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Klimawandel

Studie: Schneesaison in den Alpen wird immer kürzer

Winter in Südtirol
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Gewohnte und beliebte Motive aus den Alpen. Doch die Winter in den Alpen verändern sich. Das hat Folgen für Wintertourismus, Landwirtschaft und Wasserversorgung.

Der Klimawandel verändert die Alpenregionen maßgeblich. Die Gletscher schrumpfen und die Baumgrenze verschiebt sich. Doch auch die Schneephasen im Winter werden kürzer. Das zeigt eine Auswertung von Wetterdaten.

Wien (dpa) - Die Berge der Alpen sind laut einer Langzeitstudie im Winter wesentlich kürzer weiß als noch in den Siebzigerjahren. Die Schneesaison unterhalb von 2000 Metern sei je nach Höhenlage und Region um 22 bis 34 Tage kürzer geworden, so berichten Wissenschaftler.

Unter der Leitung des Südtiroler Instituts Eurac Research in Bozen wurden Daten Hunderter Messstationen in Frankreich, Italien, der Schweiz, Deutschland, Österreich und Slowenien einheitlich ausgewertet.

Die Schneedecke spielt nicht nur für die Pflanzen und Tiere der Alpen eine wichtige Rolle, sondern auch für Wintertourismus, Landwirtschaft Wasserversorgung und Wasserkraft. Die Forscher aus den sechs Alpenländern untersuchten nicht den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Schneedecke. «Doch ist klar, dass der Schnee auf Grund höherer Temperaturen früher und schneller schmilzt, und Niederschlag als Regen statt als Schnee fällt,» sagte Michael Matiu, der bei Eurac Research am Institut für Erdbeobachtung forscht.

Die mittlere Schneehöhe in den Monaten November bis Mai ist pro Jahrzehnt um durchschnittlich 8,4 Prozent zurückgegangen, wie die Wissenschaftler errechneten. Obwohl es Unterschiede zwischen den verschiedenen Abschnitten der Alpen gibt, waren laut der Studie die 1970er und 1980er Jahre allgemein schneereich. Danach folgte Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre eine schneearme Phase.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-885745/4

Studie

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