Ein weiterer Weg zum Abnehmerfolg?

Intermittierendes Fasten – die Vor- und Nachteile

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Rosenheim - Der Trend, die Pausenzeiten zwischen den Mahlzeiten zu verlängern und somit auf 16 Stunden tägliches Fasten zu kommen, erfreut sich wachsender Beliebtheit. So auch in der Region.

Mit den Experten von Original Bootcamp, dem Marktführer im Bereich Outdoor Fitness und gesunder Lebensstil, haben wir uns für Sie über das Thema "Intermittierendes Fasten" unterhalten. Der Trend, die Pausenzeiten zwischen den Mahlzeiten zu verlängern und somit auf 16 Stunden tägliches Fasten zu kommen, erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Regelmäßige Mahlzeiten und zirka zweieinhalb bis vier Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten - das sind die Empfehlungen der Outdoorexperten, die sie auch in ihrem Ernährungskonzept aussprechen. Dass ihr Konzept funktioniert und den Körperfettanteil signifikant senken kann, haben sie in einer eigenen Studie bewiesen und mit unzähligen Erfolgsgeschichten aus den Kursen und Fitnessreisen untermalt. Doch wie heißt es so schön - viele Wege führen nach Rom? Und viele Wege führen auch zum Abnehmerfolg!

Denn auch wenn es Studien gibt, die den Erfolg regelmäßiger Mahlzeiten belegen, gibt es eben auch genauso viele Studien, die einen anderen Weg unterstützen.

Meistens bezieht sich Fasten nur auf einen sehr kurzen Zeitraum im Jahr, in welchem man sein Ernährungsverhalten nach dem jeweiligen Fastenplan umstellt. Es gibt jedoch eine ganz besondere Variante des Fastens, welche man zum täglichen Lebensbegleiter machen kann, um langfristige Erfolge zu erzielen: Es ist das so genannte intermittierende Fasten.

Tatsächlich ist diese unkonventionelle Form des Fastens ein guter Weg, um auch an Problemzonen effektiv Fett zu verbrennen. Es erfordert allerdings sehr viel Disziplin und ist nicht für jeden geeignet. Aber die Frühsportler unter Ihnen kennen das vielleicht: Auch ohne Frühstück vorm Sport kann der Körper Leistung abrufen und ein Training auf leeren Magen ist oft sogar angenehmer, als mit einer vorhergehenden Mahlzeit im Bauch.

Intermittierendes Fasten – wie funktioniert das?

Beim intermittierenden Fasten verlängert man den Zeitraum zwischen den Mahlzeiten, typischerweise die Stunden zwischen dem Abendessen und der darauffolgenden Mahlzeit am nächsten Tag. Die populärste und alltagstauglichste Variante ist es, auf das Frühstück zu verzichten und erst wieder zu Mittag zu essen. Wer beispielsweise bis 20 Uhr sein Abendessen beendet und erst wieder um 12 Uhr am nächsten Tag isst, macht eine 16-stündige Fastenphase gefolgt von einer achtstündigen Phase der Nahrungsaufnahme. Natürlich sind auch andere zeitliche Varianten denkbar.

Die Vorteile von intermittierendem Fasten

Die Vorteile, welche das intermittierende Fasten mit sich bringt, sind vielfältig und erreichen jeden Winkel des Körpers: Die Fettverbrennung ist erhöht, Entzündungsprozesse werden gehemmt, die Cholesterinwerte im Blut verbessern sich und im Gehirn werden vermehrt neue Nervenzellen produziert. So reduzieren sich altersbedingte Risikofaktoren, man nimmt leichter Gewicht ab und es liegt auch die Vermutung nahe, dass ein solches Ernährungsverhalten lebensverlängernd wirkt.

Natürlich benötigt der Körper Nahrung, aber der allzeit gedeckte Tisch unserer modernen Welt ist bei näherer Betrachtung ein Zivilisationsprodukt und weit entfernt von unserer ursprünglichen, natürlichen Lebensform. Schaut man nämlich zurück in die ferne Vergangenheit unserer Vorfahren, merkt man, dass Essen nicht jederzeit verfügbar war und die nächste Mahlzeit oftmals auf sich warten ließ bzw. mit Anstrengung erjagt oder gesammelt werden musste. Das vorübergehende Ausbleiben von Nahrung machte Menschen in mancherlei Hinsicht robuster und widerstandsfähiger. Zudem leuchtet es ein, dass ein Organismus, der ständig mit Verdauung beschäftigt ist, auch in gewisser Weise belastet ist. Eine Zeit nichts zu essen kann also auch Entlastung für den Körper bedeuten.

In unserer modernen Welt vertilgt man oft gerne mehrmals am Tag unbewusst und nebenbei den einen oder anderen Zwischensnack. Längere Zeit nichts zu essen bedeutet dagegen für viele Menschen subjektiv empfundenen Stress. Und tatsächlich ist es auch eine Art Stress für den Körper, denn unsere Zellen werden dabei in einem geringen Maße irritiert und gestresst. Und genau dies kann uns gut tun: Ähnlich wie beim Sport trainiert dieser milde Stress die Zellen und macht unseren Körper widerstandsfähiger gegen heftigere Stressfaktoren wie Krankheiten. Und tatsächlich werden Risikofaktoren für Alzheimer, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und viele weitere Erkrankungen durch eine gesenkte Mahlzeitenfrequenz gesenkt.

Für wen ist diese Methode geeignet?

Doch das heißt natürlich nicht, dass intermittierendes Fasten allgemeingültig sofort für jeden geeignet und gesund ist.

Jeder, der sich mit dem Gedanken befasst, diese potentiell sehr gesunde Methode des intermittierenden Fastens auszuprobieren, sollte zunächst sorgfältig sein Leben betrachten und prüfen, ob es der richtige Zeitpunkt ist, sein Ernährungsverhalten von Grund auf umzustellen. Denn gesund und ausgeglichen sollte man sein, wenn man startet - das ist das beste Rüstzeug, um alle Vorteile auszuschöpfen.

Intermittierendes Fasten als Abnehmmethode?

Intermittierendes Fasten wird heutzutage vor allem gerne genutzt, um erfolgreich Fettpölsterchen zum Schmelzen zu bringen. Durch die wenigen Mahlzeiten ist unser Insulinspiegel über den Großteil des Tages konstant niedrig und die Fettverbrennung kann somit auf Hochtouren laufen. Der besondere Vorteil: Auch das Fett in den Problemzonen wird in der kleinen Hungerperiode angegriffen. Es ist damit eine besonders gute Strategie für bereits schlanke Menschen, welche die letzten überflüssigen Pfunde verlieren und mehr Definition bekommen wollen.

Frühstück ja oder nein?

Diese Frage kann nur individuell beantwortet werden. Viele Kinder und auch Erwachsene wollen intuitiv morgens nichts essen. Dieser Intuition sollte man ruhig folgen und kann mit gutem Gewissen auf ein Frühstück verzichten. Andere sind so an ihr Frühstück gewöhnt, dass sie nur mit viel Aufwand etwas ändern könnten. Dies muss dann auch nicht unbedingt gut sein: Zum einen kann der Stressfaktor für diese Menschen ausgesprochen hoch sein, wenn sie ihr Frühstück lieben und plötzlich darauf verzichten sollen. Zum anderen besteht die Gefahr, dann im Anschluss beim Mittagessen extrem hungrig zu sein, richtig zuzuschlagen und viel zu viel zu essen. Zudem gibt es einige Menschen, die nur schwer große Mahlzeiten verdauen. Wer davon betroffen ist, sollte nicht die Anzahl der Mahlzeiten reduzieren, sondern lieber deren Qualität verbessern und darauf achten, kohlenhydratreduzierter zu essen, um nicht oft den Insulinspiegel ansteigen zu lassen. Dass wir Menschen allgemein nicht zwingend ein Frühstück brauchen und auch ohne viele Mahlzeiten zurechtkommen, zeigen nicht zuletzt zahlreiche Naturvölker, die eine große Hauptmahlzeit am späten Nachmittag oder abends zu sich nehmen.

Intermittierendes Fasten & Training: Die Empfehlungen

Grundsätzlich braucht man sich auch nicht zu scheuen, vor dem Training, nichts zu essen. Und tatsächlich ist das Training auf nüchternen Magen eine der besten Fatburning-Strategien überhaupt. Einige Menschen müssen sich aber wirklich erst daran gewöhnen, beim Training nur auf die Energiereserven ihres Körpers zurückzugreifen und nicht auf die direkte Energie aus der vorangegangen Mahlzeit

zurückzugreifen. Doch dies lohnt sich auf jeden Fall, denn wenn man erst einmal zu einem effizienten Energieverbrenner geworden ist, kann man auch „nüchtern“ auf hohem Niveau und ohne Leistungseinbußen trainieren. Nichtsdestotrotz: Dies ist neben einer notwendigen Gewöhnung auch vom individuellen Wunsch und Empfinden abhängig. Wem also beim Training auf nüchternen Magen flau wird, sollte unseren Artikel über die Ernährungsempfehlung vor dem Training lesen.

Den eigenen Weg finden

Intermittierendes Fasten ist unter allen Fastenformen vielleicht die natürlichste Art des Nahrungsverzichts, mit dem man dem Körper positive Reize schickt. Da die Nahrung ja nicht komplett ausbleibt oder bestimmte Lebensmittel gänzlich entzogen werden (wie bei vielen Diätformen), ist die Methode zudem recht alltagstauglich. In den ersten Wochen gilt es zu experimentieren: zu welchen Uhrzeiten nehme ich meine Mahlzeiten am besten ein? Lasse ich das Frühstück weg – oder doch lieber eine andere Hauptmahlzeit? Wie groß sollte meine Portion sein? In dieser Eingewöhnungsphase wird sich zunächst einiges ungewohnt, und womöglich auch mal unangenehm, anfühlen. Aber spätestens nach ein paar Wochen hat man dann seinen Weg gefunden und kann die Vorteile des intermittierenden Fastens voll genießen.

Tolle Rezeptideen und Informationen zu medizinischen Studien finden Sie hier.

Egal für welchen Weg Sie sich letztendlich entscheiden, bei der Ernährung gilt wie bei der WM - "Never change a winning Team". Wer seinen Ernährungsweg, vielleicht auch mit Hilfe des Original Bootcamps Ernährungskonzeptes, gefunden hat, der sollte natürlich dabei bleiben.

Zu einem kostenlosen Schnuppertraining in Rosenheim, Wasserburg oder Brannenburg sind sie jederzeit herzlich eingeladen. Suchen Sie sich auf folgender Seite einfach Ihren Wunschtermin aus.

Original Bootcamp

Quelle: rosenheim24.de

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