Im Gespräch mit Rolf Hasslach

Bürgerstiftungen – Mitstifter werden

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Rolf Hasslach, Kundenberater der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

Aktuell läuft ja die Spenden-Aktion "Gemeinsam mehr erreichen" von Bayernwelle Südost und den Bürgerstiftungen Berchtesgadener Land und Traunsteiner Land. Wie Sie, außer mit einer Spende, die Arbeit der Bürgerstiftungen unterstützen können, darüber sprechen wir mit Rolf Hasslach, dem Geschäftsführer der beiden Bürgerstiftungen.

Rolf Hasslach: Ehrlich gesagt: Ohne Spender wäre die Stiftungsarbeit - immerhin haben beide Stiftungen bisher in 518 Fällen mit mehr als 1,3 Millionen Euro gemeinnützige Einrichtungen gefördert bzw. unverschuldet in Not geratene Menschen unterstützt - in diesem Umfang nicht möglich. Deshalb auch an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ an alle, die diese enorme Hilfeleistung möglich gemacht haben.

BGLand24.de: Kann man die Bürgerstiftungen denn ausschließlich mit Spenden unterstützen oder gibt es auch noch andere Möglichkeiten?

Rolf Hasslach: Bürgerstiftungen sind dynamische Stiftungen, d. h. jede Bürgerin, jeder Bürger und natürlich auch jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, Mitstifter zu werden. Das haben aktuell bereits 142 Privatpersonen und Unternehmen getan, einige davon sogar mehrfach. Im Unterschied zur Spende wird die Zuwendung des Mitstifters aber nicht verbraucht, sondern erhöht dauerhaft das Kapital der Bürgerstiftung. Der Mitstifter sichert der Stiftung so über die Erträge des Stiftungsvermögens einen kalkulierbaren Mittelzufluss.

BGLand24.de: Wer kann denn Mitstifter werden und vor allem wie kann man Mitstifter werden?

Rolf Hasslach: Um Mitstifter zu werden, braucht es keine großen Vermögen. Mitstifter kann man bereits mit einer Zuwendung von 1.000 Euro werden.

Eine besondere Form der Zuwendung ist der sogenannte Stiftungsfonds. Auch hier wendet der Mitstifter der Bürgerstiftung Geld zu - kann aber auch konkret festlegen, welche Einrichtung oder welches Projekt gefördert werden soll. Zudem kann er dem Stiftungsfonds einen Namen, z. B. seinen Namen, geben. Die Gründung eines solchen Stiftungsfonds ist bereits ab 25.000 Euro möglich und wird durch einen einfachen Vertrag zwischen Mitstifter und Bürgerstiftung besiegelt.

Die dritte Möglichkeit besteht in der Gründung einer Treuhandstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung. Auch hier berät und unterstützt die Bürgerstiftung bei der Gründung und übernimmt die Verwaltung im Auftrag des Treugebers. Diese Form der Stiftung ist ab 50.000 Euro möglich und auch hier bestimmt der Gründer, wie die Mittel verwendet werden und unter welchem Namen die Treuhandstiftung auftritt.

Erfahrung haben wir bereits sowohl mit dem Stiftungsfonds wie auch mit der Form der Treuhandstiftung. Innerhalb der Bürgerstiftung Traunsteiner Land gibt es seit 2010 den „Peter und Sophie-Baumgartl-Fonds“ und die Bürgerstiftung Berchtesgadener Land verwaltet seit 13 Jahren treuhänderisch die „Klaus-Lastovka-Stiftung“.

BGLand24.de: Kann ich die Bürgerstiftungen auch beispielsweise als meine Erben einsetzen?

Rolf Hasslach: Diese Frage wird mir häufig gestellt. Ja - man kann natürlich die Bürgerstiftungen im Testament bedenken. Oder - was auch schon vorgekommen ist: Die Bürgerstiftung war in einer Lebensversicherung als Begünstigte im Todesfall festgelegt. Und auch, wer den Bürgerstiftungen erst mit seinem Ableben eine Zuwendung zukommen lassen will, hat die Möglichkeit des bereits genannten Stiftungsfonds oder der Treuhandstiftung. Das muss dann natürlich bereits zu Lebzeiten besprochen werden.

BGLand24.de: An wen kann ich mich denn wenden, wenn ich mehr über die Bürgerstiftungen wissen möchte?

Rolf Hasslach: Den besten Überblick hat naturgemäß der Geschäftsführer. Interessierte finden die Kontaktdaten auf den Flyern, die in allen Filialen der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost ausliegen und selbstverständlich auch auf den Homepages der Bürgerstiftungen - www.bs-bgl.de für die Bürgerstiftung Berchtesgadener Land und www.bs-ts.de für die Bürgerstiftung Traunsteiner Land.

Rolf Hasslach

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