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Müssen sich Sparer auf Negativzinsen einstellen?

Seit der jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im September dieses Jahres ist der Leitzins mit 0,05 Prozent auf historisch niedrigem Niveau. Ziel der EZB ist es, die Wirtschaft in den schwachen Südländern durch günstige Kredite anzukurbeln.

Damit diese Kredite von den Banken auch vergeben werden, verlangt die EZB von Banken, die bei ihr Guthaben unterhalten, einen Strafzins. Nun befürchten deutsche Sparer, dass auch ihre Spareinlagen mit negativen Zinsen belegt werden könnten.

Während sich Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, eine Belastung der Sparer durchaus vorstellen kann, haben sich sowohl der Deutsche Sparkassen- und Giroverband wie auch der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gegen Negativzinsen für ihre Kunden ausgesprochen.

Anhaltende Niedrigzinsphase

Bereits jetzt sind allein mit Spareinlagen kaum akzeptable Renditen zu erzielen und ein Ende der anhaltenden Niedrigzinsphase ist nicht absehbar. Auch im nächsten Jahr ist ein Anstieg der Zinsen angesichts der niedrigen Teuerungsrate und der Wirtschaftsschwäche im Euroraum sehr unwahrscheinlich. Experten rechnen mit einer Besserung der Wirtschaftsaussichten frühestens im Jahr 2016 und erst dann könnte die EZB mit einem Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes beginnen. Aktuell wird seitens der EZB aber über eine weitere Lockerung der Geldpolitik nachgedacht.

Das anhaltend niedrige Zinsniveau wirkt sich natürlich auch auf die Altersvorsorge aus. Bisher ist das Sparverhalten in Deutschland durch Beständigkeit gekennzeichnet. Die aktuelle Situation ist jedoch eher geeignet, Sparer zu entmutigen, statt die Sparleistungen zu verstärken, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Besonders wichtig ist die Stärkung der privaten Vorsorge gerade bei unteren und mittleren Einkommen, damit das Problem der Altersarmut nicht deutlich an Bedeutung gewinnt. Zudem erleben die sogenannten „Babyboomer“ jetzt ihre einkommensstärkste Phase.

Grundsätzlich ist Anlegern zu raten, bei der Anlage auf einen ausgeglichenen Mix aus Risiko und Ertrag zu achten. Dabei spielen das Risikobewusstsein, die Vermögenssituation und die Lebensphase des Anlegers eine wichtige Rolle. Das Zitat des amerikanischen Komikers Danny Kaye „Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.“, trifft auch heute noch zu.

Sylvia Langwieder
Privatkundenberaterin
Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

Rubriklistenbild: © Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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