Studie: Wandern statt Sandstrand

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Forscher: Urlauber ziehen Wanderururlaub Fernreisen vor

Fernreisen sind out - es lebe das gute alte Wandern: Laut Experten wollen immer mehr Deutsche ihren Horizont zu Fuß erweitern. Die Gründe dafür sind einleuchtend.

Nach Ansicht des Erlanger Alpenforschers Werner Bätzing schnappen sich immer mehr Menschen lieber feste Schuhe und Rucksack, als in exotische Länder zu fliegen.


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Urlaubsreisen in ferne Länder mitsamt ihren Abenteuern seien mittlerweile ein wenig abgewirtschaftet, sagte der Professor für Kulturgeografie dem Sozialmagazin “Straßenkreuzer“. Viele Urlauber hätten bei Fernreisen den Eindruck, der Fremde zu sein und zu der Exotik keine Beziehung zu haben. “Es herrscht inzwischen das Gefühl vor, dass einem alles zu viel ist und man keine wirklichen Erlebnisse hat“, sagte Bätzing.

So wandert Deutschland

Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Alles rund um das Thema Wandern hat eine Studie im Auftrag des Deutschen Wanderverbandes untersucht. Hier gibt's die wichtigsten Ergebnisse. In Deutschland gibt es rund 300.000 Kilometer Wanderwege. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Insgesamt werden jährlich 370 Millionen Tageswanderungen bundesweit unternommen. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Eine Tageswanderung dauert im Schnitt zwei Stunden und 56 Minuten und geht über 8,8 Kilometer. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Die meisten Deutschen bevorzugen moderate Wanderungen in leicht hügeligem Gelände (49 Prozent). © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Anpruchsvollen Wanderungen mit großen Höhenunterschieden unternehmen 21 Prozent der Deutschen. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Nur zwei Prozent gaben an, auf alpinen Klettersteigen unterwegs zu sein © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Mit durchschnittlich jeweils 5,2 Wanderungen pro Einwohner und Jahr sind die Bewohner Nordrhein-Westfalens und Bayerns bundesweit die aktivsten Wanderer. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Den vorletzten Platz mit 3,3 Wanderungen nehmen die Hamburger ein. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Mit nur 2,6 Wanderungen pro Einwohner gehen die Menschen in Schleswig-Holstein am seltensten wandern. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Für 87,3 Prozent der Wanderer ist das Hauptmotiv “die Natur erleben“. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
72,2 Prozent gaben als Grund “sich bewegen, aktiv zu sein“ © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Die 65- bis 74-Jährigen sind die eifrigsten Wanderer. Im Schnitt sind die aktiven Wanderer in Deutschland 47 Jahre alt. Bei den über 75-Jährigen spielt die Gesundheit eine entscheidende Rolle, aus gesundheitlichen Gründen geht nur noch jeder Vierte wandern. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Bei der Wanderstudie bezeichneten sich 56 Prozent der Befragten als aktive Wanderer. 15 Prozent wandern mehrmals pro Monat, das Gros von 23 Prozent mindestens ein- bis zweimal pro Jahr und 18 Prozent noch seltener. © dpa
Die Wanderstudie: So wandert Deutschland
Wander-Muffel: 44 Prozent der Deutschen sind Nicht-Wanderer. © dpa

Spätestens seit der neuen Popularität des Jakobswegs - befeuert durch Hape Kerkelings Reisetagebuch “Ich bin dann mal weg“ - habe das Wandern sein spießiges Image abgelegt. Allein die Ausweisung von Wanderwegen reicht nach Bätzings Ansicht jedoch nicht aus. Städter hätten oft so wenig Naturkenntnisse, dass Hinweistafeln und Erläuterungen am Wegesrand nötig seien.

Als Beispiel nannte er einen Kulturweg in Egloffstein im oberfränkischen Landkreis Forchheim und einen historischen Ortsrundgang in Kunreuth in der Fränkischen Schweiz.

dpa

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