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Dorothea Perkusic beantwortet Fragen rund um „Leben“ und „Liebe“

Mein Freund lässt immer mehr nach in seinen Bemühungen. Wie soll ich mich verhalten?

In unserer Service-Rubrik „Liebesfragen“ können unsere Plus-Abonnenten Dorothea Perkusic unter dem Betreff „Liebesfragen“ Fragen rund um die Themen „Leben“ und „Liebe“ stellen. Jeder Ratsuchende bekommt von der Einzel- und Paartherapeutin eine persönliche Antwort. Ausgewählte Fragen werden immer montags hier anonymisiert veröffentlicht.

Frage einer Frau: 

Ich bin seit einem Jahr in einer Beziehung. Mein Freund und ich haben uns völlig unverhofft kennengelernt und es hat sofort gefunkt. Ich war erst zurückhaltend, weil ich gerade eigentlich gar keine Beziehung wollte. Mein Freund hat sich aber so sehr ins Zeug gelegt, dass ich mich nicht lange „sträuben“ konnte. Der Beginn unserer Beziehung war fast magisch. Bis heute ist es sehr  schön, allerdings stört mich, dass mein Freund in einigen Bereichen stark nachgelassen hat und sich gehen lässt, wo es für mich gerne so bleiben hätte können und sollen. Zum Beispiel war er sehr ordentlich, hat total ausgefallen für mich gekocht und alles zelebriert, er war immer top gepflegt und aufmerksam. Mittlerweile ist es jetzt so, dass er zwar noch für uns kocht, aber eher  etwas, was schnell geht, er nimmt es mit dem Duschen nicht mehr so genau, also er duscht nicht mehr extra vor dem Sex, die Wohnung ist oft unordentlich. 

Mir ist klar, dass es nie genau wie am Anfang bleiben kann. Ein wenig Bedenken habe ich nun aber schon, wie das noch weitergeht. Ich traue mich nicht, das anzusprechen, ich möchte ihn nicht verletzen. Wie soll ich mich verhalten? 

Antwort von Dorothea Perkusic:

Selbst in die beste Beziehung schleicht sich irgendwann der Alltagstrott und eine gewisse Routine ein. Meist ist dies damit verbunden, dass auch Aufmerksamkeiten und Bemühungen nachlassen. In einem gewissen Maß ist das normal und auch notwendig. Der aufgeregte und meist hoch angesetzte Standard vom Beginn, wenn jeder sich in hellstem Glanze präsentieren will, ist auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten. Schließlich ist ein wenig Entspannung und Routine auch wichtig und es ist völlig legitim, Abende genüsslich in Jogginghose anstelle des Anzugs zu verbringen. Problematisch wird es, wenn der anfängliche Glanz sich nicht mehr aufpolieren lässt, weil das was glänzte nicht echt oder einfach weit über dem im Normalzustand gelebten Standard war. Sozusagen „aufgesetzt“. 

Sie sollten mit Ihrem Freund unbedingt darüber sprechen. Davon muss er sich nicht verletzt fühlen, schließlich hat er selbst den Maßstab zu Beginn hoch angesetzt. Es ist nur verständlich, dass Sie verwundert reagieren, wenn er anfangs gepudert und duftig auf sein Äußeres und Hygiene bedacht, nun womöglich kaum noch zum Zähneputzen zu bewegen ist. Das mag stark übertrieben  dargestellt sein, nur verdeutlicht es, worum es geht.  

Dorothea Perkusic auf Instagram 

Sie haben sich in das verliebt, was Sie kennengelernt haben. Wenn sich Ihr Fang nun als fragwürdig herausstellt und alles mehr „Schein als Sein“ war, sollten Sie unbedingt ansprechen, was Sie jetzt vermissen, was Sie stört und was Ihnen wichtig ist. 

Schließlich würde es Ihren Freund vermutlich auch stören, wenn Sie eine so stark nachlassende Verwandlung hinlegen würden. 

Ein bisschen Feingefühl dürfen Sie dafür schon aufbringen, immerhin macht der Ton die Musik. Erzählen Sie ihm, was Sie anfangs beeindruckt hat, was Sie so attraktiv und überzeugend fanden. Das wollen Sie nun nicht aufgeben müssen und ihn weiterhin anziehend finden. Das sollte auch in seinem Sinne sein und vielleicht braucht er nur einen kleinen Stups, weil es ihm gar nicht so bewusst ist. 

Fragen Sie ihn, ob auch ihm etwas fehlt und wie es möglich wäre, wieder etwas von der anfänglichen Magie zurückzuholen.

Sie haben eine Frage rund um die Themen Leben & Liebe?

Schreiben Sie an Einzel-, Paar- und Sexualtherapeutin Dorothea Perkusic. Alle Fragen werden beantwortet, ausgewählte anonymisiert veröffentlicht.

Dorothea Perkusic

Rubriklistenbild: © pixabay

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