Von den Badeflächen zur Weinbergaussicht

Griessee „to go“: Anfängerfreundliche Tour im Alpenvorland

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Immer wieder gelangen wir auf unserer Tour ans Ufer.

Obing – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Parkplatz am Griessee zur Weinbergaussicht.

Mit einer Fläche von 9,2 Hektar gehört der Griessee nicht zu den größten Seen im Landkreis Traunstein. Seine Tiefe von maximal 11,6 Metern ist auch nicht gerade beachtlich, ebensowenig seine Lage in einem Talkessel. Und dennoch erfreut sich das Gewässer zwischen Obing und Seeon vor allem im Sommer großer Beliebtheit: Dadurch, dass der Griessee ein Moorsee ist, kann er sich im Sommer derart aufheizen, dass er in Puncto Wassertemperatur dem Tachinger/Waginger See große Konkurrenz macht. Aber auch im Herbst ist er allemal einen Ausflug wert: Einerseits wegen den bunten Wäldern, durch die wir uns bewegen, andererseits wegen der Weinbergaussicht, die uns einen schönen Blick über das Alpenvorland bis zu den heimischen Bergen eröffnet.


Die Wanderung im Überblick

Berg/Gipfel: Fehlanzeige.

Höhenmeter der Wanderung: Circa 50 Höhenmeter.


Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz am Griessee, zu erreichen über eine Stichstraße von der Straße zwischen Neustadl und Großbergham.

Gehzeit: Dreiviertel Stunde bis Stunde.

Schwierigkeit: Einfach.

Einkehrmöglichkeiten: Keine.

Wann sollte man aufpassen? Besondere Vorsicht sollte man walten lassen, wenn man sich im Naturschutzgebiet bewegt.

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 5/5 Punkte: Nicht zu lang, dafür besinnlich und ein Schuss Aussicht ist auch noch mit dabei: Eine perfekte Tour für Einsteiger.

Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Für Familien macht einerseits auch die Kürze die Würze aus, andererseits sind die Wege meist breit und somit auch für Kinderwagen gut zu begehen.

Für Hunde geeignet? 5/5: Sofern man sich an die Anleinpflicht hält, kommen auch Hundebesitzer hier auf ihre Kosten.

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 2/5: Rund um den Griessee ist quasi keine Aussicht gegeben, lediglich an der Weinbergaussicht lassen sich beispielsweise Watzmann und Hochkalter erkennen.

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Eine Tour für alle: Ob Kind, Rentner, zu Rad, zu Fuß, mit Hund oder alleine nach Feierabend: Die Tour ist aufgrund ihrer Beschaffenheit für jeden zu erledigen!

Herbstliches Flair: Dann, wenn die Badesaison endet und sich die Blätter zu färben beginnen, zeigt der Griessee ein sehr schönes Gesicht. Dann lohnt sich eine Tour noch mehr.

Wald: Den größten Teil der Tour bewegt man sich durch den Wald. Einerseits hat man es immer schön schattig, andererseits ist der Erholungswert mehr, wenn man zwischen den Bäumen unterwegs ist.

Auf zur Aussicht!

Unser Start befindet sich schon fast direkt am See, circa 50 Meter zum Ufer hätten wir noch vom Parkplatz aus. Wir gehen allerdings noch nicht ans Ufer, sondern gehen links und passieren eine Schranke. Kurz darauf betreten wir das Naturschutzgebiet, denn in der moorigen Landschaft rund um den Griessee leben auch geschützte Tiere wie die Kreuzotter oder der Hochmoor-Perlmuttfalter. 

Bald schon gelangen wir an die wenigen sanitären Einrichtungen des Sees mit anschließendem Seezugang. Hier herrscht im Sommer wohl am meisten Betrieb, da das Ufer hier breiter als anderswo ist, außerdem führen mehrere Stege ins Wasser hinein. Nun gehen wir eine scharfe Links- und eine weniger scharfe Rechtskurve und gelangen alsbald an eine Kreuzung: Sowohl rechts als aus geradeaus können wir an die Weinbergaussicht gelangen, geradeaus ist der Weg aber etwas schöner, weswegen wir nicht nach rechts abbiegen. Ein Toteisloch lassen wir links liegen und in mäßiger Steigung geht es nun nach oben. 

