring. Ersatzgeschwächt reisten die Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring ins nördliche Schwaben zum letzten Saison-Spiel, dort erlebten die mitgereisten Fans eine ungewöhnliche Elf. 1:1 (0:0) hieß es am Ende dieser letzten Bayernliga-Begegnung vor 350 Zuschauern in der Gerd-Müller-Arena, beim Heimatverein des Bombers der Nation aus längst vergangenen Fußball-Zeiten.

Dabei wollten die Hausherren vom TSV 1861 Nördlingen ihren Saisonausklang vor heimischem Publikum feiern und hatten nach nur drei Minuten die erste große Chance nach einem Angriff über rechts, aber Stefan Schönberger im Kasten bewahrte den SVK vor einem Rückstand. Die Elf von Michael Kostner und Alex Harsch kam in Halbzeit eins öfter vor das Tor der Nord-Schwaben, die dickste Gelegenheit hatte Manuel Jung, aber da war Torwart Daniel Martin zur Stelle (20.). Die Nördlinger waren ihrerseits durch Alexander Schröter nach einem Pass aus dem Mittelfeld an der Führung dran (32.) und Daniel Holzmann scheiterte nach einem Konter über rechts (36.).

Nun folgte eine Geschichte, die wohl nur der Fußball schreiben kann: Max Willinger verletzte sich in seinem letzten Spiel vor dem Karriere-Ende und musste ausgewechselt werden. Da beim SVK nur Ersatzkeeper Dominic Zmugg und AH-Mann Gerhard Feil auf der Reservebank saßen, musste Zmugg für Willinger ein Spielertrikot überziehen (39.). Nach der Pause waren gerade zwei Minuten gespielt, da setzte sich Manuel Omelanowsky über rechts klasse bis zur Grundlinie durch, passte in die Mitte ans hintere Eck des Fünfmeterraumes und dort stand dann der eigentliche Ersatztorwart Zmugg und schob die Kugel aus der Drehung ganz cool ins lange Eck, zum 1:0 für den SVK im Donau-Ries (49.).

Während die Rieser nun reihenweise ihre verdienten Spieler mit Applaus der Zuschauer verabschiedeten, fiel der Ausgleich: Quasi aus dem Gewusel über rechts landete des Leder irgendwie im linken Teil des SVK-Tores, zum 1:1 (57.). Insgesamt wirkten die Kirchanschöringer aber aggressiver, die mehr wollten. Albert Deiter stand nach Hereingabe von Manuel Omelanowsky frei vor Torwart Martin, der aber glänzend reagierte (70.). Auf der Gegenseite glänzte wieder Schönberger, der gegen Alexander Schröter parierte (74.). Vier Minuten später war „Schönes“ erneut mit beiden Händen zur Stelle.

Kurz vor dem Schlusspfiff wurde Zmugg dann im SVK-Sturm abgelöst. Kostner und Harsch brachten AH-Spieler Feil als letzten und einzigen Ersatzspieler so quasi zu einem Jugendtraum, denn der hatte in seiner aktiven Zeit „in der Bayernliga spielen“ als Ziel auserkoren. Fast hätte der „Feili“ dann in der 88. Minute doch glatt den Siegtreffer erzielt, kam aber um Zentimeter nicht ans Leder (88.). „Wir haben uns hier gut präsentiert“ befand SVK Co-Trainer Harsch nach dem Schlusspfiff. Er sprach „läuferisch und spielerisch“ von einer „guten Leistung“. Mit dem 1:1 „können wir auch gut leben“. Harsch und Chef-Coach Kostner äußerten unisono der Mannschaft gegenüber „großen Respekt“, nicht nur heute unter „diesen Bedingungen“, sondern auch im Rückblick auf die ganze Saison.

TSV 1861 Nördlingen: Martin, Käser, Holzmann, Buser, Halbmeyer, Lamprecht (53. Michel), Raab (55. Mayer), Dewein (48. Meyer), Schröter, Geiß, Schmidt.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Ban, Peter, Streibl, Deiter, Willinger (39. Zmugg/ 86. Feil), Pöllner, Omelanowsky, Urban, Jung.

Zuschauer: 350.

Schiedsrichter: Mario Hofmann (SpVgg/DJK Heroldsbach-Thurn).

Tore: 0:1 Zmugg (49.), 1:1 Ban (57./ Eigentor)

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Pressemitteilung SV Kirchanschöring

Quelle: rosenheim24.de

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