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Gas- und Ölpreise auf Rekordniveau

Heizkosten explodieren: Müssen Mieter jetzt höhere Vorauszahlungen leisten?

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Verbraucher müssen mit höheren Vorauszahlungen auf Nebenkosten rechnen.

Gas- und Ölpreise sind auf einem Rekordniveau: Vermieter und Vermieterinnen geben diese an ihre Mieter weiter. Lässt sich ein Kostenschock vermeiden?

Der Herbst ist da, die Temperaturen fallen. Für viele heißt es schon im September, die Heizung anzuschmeißen. Sehr zum Verdruss der Verbraucher. Denn gleichzeitig explodieren Gas- und Strompreise. Viele Energieversorger haben infolgedessen ihre Preise erhöht. Vermieter und Vermieterinnen reichen die Kosten für Heizung und Warmwasser an ihre Mieter und Mieterinnen durch. Nun heißt es: Geld sparen, um nicht bei der nächsten Abrechnung im kommenden Jahr ein böses Wunder zu erleben.

Heizkosten explodieren: Soll ich als Mieter jetzt höhere Vorauszahlungen leisten?

Der Deutsche Mieterbund geht davon aus, dass sich die Nachzahlungen im Abrechnungsjahr 2023 auf eine Höhe von bis zu zwei Monatskaltmieten belaufen können. Wie hoch diese aber tatsächlich ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das individuelle Verbrauchsverhalten der Mieter und Mieterinnen sowie, falls Vorauszahlungen geplant sind.

Bei einigen bleibt daher vorerst die Heizung noch aus. Um warm zu bleiben, kommen stattdessen Schichten an Pullis und Socken zum Einsatz. Doch der Winter kommt bestimmt – und dann wird das Heizen unvermeidlich. Manche Mieter und Mieterinnen haben bereits Aufforderungen zur Erhöhung ihrer Abschlagszahlungen auf die Nebenkosten vom Vermieter oder der Vermieterin erhalten, um die Preisanstiege zu decken, weiß der Deutsche Mieterbund. Die Höhe einer monatlichen Vorauszahlung ergibt sich aus dem Ergebnis der Jahresabrechnung, geteilt durch zwölf, heißt es weiter.

Heizkosten explodieren: Monatliche Vorauszahlung ist rechtlich erlaubt

Dazu hat der Vermieter oder die Vermieterin auch das Recht, nachdem er dem Mieter oder der Mieterin eine formal und inhaltlich korrekte Abrechnung über die Nebenkosten zugestellt hat. Das sollte in Textform, als zum Beispiel als Brief oder E-Mail erfolgen. Allerdings ist ihm das nur ein Mal pro Abrechnungsjahr erlaubt. Das bedeutet, dass der Vermieter oder die Vermieterin keine weitere Anpassung im laufenden Jahr vornehmen darf.

Abschließend ist es für Mieter und Mieterinnen empfehlenswert, die erhöhten Vorauszahlungen umgehend mit der nächsten Monatsmiete zu überweisen, damit es zu keinen Problemen kommt. Zuvor sollten Mieter und Mieterinnen dem Deutschen Mieterbund zufolge darauf bestehen, inwiefern sich die Erhöhung zusammensetzt. Dazu könnt Ihr auch fordern, sich Verträge und Rechnungen von Energiedienstleistern vorlegen zu lassen. Darüber hinaus muss der Vermieter oder die Vermieter glaubhaft versichern können, stets auf ein preisgünstiges Angebot zu achten.

Kleine Tricks helfen alten Heizungen

Nach zehn bis 15 Jahren gehen Thermostatventile an den Heizkörpern häufig kaputt. Foto: ZVSHK/dpa-tmn
Nach zehn bis 15 Jahren gehen Thermostatventile an den Heizkörpern häufig kaputt. Foto: ZVSHK/dpa-tmn © ZVSHK
Ein hydraulischer Abgleich kann sich nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Heizungen lohnen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn
Ein hydraulischer Abgleich kann sich nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Heizungen lohnen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn © ZVSHK
Der Fachmann erkennt, ob einzelne Teile oder die ganze Anlage ausgetauscht werden müssen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn
Der Fachmann erkennt, ob einzelne Teile oder die ganze Anlage ausgetauscht werden müssen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn © ZVSHK
Oft hilft schon der Austausch einer veralteten Umwälzpumpe, die Heizung effizienter zu machen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn
Oft hilft schon der Austausch einer veralteten Umwälzpumpe, die Heizung effizienter zu machen. Foto: ZVSHK/dpa-tmn © ZVSHK
Jens Hakenes arbeitet bei der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Foto: Marc Beckmann/co2online/dpa-tmn
Jens Hakenes arbeitet bei der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Foto: Marc Beckmann/co2online/dpa-tmn © Marc Beckmann
Helmut Bramann ist Hauptgeschäftsführer des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Foto: Christoph Papsch/ZVSHK/dpa-tmn
Helmut Bramann ist Hauptgeschäftsführer des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Foto: Christoph Papsch/ZVSHK/dpa-tmn © Christoph Papsch
Andreas Lücke ist Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Foto: BDH/dpa-tmn
Andreas Lücke ist Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Foto: BDH/dpa-tmn © BDH
Springt die Heizung im Winter nicht an, kann es in der Wohnung bitterkalt werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Springt die Heizung im Winter nicht an, kann es in der Wohnung bitterkalt werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose

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