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Meinung

Weniger Rechte ohne Corona-Impfung? Laschet laviert

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
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Auch beim Thema Impfen macht Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet, was er am besten kann: die Abteiltür im Schlafwagen zur Macht fest verriegeln.

Mehr Druck auf Impfunwillige, wie von Merkels Kanzleramtsminister Helge Braun gefordert, lehnt der CDU-Chef ab. Um dann halblaut hinterherzuschieben, dass man im Herbst noch mal neu nachdenken müsse, wenn sich bis dahin immer noch zu viele Bürger nicht zur Impfung häen durchringen können und eine vierte Welle anrollt.

Einschränkungen ja, aber erst nach der Bundestagswahl

Ein typischer Laschet mal wieder. Aus dem Politiker-Kauderwelsch ins Hochdeutsche übersetzt heißt das: Es wird, etwa beim Restaurantbesuch, Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte geben – aber erst nach der Wahl. Bis dahin ist dem Kanzlerkandidaten das Eisen zu heiß.

Verständlich, wenn man auf die heftigen Proteste in Frankreich und vor allem Griechenland blickt, wo Impfgegner die Polizei mit Molotow-Cocktails bewerfen. Aber ein gutes Licht wirft es trotzdem nicht auf den Kanzlerkandidaten, wenn er sich bei einem weiteren zentralen Thema der Bundespolitik einfach wegduckt, sta seinen Führungsanspruch deutlich zu machen.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Es stünde auch Laschet gut an, den Erwachsenen ins Gewissen zu reden. Von deren Impfbereitschaft und Solidarität hängt es nämlich maßgeblich ab, ob Schülern im Herbst wieder Distanzunterricht droht und vor allem Kinder aus sozial schwachen Haushalten bei der Bildung weiter abgehängt werden. Oder ob die Intensivstationen der Kliniken trotz Corona genügend freie Been für notwendige Operationen etwa für Krebspatienten haben. Die Weichen dafür werden jetzt gestellt – und nicht erst dann, wenn Laschets Schlafwagen leise ins Kanzleramt gerollt ist.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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