Zur Weinbergaussicht am Griessee

Von der Weinbergaussicht hat man eine schöne Aussicht über Seeoner See bis zu den Alpen. © Simon Schmalzgruber
Wir starten am Parkplatz, von dem es wenige Meter an den See sind. © Simon Schmalzgruber
Wir wollen aber zumindest zur Weinbergaussicht und müssen dafür die Schranke passieren. © Simon Schmalzgruber
Nun betreten wir Naturschutzgebiet. © Simon Schmalzgruber
Hier und da ergeben sich auch schöne Blicke über den See. © Simon Schmalzgruber
An alten Sanitärgebäuden vorbei... © Simon Schmalzgruber
...erreichen wir bald die eigentliche Badefläche. © Simon Schmalzgruber
Die schöne Herbststimmung verleitet zum Verweilen. © Simon Schmalzgruber
Nach einer scharfen Linkskurve geht es weiter. © Simon Schmalzgruber
Nun können wir entscheiden: Rechts oder geradeaus? © Simon Schmalzgruber
Wir entscheiden uns für geradeaus. © Simon Schmalzgruber
Ein weiteres Toteisloch in dieser seereichen Region. © Simon Schmalzgruber
Jetzt ein kleiner Anstieg. © Simon Schmalzgruber
In 0,9 Kilometern ist unser Ziel schon erreicht! © Simon Schmalzgruber
Noch einmal... © Simon Schmalzgruber
...über Wiesen wandeln... © Simon Schmalzgruber
...dann in den Wald hinein. © Simon Schmalzgruber
Unser Ziel ist gleich erreicht! © Simon Schmalzgruber
Jetzt noch einmal links... © Simon Schmalzgruber
...und einmal rechts... © Simon Schmalzgruber
...und wir sind da! © Simon Schmalzgruber

Immer wieder kommen uns Schilder unter, die uns die restliche Entfernung zum (vorläufigen) Endpunkt anzeigen. Nach einer kurzen Etappe im Wald geht es jetzt auf einer Wiese weiter, bei schönem Wetter lassen sich hier die Berge des Chiemgaus, wie zum Beispiel Hochgern oder Kampenwand, erkennen. Bald wechseln wir aber wieder in den Wald. Nun ist das Ziel nicht mehr fern! 

Von der Weinbergaussicht hat man eine schöne Aussicht über den Seeoner See

Wir folgen dem Wegweiser, gehen geradeaus und gelangen an eine weitere Kreuzung: Nun links abbiegen und gleich wieder rechts (zum Glück helfen uns die Schilder enorm bei der Wegfindung) und nicht mal fünf Minuten später ist die Weinbergaussicht erreicht! Wir genießen das Panorama über den Seeoner See mit dem Kloster bis hin zu den Alpen, machen uns aber auch Gedanken über den Rückweg: Entweder können wir über den gleichen Weg zurück, oder wir umrunden den Griessee. An der Stelle sei allerdings gesagt, dass man dies nicht bei Einbruch der Dunkelheit machen sollte, da die Funkabdeckung dort suboptimal und ein Verlaufen quasi vorprogrammiert ist.

Die passende Bekleidung und Ausrüstung zum Wandern und für andere Outdooraktivitäten, finden Sie bei McTREK im Aicherpark Rosenheim.

Alle Regeln und Vorschriften zum Thema "Wandern in Zeiten von Corona" findet Ihr in diesem Artikel.

Bitte beachtet die Regelungen, die für die Bekämpfung der Corona-Krise vorgeschrieben wurden. Diese sind dringend notwendig, um ein sicheres und angenehmes Bergerlebnis für alle zu gewährleisten.

Simon Schmalzgruber

Quelle: rosenheim24.de



Rund um den Abtsdorfer See

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Zur Weinbergaussicht am Griessee

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