Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Was erlaubt ist

Corona-Impfpflicht: Dürfen Hotels und Fluggesellschaften Nicht-Geimpfte von der Reise ausschließen?

Symbolbild einer Impfdosis und Ampulle mit Spritze der Firma Biontech Pfizer auf einem internationelen Impfausweis.
+
Symbolbild einer Impfdosis und Ampulle mit Spritze der Firma Biontech Pfizer auf einem internationelen Impfausweis.

Seit Ende Dezember werden die ersten Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Aber wie wirkt sich das aufs Reisen auf? Darf es Sonderrechte geben?

Nachdem nun die ersten Menschen den Corona-Impfstoff herhalten, bricht in Deutschland immer mehr die Debatte los, ob Geimpfte in Zukunft bevorzugt behandelt werden – zum Beispiel, indem sie keine Masken mehr in der Öffentlichkeit tragen müssen. Derartige Sonderbehandlungen lehnen zahlreiche Politiker vehement ab und dennoch zeigt sich bereits in der Reisebranche, dass Nicht-Geimpfte mit Nachteilen zu rechnen haben. So kündigte die australische Fluggesellschaft Qantas bereits an, nur noch Geimpfte an Bord zu lassen*. Dürfen Hotels und Airlines tatsächlich Kunden benachteiligen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind?

Corona: Hotels und Airlines dürfen Menschen ohne Impfung ausschließen

Die Vertragsfreiheit erlaubt es Hotels, Fluggesellschaften und Reedereien, selbst zu wählen, mit wem sie einen Vertrag abschließen wollen und mit wem nicht. Auf dieser Grundlage darf zum Beispiel betrunkenen Menschen der Zutritt verweigert werden. Darum ist es in der Theorie auch möglich, Nicht-Geimpfte auszuschließen, wie Rechtsanwalt Paul Degott dem Reisereporter erklärt: „Auch Hotels oder Reiseveranstalter können von der Vertragsfreiheit Gebrauch machen und sagen: ‚Ich will meine Gäste schützen, daher dürfen nur Geimpfte buchen.‘“ Wenn eine Buchung allerdings bereits getätigt wurde, dürfe der Betreiber davon nicht mehr zurücktreten.

Um eine solche Spaltung von Geimpften und Nicht-Geimpften zu vermeiden, diskutiert die Politik bereits darüber, im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) klarzustellen, dass der Impfstatus einer Person eine unzulässige Diskriminierung ist. Auch eine Ergänzung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), die regelt welche Allgemeinen Geschäftbedingungen (AGB) zulässig sind, wäre laut Politikern denkbar. Allerdings ist aktuell noch nicht einmal gesichert, ob Geimpfte tatsächlich nicht weiter ansteckend sind. Zudem seien Unternehmen, die nur noch Geimpfte zulassen, nicht besonders kundenfreundlich, wie Degott anmerkt: „Vor allem nach Corona würden sie sich damit nur selbst auf die Füße treten.“

Auch interessant: Nach der Corona-Krise: Kommt 2021 der große Reise-Boom?

Corona-Impfpflicht bei der Einreise in andere Länder

Langfristig stellt sich die Frage, ob man für internationale Reisen zwingend einen Corona-Impfnachweis brauchen wird. Befürchtet wird eine „Impfpflicht durch die Hintertür“. Ob die Antigen-Tests bei der Einreise ins jeweilige Zielland reichen werden oder doch ein Impfnachweis erforderlich ist, wird sich zeigen – und wohl von Land zu Land unterschiedlich sein. „Es wäre nicht neu, dass ich für die Einreise in bestimmte Länder eine Impfung brauche“, sagt Tourismusforscher Prof. Christian Laesser von der Universität St. Gallen in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur – ein Beispiel ist Gelbfieber.

Auch Reisemediziner Tomas Jelinek aus Berlin hält es für wahrscheinlich, dass viele Länder den Nachweis einer Impfung zur Reisebedingung machen. Genauso werde es sicher auch Fluggesellschaften geben, die Passagiere ohne einen Corona-Impfnachweis nicht an Bord lassen werden.

Wie dieser Nachweis aussehen wird, ist noch offen. „Es ist naheliegend, einfach eine Dokumentation im schon vorhandenen
Impfausweis zu machen“, sagt Jelinek. Zusätzlich könnte aber auch eine Art von elektronischer Dokumentation verlangt werden, weil diese besser vor Fälschungen geschützt sei. (fk/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Corona-Impfstoff: Können wir dieses Jahr wieder normal verreisen?

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

Kommentare