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Mit Auftaktsieg in die Englische Woche

Knapper Sieg für Samerberg gegen FT Rosenheim

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Samerberg - Ein Auftakt nach Maß gelang den Samerkickern am 1. Spieltag gegen die Rosenheimer Fritschi. Nicht nur wegen der zahlreichen Ausfälle (aufgrund Verletzungen bzw. beruflicher/urlaubsbedingter Abwesenheit) war man in die Partie gegen die Rosenheimer als klarer Außenseiter gegangen. Auch vor der Offensive der Gäste war höllischer Respekt angebracht, waren diese in ihren bisherigen Vorbereitungsspielen doch überdurchschnittlich oft vor dem gegnerischen Tor erfolgreich, bei der Generalprobe gegen unsere Nachbarn aus Neubeuern (ihres Zeichens immerhin im zweiten Jahr in Folge Kreisklassist), konnte man sage und schreibe 8 Stück im Netz der Inntaler versenken.

Demzufolge war die Marschroute von Coach Maurer sehr defensiv ausgerichtet. Es wurde versucht, die Räume in der eigenen Hälfte sehr eng zu machen und die Rosenheimer soweit wie möglich vom eigenen Tor fern zu halten. Dies gelang auch meist sehr gut, durch die tiefe Staffelung der Samerkicker wurden die Gäste oft dazu gezwungen, aus der eigenen Hälfte mit weiten Diagonalbällen zu agieren. Diese konnten aber fast ausnahmslos sehr gut von der Samerberger Abwehr um Interims-Aushilfs-Innenverteidiger-Chef Flo Osterhammer und „Neu“-Audi-Fahrer Berti „Audi 80 oda is a Audi 100 im Wert von 150 Euro ohne Tankfüllung“ Mangst gelesen und entschärft werden, klare Chancen waren dadurch in der ersten Hälfte Mangelware, auch wenn die Rosenheimer erwartungsgemäß mehr vom Spiel hatten.

Bei 2 - 3 gefährlichen Kontern konnten Dauer-Ebike-Fahrer/Dauerläufer/Dauersprinter/Dauergrätscher/Dauer-6er/Dauer-10er/Dauer-Irgendwie-Alles, Georg „Dollar“ Riedl und Teilzeit-Lucio Flo Osterhammer nur noch durch gelbwürdige Fouls gestoppt werden, auf der anderen Seite hatte der Rosenheimer Topstürmer Vadim Tregubov kurz vor der Pause die riesen Gelegenheit, sein Team mit 1:0 in Führung zu bringen, scheiterte aber freistehend am hervorragenden Keeper-Oldie Nico Langner. Dieser reagierte zurecht zunächst auch etwas verdutzt, als er direkt nach dem Spiel von unserem ehemaligen rechten Läufer, Christian „Kistei“ Staber, eher in Erwartung eines verdienten Walk-Off-Interviews bzw. zumindest eines netten Walk-Off-Plausches oder einer kurzen Gratulation, schroff gefragt wurde: „Wieso spuistn du eigentlich immer no?“. So geht man doch nicht mit verdienten, aktiven Spielern um, Herr Marad… äh Staber!

So kam es dann wie es kommen musste, die alte Fußballerweisheit, wer vorne die Chancen nicht macht usw. schlug wieder einmal knallhart zu. Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang den Samern die etwas glückliche, jedoch auch nicht ganz unverdiente Führung. Nach einem weiten Einwurf von Nebenerwerbs-Kugelstoßer Lukas Weiberg und einer Kopfballverlängerung von Riedl waren sich zwei Rosenheimer, bedrängt von "Phantom" Anton Schober, kurz vor dem 5er nicht ganz einig ob der Zuständigkeit, und so verlängerte Verteidiger Dennis Zapf die Kugel unglücklich mit dem Schädel ins eigene Gehäuse.

Dies war natürlich Balsam auf die in letzter doch eher häufiger geschundene, Samerberger Seele. Als sich dann auch noch pünktlich zur Halbzeit Capitano Andi Wiesholzer und Josef „Jupp“ Weyerer, direkt von einer 1-wöchigen Alpenüberquerung kommend, einsatzfähig zurückmeldeten, wurden die Hoffnungen auf eine Sensation immer größer (an dieser Stelle auch nochmal herzlichen Dank dafür, das ist keineswegs selbstverständlich!). Wiesholzer stabilisierte dann auch gleich von Anfang an das defensive Mittelfeld entscheidend mit. 

Praktisch mit dem Wiederanpfiff hatte Dollar Riedl das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber dann aus spitzem Winkel am Rosenheimer Schlussmann Andreas Schulze, weil er ihn nach eigener Aussage unbedingt „beinern“ wollte. A seidans Lupferl war do ausnahmsweise gscheida gwen! In der Folge rissen die Rosenheimer das Spiel wieder zunehmend an sich, Angriffswelle um Angriffswelle schwappte auf das Samerberger Gehäuse zu, so dass man sich innerhalb kürzester Zeit gefühlt 15-35 Ecken erwehren musste. Diese blieben jedoch alle mehr oder weniger harmlos, so dass die Null weiterhin Bestand hatte. 

In der 72. war es dann Abteilungsleiter Anton Schober persönlich, der nach einem mustergültig gespielten, man möchte fast sagen Bilderbuchkonter, das 2:0 markierte. Für den vorhergehenden, gewonnen Zweikampf zeichnete Andi Wiesholzer verantwortlich, der die Kugel auf Miche „Mocco“ Maurer weiterleiten konnte, dieser setzte sich dann unwiderstehlich auf der linken Seite durch und behielt den Blick für den mitgelaufenen Schober, der wenig Mühe hatte, den perfekten getimten Querpass zum vielumjubelten 2:0 in die Maschen zu jagen. 

Aber wer schon einmal ein paar Spiele der Samerkicker verfolgt hat der weiß, dass es bei uns eigentlich kaum mal ein Spiel ohne Spannung gibt. Und leider trat auch dieses Mal diese Befürchtung ein. Die nie aufsteckenden Rosenheimer bekamen in der 86. Minute einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen, den Kapitän Florian Bergmann schön über die Mauer zum 1:2 Anschlusstreffer zirkelte.

Doch es sollte an diesem Abend reichen für die Samerkicker, die Mannen um den sehr bemühten, jedoch oft glücklosen Rosenheimer Kapitän Tregubov konnten das Spielgerät nicht mehr im Samerberger Tor unterbringen, und so war der erste Dreier der Saison unter Dach und Fach. Unter dem Strich hatte man natürlich eine ausreichende Portion Glück, aber die kämpferische Leistung der personell arg gebeutelten Samerkicker machte den Sieg auch nicht ganz unverdient und verdient vollste Anerkennung.

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WSV Samerberg

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