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Corona dämpft den Kaufrausch

Sogar Zalando in der Corona-Krise: Online-Riese kündigt harte Änderungen an

Infolge der Corona-Krise treffen die Angestellten von Zalando heftige Sparmaßnahmen. Was die Unternehmensführung sonst noch versucht.

  • Der Onlineriese Zalando kämpft mit Umsatzeinbrüchen aufgrund der Corona-Krise
  • Das Unternehmen hat ein Sparpakte über 350 Millionen Euro beschlossen
  • Der Vorstand will auf 25 Prozent des Gehalts verzichten

Berlin - Die Corona-Krise dämpft die Kauflaune der Menschen. Nicht nur der stationäre Handel ist davon betroffen, auch Online-Riesen wie der Modeversand Zalando. Für das erste Quartal des laufenden Jahres erwartet das Unternehmen einen Betriebsverlust von deutlich mehr als 28 Millionen Euro und hat einschneidende Sparmaßnahmen beschlossen.

Zalando brechen durch die Corona-Krise die Einnahmen ein

Das Unternehmen will 350 Millionen Euro einsparen. Das bedeutet für die Mitarbeiter, dass die Gehaltserhöhungen ab Juli bis in den Januar kommenden Jahres verschoben werden, wie zuerst Business Insider berichtete.

Demnach will sich die Unternehmensführung an den Sparmaßnahmen beteiligen und das eigene Gehalt um 25 Prozent kürzen, das Gehalt der zweiten Managementstufe um 15 Prozent. Außerdem soll massiv an Werbeausgaben gespart werden. Aber auch in den Bereichen Logistik und Investition stehen Kürzungen an.

Zalando reagiert mit umfassenden Sparmaßnahmen auf Corona-Krise

„Wir haben ganzheitliche Maßnahmen definiert, um Kosten zu reduzieren und unsere finanzielle Stabilität zu gewährleisten“, sagte eine Sprecherin von Zalando gegenüber Business Insider. Auf diese Weise sollen vor allem Entlassungen vermieden werden, so die Sprecherin - und das, obwohl das Unternehmen bei Entlassungen bisher nicht zimperlich war.

Insgesamt zeigt sich das Unternehmen optimistisch, aus der Krise gestärkt hervorzugehen.  „Wir sind überzeugt, dass wir durch die Investitionen des letzten Jahrzehnts alle nötigen Voraussetzungen geschaffen haben, um diese Krise gut zu überstehen“, teilte die Sprecherin gegenüber Business Insider mit.

Vielleicht helfen dem Mode-Unternehmen dabei auch Kunden, die durch die Nachricht aufgerüttelt sind und sich wie Twitter-Userin Emmanuelle wundern: „Alle sitzen zuhause und shoppen online und #Zalando bekommt es hin, in der Zeit schlechte Zahlen zu schreiben?“, schreibt sie. „Wie machen die das?“

Ein Anzeichen dafür, dass das Unternehmen sich noch lange nicht geschlagen gibt, sind die andauernden Aktionen, um die eigenen Kunden in Zeiten der Ausgangssperre aufzubauen - aber auch Unternehmen zu stärken. So schloss sich der Online-Riese, der in der Vergangenheit mehrmals mit umweltfreundlichen Aktionen aufgefallen ist, jüngst mit dem globalen Netzwerk sozialer Unternehmer, Ashoka, zusammen, um weitere hilfreiche Ideen in der Corona-Krise zu fördern.

Laute Warnrufe kommen auch von Münchens Händlern.

Rubriklistenbild: © dpa / Bodo Marks

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