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Corona-Maßnahmen

Seit 14. Januar gültig: Unterteilung in Risiko- und Hochrisikogebiete – Was Reisende wissen müssen

Frau bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland im Terminal des Flughafen Berlin-Tegel.
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Bei der Einreise nach Deutschland gelten verschärfte Regeln.

Die Bundesregierung hat eine neue Muster-Quarantäneverordnung beschlossen. Zudem gibt es eine erste Entscheidung dazu, ob Geimpfte mit Vorteile rechnen können.

Schon im Vorfeld zur Beratung zwischen dem Gesundheitsministerium und der Bundesregierung sind einige Details zu den möglichen Beschlüssen durchgesickert. Die meisten davon werden nun auch umgesetzt. Wichtigste Themen sind eine Testpflicht für Länder mit einer Inzidenz von 200, auch Hochrisikogebiete genannt, und der Frage, ob Corona-Geimpfte* Vorteile erhalten.

Hochrisikogebiete: Zusätzliche Corona-Testpflicht für Einreisen aus Ländern mit erhöhter Inzidenz

Bereits seit dem 11. Januar ist eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Kraft. Gleichzeitig kündigte die Regierung an, gesonderte Regeln zur Testpflicht für Reiserückkehrer aus besonderen Risikogebieten erlassen zu wollen. Damit sind Länder wie Großbritannien, Irland oder Südafrika gemeint, wo sich die hochinfektiösen Virus-Mutationen ausbreiten. Da sich die Mutationen mittlerweile auch in anderen Ländern verteilt haben, gilt die neue Regel aber für alle Länder, die hohe Corona-Fallzahlen vorweisen: Seit dem 14. Januar müssen deshalb alle Einreisenden aus Risikogebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über einen Wert von 200 einen negativen Corona-Test bereits vor dem Abflug vorlegen. Darüber berichteten zahlreiche Medien unter Berufung auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Corona-Test darf maximal 48 Stunden alt sein. Da es sich bei den Beschlüssen um eine Muster-Verordnung handelt, können die Länder allerdings wieder eigene Wege beschreiten.

Nach der Ankunft in Deutschland gelten weiterhin die üblichen Quarantäne-Regeln: Zehn Tage Selbstisolation, die nur durch einen negativen Corona-Test verkürzt werden können. Dieser darf jedoch erst am fünften Tag nach Einreise vorgenommen werden. Zudem muss auch die Online-Einreiseanmeldung bereits vor dem Abflug erledigt werden. So können die Gesundheitsämter in Deutschland besser kontrollieren, ob die Reiserückkehrer sich an die Quarantäne halten.

Mobilfunkbetreiber werden außerdem verpflichtet, Personen bei der erstmaligen Einreise nach Deutschland die geltenden Corona-Auflagen per SMS zuzuschicken. Verstöße dagegen sind mit Bußgeld behaftet.

Auch interessant: Drastische Corona-Maßnahmen: Berlin will Flugreisen verbieten.

Sind Corona-Geimpfte von der Testpflicht bei Einreisen ausgenommen?

Die Frage, ob Corona-Geimpfte oder Personen mit Immunität von der Testpflicht und Quarantäne ausgenommen sein werden, wurde vorerst mit einem ‚Nein‘ beantwortet. In einer ursprünglichen Fassung der Verordnung sollten Reisende, die mindestens 14 Tage vor der Ankunft ihre Impfung gegen das Coronavirus vollständig abgeschlossen haben, ohne Einschränkungen einreisen dürfen. Diese Ausnahme sollte auch für Menschen gelten, die nachweislich vor mindestens drei Wochen und vor maximal sechs Monaten mit dem Coronavirus infiziert waren. In Sachsen-Anhalt wurden diese diskutierten „Privilegien“ sogar schon in die Tat umgesetzt, da die besprochene Verordnung als beschlossen angesehen wurde, wie der Evangelische Pressedienst (epd) berichtete.

Diese Regelung wurde in dem aktuellen Beschluss der Regierung jedoch wieder gestrichen, vor allem, weil noch gar nicht gesichert ist, dass Geimpfte das Virus tatsächlich nicht mehr übertragen können.

Ganz beendet ist das Thema damit aber noch nicht: Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis forderte in einem Brief an die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, dass es ein einheitliches Impfzertifikat in Europa geben sollte, dass Geimpften wieder normales Reisen ermöglicht. Diese Idee soll am 21. Januar bei einem virtuellen Corona-Gipfel mit den 27 EU-Staats- und Regierungschefs diskutiert werden. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Corona-Maßnahme: Registrierungspflicht bei Einreise nach Österreich kommt.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa