Im Gespräch mit Johannes Haas

Gesetzlich oder Privat?

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Kundenberater Johannes Haas

Seit Jahren fühlen sich gesetzlich Versicherte als Patienten zweiter Klasse. Wer nicht privat versichert ist, hat oft größte Schwierigkeiten, einen Termin beim Spezialisten zu ergattern. Dies soll sich nach dem Willen der Bundesregierung ändern.

Allerdings müssen die Patienten Zugeständnisse machen. Welche das sind und was man selbst in Bezug auf seine Krankenversicherung tun kann, darüber sprechen wir mit Johannes Haas von der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost.

Johannes Haas: Seit dem 25. Januar müssen die kassenärztlichen Vereinigungen Terminservicestellen zur zeitnahen Vermittlung von Facharztterminen bereitstellen. Dadurch soll sich die Situation von gesetzlich Versicherten verbessern. Der Auftrag lautet jedoch lediglich zeitnahe Termine zu vermitteln. Das heißt, es wird weder Wunschärzte, Wunschzeiten oder Wunschregionen geben.

BGLand24: Wenn die privaten Krankenversicherungen so viel besser sind, bietet sich doch der Wechsel in eine private geradezu an.

Johannes Haas: Das geht leider nicht so einfach. Arbeitnehmer sind in der Regel zunächst in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Sie können erst dann in die private Krankenversicherung wechseln, wenn ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt die jeweils gültige Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet. Das sind in diesem Jahr 56.250 Euro brutto. Aber auch, wer weniger verdient, kann seinen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz, der ja bekanntlich nur eine Grundversorgung sicherstellt, durch individuelle Ergänzungen aufwerten. Das ist beispielsweise in den Bereichen Zahnbehandlung, Heilpraktikerbehandlung, Brillen und Sehhilfen oder auch beim Krankentagegeld möglich. Von der Möglichkeit, Privatpatient auf Krankenschein zu werden, machen immer mehr Versicherte Gebrauch.

BGLand24: Welche Vorteile bietet dann die private Krankenversicherung?

Johannes Haas: Das zweite Bein im deutschen Gesundheitswesen sind die privaten Krankenversicherungen. Sie sind für Selbstständige, Freiberufler, Studenten und die bereits genannten Arbeitnehmer mit Bruttoeinkommen von mehr als 56.250 Euro gedacht. Sie bieten bereits ein hohes und umfangreiches Leistungsniveau und sind zudem in ihren Leistungen flexibel kombinierbar. Auch hier können je nach Wunsch noch ergänzende Zusatzleistungen wie beispielsweise ein Schutz vor den oftmals gefürchteten Beitragssteigerungen im Alter gewählt werden.

BGLand24: Eine Frage mit Blick auf die Urlaubssaison 2016 – wie schaut es denn mit dem Krankenversicherungsschutz im Ausland aus?

Johannes Haas: Der ist sowohl bei der gesetzlichen wie auch bei der privaten Krankenversicherung der R+V Versicherung bereits gegeben. Dennoch rate ich hier zum Abschluss einer speziellen Auslandsreisekrankenversicherung. Die kostet nur ein paar Euro, bietet aber mehr als die gesetzliche Krankenversicherung und sie ermöglicht im Fall des Falles in der privaten Krankenversicherung die Chance auf eine Beitragsrückgewähr. Mein Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Berater in der Volksbank Raiffeisenbank nicht nur über Ihre Geldanlagen, sondern auch einmal über Ihren Krankenversicherungsschutz. Ich bin sicher, es lohnt sich.

Johannes Haas

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