Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Reisebranche in Existenznot

Neues Infektionsschutzgesetz: Darauf müssen sich Reisende seit dem 19. November einstellen

Das neue Infektionsschutzgesetz soll die Corona-Maßnahmen, die bisher nur per Verordnung erlassen wurden, rechtlich untermauern. Das hat auch Auswirkungen auf Reisende. 

Am 19. November 2020 tritt das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft, auf das sich Bundestag und Bundesrat am 18. November geeinigt haben. Es soll die getroffenen Corona-Maßnahmen unter anderem rechtlich absichern und diese gleichzeitig konkret benennen, zuvor waren lediglich „allgemeine Schutzmaßnahmen“ festgeschrieben. Gleichzeitig enthält der neue Paragraf 28a aber auch einige Vorgaben, welche die Reisebranche betreffen. Wir haben für Sie zusammengefasst, auf was Sie sich jetzt einstellen müssen, wenn Sie in Corona-Zeiten in Urlaub fahren*. 

Auch interessant: Trotz Corona: Massenandrang im Skigebiet Zermatt: „Wir haben auch schon Gondeln stillgelegt“.

Schutzmaßnahmen treffen Reisebranche

Von Reisen in ein Risikogebiet sollten Urlauber lieber absehen.

Nach einem Bericht von reisereporter.de ist die Reisebranche von den im Gesetz festgehaltenen möglichen Schutzmaßnahmen schwer betroffen. Diese sind nahezu identisch mit den Einschränkungen, die bereits während des ersten Lockdowns und des Teil-Lockdowns im Herbst galten bzw. gelten. Dazu gehören an erster Stelle die Abstandsregeln, ebenso wie Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen. Weiter können Übernachtungsangebote, Reisen und alle Arten von Veranstaltungen beschränkt oder ganz untersagt werden. Auch Schließungen im Einzelhandel und die Maskenpflicht im öffentlichen Raum sind möglich.

Kein Verdienstausfall bei Reisen ins Risikogebiet

Wenn Sie in ein Land fahren, das vom RKI als Risikogebiet ausgewiesen wurde und anschließend in Quarantäne müssen, haben Sie zukünftig Pech gehabt: Sie haben keinerlei Anspruch auf Entschädigung für Ihren Verdienstausfall. Dagegen können Eltern, die wegen der fehlenden Schul- und Kitabetreuung auf Teile ihres Lohns verzichten mussten, bis März 2021 eine Entschädigung einfordern.

Wann ein Land oder eine Region als Risikogebiet gilt, ist im neuen Gesetz ebenfalls genau festgeschrieben. Das Bundesministerium für Gesundheit, das Innenministerium und das Auswärtige Amt müssen übereinstimmend ein „erhöhtes Risiko für eine Infektion mit einer bestimmten bedrohlichen übertragbaren Krankheit“ feststellen, so zu lesen auf der Website des RKI.
Reisende können außerdem verpflichtet werden eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen, wenn sie sich in solch einem Risikogebiet aufgehalten haben. Dies ist online möglich und erfolgt über die Website www.einreiseanmeldung.de.

Mehr dazu: Nicht Italien, nicht Kroatien: Dieses Reiseziel ist bei Deutschen für das Jahr 2021 begehrter denn je.

Kritik am Infektionsschutzgesetz

Laut reisereporter.de kommt Kritik an den neuen Regelungen auch vom deutschen Tourismusverband. Geschäftsführer Norbert Kunz sagte, sie wären nicht einmal vom Bundestag angehört worden, obwohl die Reisebranche mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen sei. Versprochene Hilfen der Regierung seien noch nicht angekommen und jede Woche der Beschränkungen koste die Branche 1,8 Milliarden Euro: „Es geht mittlerweile um das blanke Überleben für die Unternehmen“. (lw)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie zudem: Corona-Impfstoff: Können wir nächstes Jahr wieder normal verreisen?

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance/Nico Mazzanti/dpa

Kommentare