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Nach den April-Turbulenzen: „Sell in May“?

Der Rat, Aktien im Mai (Sell in May and go away) zu verkaufen, gehört sicherlich zu den bekanntesten Börsenweisheiten. Hintergrund sind statistische Auswertungen, die eine gewisse Saisonalität in der Entwicklung der Aktienmärkte erkennen lassen:

Im historischen Rückblick lief es demnach an den Börsen in den Monaten Mai bis September regelmäßig deutlich schlechter als von Oktober bis Ende April. 

Privatkundenberater Johann Hartl

Nach kräftigen Kursgewinnen könnte dieser Rat in diesem Jahr besonders aktuell sein, zumal sich der April mit starken Turbulenzen verabschiedet hat. Mit zeitweise nur noch 11.331 Punkten wurden auch wichtige charttechnische Unterstützungslinien verletzt. Obwohl danach wieder eine Erholung eingesetzt hat, bleibt die Lage auf kurze Sicht labil. Aber nicht nur Aktien verzeichneten zuletzt ungewohnte Bewegungen. Am heimischen Rentenmarkt hat sich die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe innerhalb kürzester Zeit auf über 0,40 Prozent mehr als verdoppelt. Zugleich wertete der Euro zeitweise kräftig zum US-Dollar auf. 

Aktienanleger sehen sich derzeit mit einer Flut von Unternehmensdaten konfrontiert. Insgesamt scheinen dabei die US-Quartalszahlen nicht so schlecht auszufallen wie befürchtet. Auch in Europa gibt es immer mehr Anzeichen für eine positive Ertragswende. Gewinntreiber sind dabei eine zunehmende Konjunkturbelebung, niedrige Rohstoffkosten und nicht zuletzt der schwache Euro. Dieser sorgt vor allem bei exportstarken Unternehmen für Rückenwind. 

Da steigende Unternehmensgewinne die Aktienkurse aber zunehmend stützten sollten, spricht dies trotz einer bereits hohen Aktienbewertung und der jüngsten Kursturbulenzen dagegen, dem Eingang angesprochenen Rat zu folgen und europäische Aktien im laufenden Monat zu verkaufen. Zudem sind überzeugende Anlagealternativen kaum zu erkennen. Hinzu kommt, dass nach den letzten Kursrückschlägen auch das Kurspotenzial wieder zugenommen hat, wenn man sich am Index-Ziel der DZ Bank von 12.500 Punkten für den DAX zum Jahresende 2015 orientiert. Zur Erinnerung: Im vergangen Jahr gewann der Dax zwischen Mai und September satte 14 Prozent. 

Unser Tipp lautet daher: Wer sich langfristig am Aktienmarkt engagieren möchte, sollte Kursrückschläge zum Einstieg oder zum Zukauf nutzen.

Johann Hartl, Privatkundenberater, Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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Rubriklistenbild: © Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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