"Wuff"-Satire im Micky-Maus-Magazin

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So macht sich das Micky-Maus-Magazin über die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff lustig.

München - Über Bundespräsident Christian Wulff ergießen sich nach seiner Kredit- und Medienaffäre kübelweise Hohn und Spott. Jetzt wird er sogar als Hundepräsident "Wuff" im Micky-Maus-Magazin durch den Kakao gezogen.

Selbst das Micky-Maus-Magazin – nicht gerade als Hort der beißenden Polit-Satire bekannt – beschäftigt sich im neuen Heft am 10. Februar mit dem Fall Wulff!

Präsident Wuff und Kai Quiekmann

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Denn ausgerechnet in der Comic-Kapitale Entenhausen gibt es mächtig Ärger mit dem Staatsoberhaupt: Hundepräsident Wuff. Der hat Ärger mit einem 500 000-Taler-Kredit für seine Privathütte in Wedel. Das Geld soll von einem befreundeten Pudel-Paar stammen. Als der Enten-Kurier, die Entenhausener Zeitung, darüber berichten will, bellt Wuff dem Chefredakteur Kai Quiekmann aufs Band. Ob dabei die Worte „Krieg“ und „Rubikon“ gefallen sind, lassen die Macher des Micky-Maus-Heftes offen. Dabei hat Wuff nicht nur wegen der Finanzierung seiner Hütte in Wedel Probleme, er soll auch Gratisurlaube in luxuriösen Tierpensionen befreundeter Terrier gemacht haben. „Wenn man nicht mehr bei Freunden übernachten darf, ohne am Morgen einen Knochen auf den Tisch zu legen, dann ist das schlecht“, versucht sich der Hundepräsident zu erklären.

Die Lacher haben die Micky-Maus-Macher mit dieser Satire auf ihrer Seite – Wulff-Witze stehen derzeit hoch im Kurs. In Berlin versammelten sich am Wochenende 450 Demonstranten vor dem Amtsitz des Präsidenten, um – wie in arabischen Ländern üblich – mit hochgehaltenen Schuhen ihrem Abscheu gegen Wulff Ausdruck zu verleihen. Einige Teilnehmer forderten gleich den Kabarettisten Georg Schramm als Nachfolger – der wäre dann wenigstens nicht unfreiwillig komisch …

tz

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