E-Transporter mit Schwächen

Elektro-Sorgenkind mit Feuergefahr: Neuer Rückruf von Tausenden Streetscootern

Einst Hoffnungsträger, mittlerweile ein bisschen aufs Abstellgleis geraten: Streetscooter der Deutschen Post
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Einst Hoffnungsträger, mittlerweile ein bisschen aufs Abstellgleis geraten: Streetscooter der Deutschen Post.

Die Deutsche Post hat wieder Probleme mit dem E-Transporter der eigenen Tochter Streetscooter. Wegen Brandgefahr müssen Tausende Fahrzeuge in der Werkstatt überprüft werden.

  • Der Elektro-Transporter Streetscooter bereitet der Deutschen Post erneut Probleme.
  • Rund 12.000 Modelle werden aufgrund von Brandgefahr einem Rückruf unterzogen.
  • Bereits in den vergangenen Jahren gab es bei dem Elektroauto Schwierigkeiten.

Bonn - Aufgrund von Problemen mit der Batterie musste die Deutsche Post bereits Rückrufe für den Streetscooter in die Wege leiten. Nun hat das Transportunternehmen neue Schwierigkeiten mit dem Elektro-Transporter. Bei dem Fahrzeug der Tochter Streetscooter GmbH ist ein weiterer potenzieller technischer Defekt aufgetreten, der schlimmstenfalls zu einer Rauch- und Hitzeentwicklung führt.

Streetscooter: Deutsche Post beordert Tausende Modelle in die Werkstatt

Daher müssen in Deutschland fast 12.000 Modelle des Streetscooter in die Werkstatt gerufen werden. Weitere Länder sind mit weniger als 400 Ausführungen betroffen, führt das Portal Kfz-Betrieb aus. Von dem Streetscooter-Rückruf sind sowohl Nutzfahrzeuge der Baureihe Streetscooter WORK sowie der Langversion WORK L betroffen. 


Zu den Gründen der Brandgefahr äußerte sich ein Sprecher am Samstag, demnach basieren die Probleme bei dem geräumigen Stromer auf einer Beschädigung am Niedrigvoltspannungs-Ladegerät sowie der Isolation eines Kabelstrangs. Eine Gefährdung für die Fahrer sei den Angaben zufolge allerdings nicht vorhanden - vielmehr handele es sich um einen freiwilligen Rückruf* und nicht vom KBA angeordnet.

Deutsche Post: Streetscooter hatte bereits 2018 Probleme mit Brandgefahr

Die Streetscooter-Modelle* werden hauptsächlich von der Deutschen Post genutzt, jedoch nicht ausschließlich: Es gibt weitere Kunden, welche auf die Dienste des Elektroautos setzen. Viele der betroffenen Modelle mit Bauzeit bis Sommer 2019 wurden mittlerweile von der Post selbst untersucht - lediglich ein Bruchteil habe die entsprechenden Schwachstellen aufgewiesen. Gibt es einen Zusammenhang der Schwachstellen mit den 2018 aufgetretenen Batteriebränden beim Streetscooter? Laut Deutsche Post nein.

Die Produktion der Streetscooter-Modelle bewegt sich ohnehin dem entgegen: Anfang 2020 gab die Deutsche Post bekannt, die Fertigung des Elektrotransporters bald einzustellen. Branchenübergreifend verzeichnet die Kfz-Branche die meisten der gemeldeten Rückrufe*.

Ein anderer Fall bewegt die Polizei: Betrüger locken über Ebay-Kleinanzeigen Verkäufer in eine Falle und luchsen ihnen mehrere hundert Euro ab. Das LKA Niedersachsen warnt vor dem Trick. So erkennt man die fiese Masche. (PF mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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