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Aufgepasst

Notstand in Portugal wegen Corona: Beliebtes Urlaubsland ordnet rigorose Ausgangssperren an

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist im beliebten Urlaubsland Portugal weiter gestiegen. Nun wurden der Notstand ausgerufen und rigorose Ausgangssperren angeordnet.

Portugal im Corona-Notstand: Diese Regeln gelten nun in dem beliebten Urlaubsland

Update vom 11. November 2020: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Portugal weiter angestiegen. Am 8. November sprach das Auswärtige Amt deshalb für das beliebte Urlaubsland mitsamt der autonomen Regionen Azoren und Madeira eine Reisewarnung aus. Gleichzeitig ist am Montag in weiten Teilen Portugals ein Notstand mit einer nächtlichen Ausgangssperre in Kraft getreten.

Nun gilt an Wochentagen von 23 Uhr bis 5 Uhr eine Ausgangssperre und an Wochenende sogar von 13 Uhr bis 5 Uhr. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 23. November und soll dann nochmal überprüft werden. Aktuell sind insgesamt 121 Gemeinden von diesem Teil-Lockdown betroffen – etwa 70 Prozent der Einwohner Portugals. Die Maßnahmen greifen immer dann, wenn innerhalb von 14 Tagen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner den Grenzwert von 240 übersteigt.

Corona-Lockdown: Gilt ein Einreiseverbot vonseiten Portugals?

Laut Auswärtigem Amt sind derzeit keine Einreisebeschränkungen für Deutsche bekannt. Allerdings rät es von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Portugal ab. Zudem gelten die Lockdown-Regelungen in den betroffenen Gebieten auch für Touristen. Die Menschen werden dazu aufgefordert zu Hause zu bleiben und die Wohnung nur aus triftigen Gründen zu verlassen. Zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Es gilt eine Maskenpflicht überall im öffentlichen Raum, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ausgenommen davon sind Kinder unter 10 Jahren und Personen mit einem ärztlichen Attest.

Auch interessant: Urlaubsverbot in Deutschland: Alles zu Stornierungen, Tagesausflügen und Auslandsreisen.

Portugal: Rapider Anstieg der Corona-Fallzahlen im Großraum Lissabon

Update vom 9. Oktober 2020: Ursprünglich war Portugal eines der weniger stark betroffenen Ländern in der Corona-Pandemie. Seit den Sommermonaten steigen die Fallzahlen nun rapide an, sodass die Regierung am 15. September die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verstärkte. Auch das Robert Koch-Institut rief den Großraum Lissabon am 23. September zum Risikogebiet aus. Doch die Zahlen steigen weiterhin: Am 8. Oktober kam es laut Daten der Gesundheitsbehörde DSG mit 1.278 Neuinfektionen zum bisher zweithöchsten täglichen Anstieg an Corona-Fällen seit dem 10. April (1.516 Neuinfektionen). Neben Lissabon ist weiterhin der Norden ein Krisen-Herd. Das Auswärtige Amt warnt bisher vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Metropolregion Lissabon“.

Steigende Corona-Zahlen in Portugal: Regierung verschärft Maßnahmen – bis zu 5.000 Euro Strafe möglich

Originalmeldung vom 18. September 2020: Bisher blieb Portugal von großen Infektionswellen mit dem Coronavirus verschont – ganz im Gegensatz zum Nachbarn Spanien*. Nun steigen aber die Fallzahlen seit einigen Tagen moderat an: Während es am 25. August nur 123 neue gemeldete Fälle waren, kamen am 17. September schon 770 Neu-Infektionen dazu, wie die Statistik des European Centre for Disease Control and Prevention zeigt. Regionaler Schwerpunkt ist laut Auswärtigem Amt Lissabon, gefolgt vom Norden.

Portugal-Urlaub: Ist die Einreise noch erlaubt?

Derzeit gibt es keine Einreise-Beschränkungen für Deutsche, die auf dem Luft- oder Landweg nach Portugal reisen. Ebenso besteht noch keine Verpflichtung zur Quarantäne bei einer Rückkehr nach Deutschland. Allerdings müssen Reisende Angaben zu ihrem Zielort, dem Reisegrund und zu ihrer Erreichbarkeit – auch während des Aufenthalts in Portugal – machen. Die Einreisekarte wird von den Fluggesellschaften einbehalten und dient zur Nachverfolgbarkeit bei Covid-19-Fällen.

Außerdem wird bei allen Einreisenden per Infrarot die Körpertemperatur gemessen. Bei einer Temperatur von über 38 Grad Celsius ist mit wetieren Untersuchungen und Maßnahmen durch die Gesundheitsbehörden zu rechnen, zum Beispiel in Form einer Quarantäne.

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Urlaub 2020: Diese Corona-Maßnahmen gelten aktuell in Portugal – bis zu 5.000 Euro Strafe möglich

Die portugiesische Regierung reagiert auf die gestiegenen Corona-Fallzahlen zudem mit verschärften Maßnahmen im öffentlichen Leben. Laut den Behörden gelten seit dem 15. September folgende Regeln:

  • Maximal zehn Personen dürfen sich treffen.
  • Gewerbliche Einrichtung dürfen erst ab 10 Uhr öffnen (Ausnahmen: Cafés, Konditoreien, Friseursalons und Fitnessstudios).
  • Gewerbliche Einrichtungen müssen zwischen 20 und 23 Uhr schließen (je nach Regeln der jeweiligen Gemeinde).
  • In Gastronomiebereichen von Einkaufszentren sind maximal Gruppen von 4 Personen erlaubt.
  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten.
  • Verkauf von alkoholischen Getränken an Tankstellen ist verboten.
  • Ab 20 Uhr ist der Verkauf alkoholischer Getränke nur noch in Restaurants erlaubt.
  • Öffentliche Sportanlagen dürfen nicht genutzt werden.

Neben diesen neuen Maßnahmen ist zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften Pflicht. Weiterhin muss ein Mindestabstand von zwei Metern im öffentlichen Raum gehalten werden. An Stränden müssen Personen, die nicht einem Haushalt angehören, einen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten. Bei einem Verstoß droht Einzelpersonen eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro – bei Gruppen können es bis zu 5.000 Euro werden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Nun doch keine Corona-Testpflicht auf italienischer Insel: Gericht kippt Maßnahmen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Matthias Balk

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