FC Ismaning - SV Kirchanschöring

Kirchanschöring hadert nach deutlicher Niederlage mit dem Schiedsrichter

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Bereits nach zwei Minuten hätte der Unparteiische für ein brutales Foul an Tobias Janietz die rote Karte zeigen müssen.

Ismaning/Kirchanschöring - In der fünften Liga bleibt es weiterhin spannend. Am Karsamstag verloren die Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring vor 130 Zuschauern im Erich Greipl Stadion beim FC Ismaning mit 4:0 (1:0).

Wie hart dieser Nachmittag werden würde, musste SVK-Verteidiger Tobias Janietz schon in der 2. Minute spüren. Da holte ihn Ismanings Hugo da Silva Lopes ungestüm von den Beinen und der Täter sah, zum Entsetzen der SVK-Bank, nur den gelben Karton. Zwei Minuten später gingen die Ismaninger mit 1:0 in Führung, Maximilian Siebald setzte sich über rechts durch, passte zur Mitte und am hinteren Eck des Fünfmeterraumes konnte der Ex-Wolfratshauser Angelo Hauk beinahe unbedrängt die Kugel ins kurze Eck schießen (4.). Für SVK-Trainer Michael Kostner waren das zwei von drei „Knackpunkte“, die nicht gegebenen „klare rote Karte“ und bei dem „sehr schön herausgespielten“ Tor „haben wir auf der linken Seite geschlafen“.

Kirchanschöring fordert zweimal Strafstoß

Für das nächste Entsetzen auf der SVK-Bank sorgte Schiedsrichter Andreas Höcker, der nach einer Hereingabe von links durch Tobias Schild nicht auf Handelfmeter für die gelb-schwarzen Gäste entschied, sondern die Partie weiterlaufen ließ. „Der dritte Knackpunkt“ für Coach Kostner. Nachdem da Silva Lopes sich nochmals Foulspiel leistete nahm ihn Trainer Mijo Stijepic nach 17 Minuten vom Feld, während die SVK-Bank einen zweiten Elfmeter forderte, als sich Max Streibl im Strafraum durchtankte und festgehalten wurde. Auf der Gegenseite hatte der FCI wieder nach einem Vorstoß über rechts die nächste Gelegenheit, doch diesmal fand sich kein Abnehmer (20.). Der SVK kam mehrmals gefährlich vor das Ismaninger Tor, alle Angriffe waren jedoch im Abseits.

Kubina und Volland entscheiden die Partie

So früh wie die Führung fiel, so schnell gelang den Hausherren mit dem 2:0 die Vorentscheidung nach der Pause: Einen Freistoß von Tobias Killer setzte Clemens Kubina mit dem Scheitel rechts ins lange Eck (48.). Der SVK mühte sich, als Manuel Jung über rechts kam klärten die Hausherren in letzter Sekunde (61.), kurz darauf gelang dem eingewechselten Max Vogl nur ein Roller (63.). Das 3:0 folgte wieder nach einem Angriff über rechts, der Ex-Kotterner Robin Volland vollstreckte links neben dem Pfosten (65.). Selbst Albert Deiter blieb diesmal ein Tor verwehrt, zwar ließ er in der 70. Minute zwei Mann alt aussehen, sein Schuss war aber kein Problem für Torwart Sebastian Fritz.

Kirchanschöring will gegen Dachau den Klassenerhalt eintüten

Anders der FCI, wieder ein Freistoß von Killer, diesmal von rechts, David Tomasevic ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf per Kopf zum 4:0 (75.). Auf der Gegenseite landete ein Freistoß von Lukas Pöllner kurz vor Schluss nur am linken Außennetz (87.) und Streibl donnerte die Kugel volley aus 18 Meter über das Tor (90.). Für Kostner waren es „einfache Gegentore“ durch diese Standard-Situationen, der Sieg wäre für das „spielerisch bessere Team verdient“ gewesen. Diese zweite Niederlage in zwölf Spielen tat ihm besonders weh, weil „wir klar unterlegen waren“.

Sein Gegenüber Stijepic sprach seiner Elf „Mentalität, Aggressivität und Zweikampfverhalten“ zu, nur das würde im Abstiegskampf zählen. Ismaning habe nun seit Jahren mal wieder drei Spiele „zu null“ gespielt und reist am kommenden Samstag zum Abstiegskracher nach Sonthofen. Der SVK kämpft gegen Aufstiegsaspirant Dachau um die nötigen Punkte um den Klassenerhalt endgültig fix zu machen.

Michael Wengler

Quelle: rosenheim24.de

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