Die wichtigsten Regeln 

Wandern zu Corona-Zeiten: Was ist erlaubt, was nicht?

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Oberbayern - Corona-bedingt gibt es derzeit noch einige Beschränkungen, auch in der Freizeitgestaltung im Freistaat. Viele zieht es daher in die Berge. Doch auch hier gelten Regeln. Das müsst Ihr beim Wandern alles beachten:

Wie der Deutsche Alpenverein bekannt gibt, sind die Menschen seit einigen Wochen wieder im normalen Umfang in den Alpen unterwegs. Etwa zeitgleich mit dem Beginn der Pfingstferien durften die Hütten in Bayern ab dem 30. Mai wieder Übernachtungsgäste willkommen heißen. 


Ab Freitag, den 12. Juni findet Ihr wieder jede Woche um 15 Uhr unseren Wander-Tipp auf der Seite. Doch einfach so kann man derzeit nicht losziehen. Über das richtige Verhalten in den Bergen klärt der DAV auf seiner Homepage auf. Es ist absolut notwendig, diese Regeln einzuhalten.

Allgemein gilt: Planung und Rücksicht sind das A und O! Gerade bei schönem Wetter sind einige Gebiete in den Alpen regelrecht überfüllt, Vorbeugung ist also wichtig, um das Chaos zu verhindern. 


Vier goldene Regeln beim Wandern zu Corona-Zeit

1. Alternative Routen planen: Im Idealfall meidet man derzeit die Hotspots und wählt Gipfel mit breitem Plateau. Oft reicht es auch, andere Anstiege auf den Berg zu nehmen. Ein erhöhtes Risiko sollte man aber auf keinen Fall eingehen, um anderen aus dem Weg zu gehen. Auch terminlich kann man den Massen ausweichen: Unter der Woche oder gleich morgens ist noch am wenigsten los. Auch weniger "populäre" Berge zu wählen kann helfen, die Dichte zu entzerren.

2. Rücksicht nehmen: Gerade bei der Anreise kann es zu unübersichtlichen Situationen kommen. Daher ist wichtig, nur erlaubte Parkplätze zu nutzen, platzsparend einzuparken, keine Einfahrten oder Privatgelände zuzustellen und fair und freundlich zueinander zu sein.

3. Keine unnötigen Risiken: Rettungseinsätze sind durch die Corona-Krise aufwändiger und riskanter für die Rettungskräfte geworden. Auch deshalb gilt jetzt besonders: Im Idealfall bleibt man deshalb bei der Tourenauswahl beim eigenen Leistungsvermögen und reduziert dadurch das Risiko eines Notfalls.

4. Abstand halten: Mindestabstand ist überall Programm. Beim Sport ist der aber großer als sonst, hier gilt: man muss zwei Meter Abstand voneinander halten, auch beim Wandern. Einen Absturz oder einen Verstoß gegen den Naturschutz sollte man aber nicht riskieren. Besser ist es, den Weg vorausschauend zu begehen und vor Engstellen zu warten, um entgegenkommende Wanderer passieren zu lassen.

Detaillierte Empfehlungen des DAV zum Bergsport unter Coronabedingungen gibt es hier.

Der Naturschutz gilt auch zu Corona-Zeiten

Obwohl man auch in den Bergen Abstand halten soll, sollen die Wege sich jedoch nicht künstlich verbreitern oder Abkürzungen zum Standard werden. Auch sind Bergwiesen sensible Natur, die sich nicht für Picknicke eignen. Um die Natur weiter zu schützen gilt: Keinen Abfall zurücklassen, Lärm vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt lassen, Schutzgebiete respektieren. 

Hütten: Einkehr und Übernachtungen eingeschränkt

Eine Liste mit Hüttenöffnungszeiten gibt es hier. Nehmt am Besten vor dem Antritt der Wanderung Kontakt zur Hütte auf, um sicher zu gehen, dass sie auch auf hat. 

Ansonsten gilt: Biwakschachteln sind kein Ersatz für geschlossene Hütten, sondern für Notfälle gedacht. Die Winterräume bleiben geschlossen. In den bayerischen Alpen ist es nicht erlaubt, geplant im Freien zu übernachten. Man muss aber zwischen campen und biwakieren unterscheiden. Die ausführlichen Regeln für die bayerischen Alpen und die angrenzenden Regionen gibt es hier. In Notfällen und Zwangslagen ist das Übernachten im Freien demnach erlaubt.

Gebiets- oder Alpenüberquerung sind bedingt möglich. Wegen beschränkter Reservierungskapazitäten sind Gebietsüberquerungen etwas komplizierter als sonst. Touren zu planen, die nicht überlaufen sind, oder im Tal zu übernachten, können aber helfen, diese trotzdem zu ermöglichen.

Regeln beim Hüttenaufenthalt in Bayern

Es gilt eine uneingeschränkte Reservierungspflicht! Ohne vorherige Anmeldung gibt es keinen Schlafplatz.

Lasst euch vor Antritt der Wanderung nochmal die Reservierung bestätigen. Es kann sein, dass auch Reservierungen, die vor einiger Zeit von der Hütte bestätigt wurden, so nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

Packt einen Mund-Nasen-Schutz ein. Auf einigen Hütten müsst ihr auch einen eigenen Schlafsack, Kissenbezug und Bettlaken mitbringen.

Die räumlichen und zeitlichen Abläufe variieren von Hütte zu Hütte und müssen vor Ort geklärt werden. 

In jedem Raum dürfen maximal zwei Hausstände übernachten. Für die Waschräume wird es Belegungspläne geben.

Regeln bei der Einkehr

Detaillierte Infos für Tages- und Übernachtungsgäste für Bayern und Österreich findet Ihr hier.  

Auf den bayerischen Hütten gilt das gleiche wie in Restaurants und Cafes. Es muss 1,50 Meter Mindestabstand eingehalten werden. Mund-Nasen-Schutz ist überall Pflicht, auch draußen. Nur am Tisch darf man ihn abnehmen. Man muss seine Kontaktdaten hinterlassen. Stellt Euch auf Wartezeiten ein und bleibt gelassen. 

jv

Quelle: rosenheim24.de



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