Im Gespräch mit Andreas Helminger

Zins oder Rendite

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Andreas Helminger, Kundenberater der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

Die Bundesregierung warnt vor Armut im Alter. Anlass für diese Warnung ist der Alterssicherheitsbericht 2016, der kürzlich veröffentlicht wurde und der ein weiteres Absinken des gesetzlichen Rentenniveaus voraussagt. Zusätzliche private Vorsorge ist demnach wichtiger denn je. Aber wie soll man privat vorsorgen, wenn die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank Spargelder praktisch entwertet?

Diese Frage geben wir weiter an Andreas Helminger von der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost.

Andreas Helminger: Dass die gesetzliche Rente allein den gewohnten Lebensstandard im Alter nicht sichern kann, ist ja nicht neu. Banken und Sparkassen raten Ihren Kunden schon seit Jahren zur zusätzlichen Vorsorge und bieten verschiedenste Möglichkeiten, von der Riesterrente über die Modelle der betrieblichen Altersvorsorge bis hin zu Lebensversicherungen.

BGLand24.de: Lohnt sich Vorsorge denn noch, nachdem die Europäische Zentralbank die Zinsen de facto abgeschafft hat?

Andreas Helminger: Man könnte die Frage sogar ausweiten: Lohnt sich Sparen überhaupt noch? Oder anders gefragt − was ist die Alternative zur privaten Vorsorge? Im Ruhestand den Gürtel enger schnallen und trotzdem auf staatliche Hilfen angewiesen sein? Angesichts der kürzlich veröffentlichten Studie des Einflusses der demografischen Entwicklung auf den Staatshaushalt sind Zweifel an der zukünftigen Leistungsfähigkeit des Staates durchaus berechtigt. Dann also doch lieber selbst vorsorgen.

BGLand24.de: Trotz niedriger, evtl. sogar negativer Zinsen und steigender Inflation?

Andreas Helminger: Eindeutig ja. Die fast fehlenden Zinsen machen die Vorsorge oder das Sparen allgemein zwar nicht leichter, aber zum Glück ist der Zinssatz ja auch nicht alles. Es gibt nach wie vor ansehnliche staatliche Zuschüsse. Und je nach Anlageart kommen auch Dividenden und ggf. Kursgewinne hinzu. Negativzinsen, so der Tenor bei den aktuellen Mitglieder- und Kundenversammlungen, will die Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost aus aktueller Sicht nicht an private Sparer weitergeben. Viele Sparer parken ihre Gelder auf Tagesgeldkonten – und das schon seit Jahren - und verschenken so Erträge. Den risikolosen Zins gibt es nicht mehr, wohl aber ein zinsloses Risiko – nämlich das der steigenden Inflation. Nur wenn die Rendite oberhalb der Inflationsrate liegt, rechnet sich eine Geldanlage. Dazu müssen gerade deutsche Sparer aber umdenken. Sie müssen sich langfristiger orientieren und auch Wertschwankungen akzeptieren. Und sie müssen es mit ihren Geldanlagen machen, wie der Bauer mit dem Mist: streuen. Auf dem Prinzip der breit gefächerten Geldanlage beruht auch das VR Vermögensschutzpaket der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost.

BGLand24.de: Private Vorsorge ist also nach wie vor wichtig. Welchen Rat können Sie unseren Lesern konkret geben?

Andreas Helminger: Die niedrigen Zinsen bedeuten für Sparen und Vorsorgen nicht zwangsläufig das Aus. Es gibt auch heute noch zahlreiche Möglichkeiten, Gelder gewinnbringend anzulegen und eine private Vorsorge aufzubauen. Wichtig ist, möglichst frühzeitig damit anzufangen. Wer den Abschluss einer Lebensversicherung erwägt, sollte das noch in diesem Jahr tun, denn für alle ab 2017 abgeschlossenen Lebensversicherungen gilt der neue Mindestzins von 0,9 Prozent. Besprechen Sie ihre persönlichen Wünsche mit Ihrem Berater in der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost und lassen Sie sich individuell beraten.

Andreas Helminger

Kundenberater der

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